Mehr als James Joyce: Irische Literatur

Heute, am 17. März, ist St Patrick’s Day, an dem die Iren ihren Nationalheiligen feiern. Ein guter Grund, sich auf einem (Hör)buchblog mal die Literatur Irlands genauer anzuschauen. Im Audible Magazin gebe ich euch einen kurzen Überblick über Ursprünge und Geschichte der irischen Literatur bis in die Gegenwart und bringe euch auch andere Autoren der grünen Insel nahe, die nicht James Joyce heißen.

Hier geht’s zum Artikel im Audible Magazin.

Stoßseufzer auf Thornfield Hall oder Wie ich mein Herz an einen Klassiker verlor (und nie wiederfand)

„Kannst du vielleicht–„

„Jetzt nicht! Das Bett von Mr. Rochester steht gerade in Flammen!“

Ich kann schon verstehen, dass mein Mann verwundert die Augenbrauen hochzieht, als ich ihm an einem trüben Februarabend, mit Buch im Bett liegend, abwehrend diese Antwort gebe. Aber die Sache ist schließlich ernst: Auf Thornfield Hall hat ein unheimlich lachender Geist das Schlafzimmer von Edward Rochester in Brand gesetzt, und Jane Eyre kann gerade noch verhindern, dass sich das heimliche Objekt ihrer Begierde in Rauch und Asche auflöst. Puh.

Es ist das erste Mal, dass ich „Jane Eyre“, den berühmten viktorianischen Roman von Charlotte Brontë aus dem Jahr 1847, lese – und es wird nicht das letzte Mal sein. Denn dieser Roman, ach, DIESER ROMAN ist eines der schönsten Bücher die ich kenne und jeden emotionalen Stoßseufzer wert. Falls jemand mein Herz findet – das habe ich auf Thornfield Hall verloren. Falls ihr „Jane Eyre“ kennt, muss ich euch das nicht weiter erklären. Ihr wisst Bescheid. Falls ihr es aber noch nicht gelesen habt, dann jetzt ABER GANZ SCHNELL.

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Lars Kepler – das Paar hinter dem Pseudonym

(©Olivier Favre) Angetreten zum Interview: Alexandra Coelho Ahndoril, ich, Alexander Ahndoril

Bei meiner Stockholm-Reise zum Erscheinen von „Lazarus“ von Lars Kepler hatte ich die Gelegenheit, das Autorenehepaar, das sich hinter dem Pseudonym verbirgt, persönlich kennen zu lernen und zu interviewen. Wieso das Pseudonym? Wie läuft das genau ab, wenn man gemeinsam einen Thriller schreibt? Wie viel von den beiden persönlich steckt in ihren Figuren? Wie gehen Sie und ihre drei Kinder mit der Brutalität in den Joona Linna-Thrillern um?

Ein Portrait von Alexandra und Alexander Ahndoril und die Antworten auf diese Fragen findet ihr in meinem Artikel im Audible Magazin:

Hier geht es zum Artikel über Lars Kepler

 

„The Moor“ by Sam Haysom

The Moor
by Sam Haysom
Unbound Digital
08 May 2018
eBook

Disclaimer: I received this book for free from the publisher via netgalley.com. This does not affect my opinion of the book or the content of my review.

Jumping between the past and 2015, interspersed with newspaper clippings, „The Moor“ by debut author Sam Haysom tells the spooky tale of people going missing and animals getting killed in and around Rutmoor National Park, England. The main plot, told from different points of view, revolves around five teenagers and one father going on a camping trip in 2002 during which some of the members disappear. In 2015, the remaining, now adult survivors meet again and return to Rutmoor for a special mission.

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#TeamDickens: Wir lesen „Oliver Twist“ – Teil 4

Oliver Twist von Charles Dickens

Auch in Kapitel 30 bis 38 von „Oliver Twist“, das ich gemeinsam mit dem #TeamDickens lese, ging es äußerst spannend zu. Ein paar Handlungskniffe schienen sich allerdings zu wiederholen. Muster werden immer sichtbarer, derer sich Mr. Dickens bedient. Dazu gleich mehr.

Erstmal eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse für die, die’s nicht (mehr) parat haben.

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Die besten (Hör)Bücher 2018 – Meine Top 5 des Jahres

Das Jahr ist rum, auf meiner gehört/gelesen Liste stehen ca. 60 Bücher und Hörbücher, und es wird Zeit zum Rekapitulieren. Was war das für ein Lesejahr? Und welche (Hör)bücher waren meine liebsten Begleiter? Hier stelle ich euch meine Top 5 vor.

Und so schwer war die Auswahl gar nicht. Obwohl ich mehr gelesen habe als erwartet, waren viele mittelmäßige Bücher dabei und wenige, die mich so richtig weggeblasen haben. Erst zum Jahresende hatte ich dann wieder mehr Glück bei der Auswahl: Drei meiner Top 5 stammen aus dem Herbst/Winter diesen Jahres.
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#TeamDickens: Wir lesen „Oliver Twist“ – Teil 2

Oliver Twist von Charles DickensWeiter geht’s mit dem #TeamDickens und Oliver Twist. Wir haben gemeinsam Kapitel 10 – 18 gelesen und uns auf Twitter über die deutschen Dialekte in der Übersetzung aufgeregt, aber auch über ein paar schöne altmodische Wörter gefreut und uns des öfteren retiriert anstatt einfach ins Bett zu gehen.

Zeit für ein Update.
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#TeamDickens: Wir lesen „Oliver Twist“ – Teil 1

Oliver Twist von Charles DickensSeit ein paar Tagen ist das #TeamDickens am Start: die liebe Kathrin von phantasienreisen und die liebe Ute lesen gemeinsam mit mir einen Klassiker. Vor ein paar Jahren waren das „Anna Karenina“ und „Krieg und Frieden“ im #TeamTolstoi. Jetzt mussten wir uns eben umtaufen. Funktioniert auch, obwohl die Alliteration natürlich schöner war.

Wir haben uns das Buch in mehrere Teile eingeteilt, und der erste (Kapitel 1-9) ist gelesen. Zeit für ein kleines Résumée des Bisherigen.
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Der Lieblingsbuch-Lawineneffekt

Es gibt ja so Bücher, die treten eine Lawine los. Nicht unbedingt in der Öffentlichkeit – das auch, aber das meine ich nicht – sondern bei einem selbst. Solche Bücher lassen einen nicht los, und man kommt mit ihnen von Hölzchen auf Stöckchen. Es ist ein bisschen so, wie wenn man im Internet nur schnell eine neue Packung Antiallergika bestellen will und sich zwei Stunden später völlig fasziniert vor einem Video über die seltensten Augenfarben der Welt wiederfindet. Nur viel schöner.

So ein Buch war für mich “Lethal White” von Robert Galbraith, Teil 4 der Krimiserie um Privatdetektiv Cormoran Strike und seine Partnerin Robin Ellacott. Die ersten beiden Teile fand ich gut, nach dem dritten mit seinem enervierenden Ende war ich schon ziemlich angefixt (die Bissspuren am Buch sind immer noch sichtbar), und mit “Lethal White” geriet die Lawine dann so richtig ins Rollen. Innerhalb von drei Tagen verschlang ich abwechselnd Hörbuch und Hardcover (welches mit über 600 Seiten wahrlich kein Pappenstiel ist), und schon währenddessen erwischte ich mich dabei, wie ich nicht nur für die beiden Hauptfiguren vollends in Flammen stand, sondern auch, wie ich Hintergrundinfos über tödliche Gendefekte bei Pferden, die olympischen Spiele in London, kornische Biersorten und die korrekte Behandlung eines Muskelfaserrisses googelte. Außerdem wanderte aus Gründen “Wherever you will go” von The Calling auf meine Cormoran Strike Playlist bei Spotify (ja, ich habe eine Cormoran Strike Playlist, und ich schäme mich nicht dafür).

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