Rezension: ‚The Interestings‘ von Meg Wolitzer

The InterestingsTitel: ‚The Interestings‘

(bisher nicht auf Deutsch veröffentlicht)

Autorin: Meg Wolitzer

Sprache: Amerikanisch

Sprecherin: Jen Tullock

Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo (Normalpreis € 31,95)

Anbieter: Penguin Audio

veröffentlicht: 2013

Länge: 15 Std 41 min (ungekürzt)

Zum Hörbuch bei audible geht es HIER.  Eine kostenlose Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audibe.

“And didn’t it always go like that–body parts not lining up the way you wanted them to, all of it a little bit off, as if the world itself were an animated sequence of longing and envy and self-hatred and grandiosity and failure and success, a strange and endless cartoon loop that you couldn’t stop watching, because, despite all you knew by now, it was still so interesting.”
― Meg Wolitzer, The Interestings

Inhaltsangabe:

In einem Sommercampfür künstlerisch begabte Jugendliche treffen sich in den 70ern in den USA sechs Teenager: Jules, Ash, Goodman, Ethan, Kathy und Jonah. Zusammen bilden sie die eingeschworene Gemeinschaft ‚The Interestings‘. Auch nach den Ferien bleiben sie Freunde. Über vier Jahrzehnte hinweg zeigt sich, wohin der Weg sie führt. Welche Rolle spielen Talent, Geld, Glück auf ihrem Weg? Wie beeinflussen richtige und falsche Entscheidungen ihre Entwicklung? Auch Neid kommt auf. Bleiben sie trotz allem Freunde?

Zum Hörbuch:

Es gibt kaum eine bessere Hörbuch-Empfehlung als die gerade noch kohärente Begeisterungs-Email einer Freundin, die sich vor Überwältigung kaum noch artikulieren kann. Dazu nehme man noch überschwingliche Kritiken etlicher amerikanischer Bücher-Foren, und die Sache ist entschieden. THE INTERESTINGS landen auf meinem iPod.

Der inzwischen 9. Roman der Amerikanerin Meg Wolitzer wird mit den Werken Jonathan Franzen’s und Jeffrey Eugenides‘ verglichen. Es drängt sich die Frage auf, ob man Amerikaner sein muss, um dem zuzustimmen. Ich nehm’s vorweg – muss man nicht. (Und aus diesem Grunde hoffe ich inständig, dass sich ein deutscher Verlag entscheidet, THE INTERESTINGS auch hierzulande zu veröffentlichen! Bitte!)

THE INTERESTINGS beginnt zwar in einem für priveligierte amerikanische Kids typischen Setting – einem Sommercamp – und die sechs Protagonisten stammen aus New York. Im Hintergrund des Romans spielt sich als Randnote amerikanische Geschichte ab. Aber die großen Themen des Romans sind universell gültig. Es geht um Beziehungen, und wie sie sich unter dem Einfluss verschiedener Faktoren entwickeln. Es geht primär um Talent, Geld, Neid, Glück und die richtigen (oder falschen) Entscheidungen.

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Rezension: ‚Inferno‘ von Dan Brown

Inferno deutschTitel: ‚Inferno‘

(Originaltitel: ‚Inferno‘)

Autor: Dan Brown

Sprache: Deutsch (Originalsprache: Englisch)

Format: Hörbuch-Download von audible.de für €9,95 im Flexi-Abo (Normalpreis €34,95)

Sprecher: Wolfgang Pampel

Anbieter: Lübbe Audio

erschienen: Mai 2013

Länge: 16 Std 51 min (ungekürzt)

Eine kostenlose Hörprobe findet ihr auf der Produktseite von audible.

Inhaltsangabe (audible):

Dan Brown ist zurück – und mit ihm sein Held Robert Langdon, der schon mit „Illuminati“, „Sakrileg“ und „Das verlorene Symbol“ Millionen begeisterte und mit kontroversen Themen global für Schlagzeilen gesorgt hat. Das weltweite Erscheinen des neuen Thrillers „Inferno“ markiert Robert Langdons Rückkehr nach Europa.

Der Symbolforscher aus Harvard wird in Italien mit Geheimnissen, Rätseln und einer Verschwörung konfrontiert, die ihre Wurzeln in einem der berühmtesten und dunkelsten Meisterwerke der Literatur haben: Dantes „Göttlicher Komödie“. Und je intensiver Robert Langdon die immer gefährlicher werdende Spur verfolgt, umso deutlicher zeichnet sich die bedrohliche Erkenntnis ab, was Dantes Werk für die Gegenwart und Zukunft bereithält.

Zum Hörbuch:

Als am 14. Mai 2013 weltweit gleichzeitig INFERNO erscheint, geht mir der Hype um Dan Brown’s neuen Roman zwar auf die Nerven, aber die Neugier siegt: Ich lade mir das Hörbuch sofort herunter und lege los. Zumal mich der ‚Sneak Peak‘ von audible.de schon vor Wochen mit einem verwirrten Robert Langdon ratlos in einem italienischen Krankenhaus zurück ließ. Wie gemein.

Schnell und deftig in die Geschichte einsteigen, das kann Dan Brown ja. Es gibt einen kryptischen, unheilvollen Prolog. Dann finden wir den guten Robert direkt in einer misslichen Lage vor. Und wie praktisch, dass er keinerlei Ahnung hat, wie er da hinein geraten ist – auf diese Art und Weise kann Brown sich die Vorgeschichte sparen und sie stattdessen in Folge spannend und häppchenweise enthüllen.

Ich will euch hier auf keinen Fall über den Klappentext und die schon länger kursierenden ersten Seiten hinaus spoilern. Vielleicht konntet ihr ja den vielen schon kursierenden Artikeln, Rezensionen, Tweets etc. ausweichen und könnt das Buch so frisch angehen wie ich. Über die Handlung verrate ich deshalb GAR NICHTS. Ihr bekommt hier nur meine Meinung über den Gesamteindruck, die Struktur, Charaktere und Sprache des Romans. Solche Sachen. Ihr könnt also die Hände von den Augen nehmen und beruhigt weiterlesen.

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Rezension: ‚The Demonologist‘ von Andrew Pyper

the demonologistTitel: ‚The Demonologist‘

Autor: Andrew Pyper

Sprache: Englisch

Format: Hörbuch-Download von audible.de für €9,95 im Flexi-Abo (Normalpreis €27,95)

Sprecher: John Bedford Lloyd

Anbieter: Simon & Schuster Audio

veröffentlicht: 2013

Länge: 9 Std 15 min (ungekürzt)

Eine kostenlose Hörprobe findet ihr HIER, auf der Produktseite von audible.

Inhaltsangabe (audible):

Professor David Ullman ist Experte in Sachen dämonologische Literatur – speziell John Milton’s Paradise Lost. Was allerdings nicht bedeutet, dass er tatsächlich an Dämonen glaubt.

Das wird sich ändern.

Eine mysteriöse Frau taucht bei ihm auf, mit der Bitte, er solle nach Venedig reisen, um dort ein ‚Phänomen‘ zu beurteilen. Auch wenn Ullman sich nicht ganz wohl dabei fühlt, kommt ihm der Ausflug nach Italien ganz recht: Er steckt mitten in der Trennung von seiner Frau und muss die schwere Erkrankung einer guten Freundin verdauen.

Zusammen mit seiner kleinen Tochter Tess trifft er in Venedig ein – und erlebt dort etwas, das seinen Unglauben an dämonische Kräfte grausam ins Gegenteil verkehrt. Die Reise wird zu einem Höllentrip, und mit Hilfe seiner Kenntnisse über Milton’s Paradise Lost versucht David, sich und seine Tochter zu retten.

Zum Hörbuch:

Der literarische Horror-Thriller des Kanadiers Andrew Pyper geistert seit seinem Erscheinen im März auf der kanadischen Bestseller-Liste herum, und auch die New York Times widmete ihm eine begeisterte Rezension. Dazu das Versprechen einer literarischen Schnitzeljagd durch Venedig gepaart mit Horror-Elementen. Dan Brown meets Stephen King – so habe ich mir das jedenfalls vorgestellt.

Zu Beginn bin ich auch sehr, sehr angetan von THE DEMONOLOGIST. Unterschwelliger Schauder begleitet mich von der amerikanischen Ostküste bis nach Venedig. Nicht nur die knochige Fremde mit ihrem seltsamen Auftrag sorgt für Gänsehaut, sondern vor allem David Ullman, die Hauptfigur selbst. Wir erfahren schnell, dass er seine eigene Finsternis mit sich schleppt: Ein Trauma aus der Vergangenheit, das erst im Laufe des Buches ganz erklärt wird. Und den Hang zur Melancholie – womit in diesem Fall keineswegs romantisch verklärte Traurigkeit gemeint ist, sondern die geradezu physische Verfolgung durch etwas Dunkles.

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Rezension: ‚Balsac und die kleine chinesische Schneiderin‘ von Dai Sijie

Balsac und die kleine chinesische SchneiderinTitel: ‚Balsac und die kleine chinesische Schneiderin‘

(Originaltitel:‘ Balsac et la petite tailleuse chinoise‘)

Autor: Dai Sijie

Sprache: Deutsch (Originalsprache: Französisch)

Sprecher: Edgar M. Böhlke

Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo (ohne Abo €24,99)

Anbieter: steinbach sprechende Bücher

veröffentlicht: 2013

Länge: 5 Std 26 min (gekürzt)

Eine kostenlose Hörprobe findet ihr HIER, auf der Produktseite von audible.

Inhaltsangabe (audible):

Dieses Hörbuch erzählt von zwei pfiffigen chinesischen Studenten, die es in ein gottverlassenes Bergdorf verschlagen hat. Ein Koffer voll westlicher Weltliteratur und eine entzückende Schneiderin retten ihnen das Leben…

Zum Hörbuch:

Manchmal führen Umwege zum Ziel. In diesem Fall mich zu diesem Hörbuch. Auf der Suche nach einem asiatischen Kandidaten für die ‚read different‘-Aktion im April stieß ich über die Hörbuch-Bibel auf Dai Sijie und bei audible.de nicht auf den Roman von ihm, den ich gesucht hatte. Sondern auf diesen hier, BALSAC UND DIE KLEINE CHINESISCHE SCHNEIDERIN. Es handelt sich um den schon 2000 erschienenen Erstling des inzwischen in Paris lebenden chinesischen Autors Dai Sijie, und der Roman trägt autobiographische Züge: 1954 geboren, wurde Sijie als junger Mann zu Zwecken der kommunistischen Umerziehung unter Mao für drei Jahre in ein einsames chinesisches Bergdorf verfrachtet.

Gleiches geschieht mit dem (namenlosen) Ich-Erzähler des Romans und dessen Freund Luo. Der eine Sohn eines in politische Ungnade gefallenen Zahnarztes, der andere Kind von Schriftstellern, sollen beide in jenem winzigen Bergdorf auf den ‚rechten Weg‘ gebracht werden – auf den Weg General Maos. Das Leben im Dorf ist hart und karg. Von der Abwesenheit der einfachsten Annehmlichkeiten wie Elektrizität und sanitären Anlagen mal abgesehen, kommt dazu noch die völlig intellektuelle Isolation. Zu Zeiten Maos (so lerne ich) war fast sämtliche Literatur außer Maos berühmtem ‚Roten Buch‘ verboten. Westliche Literatur sowieso. Wer damit erwischt wurde, musste mit Verhören, Folter und Gefängnis rechnen.

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Rezension: ‚Rheingold‘ nach Richard Wagner, performed von Kaminski ON AIR

RheingoldTitel: ‚Rheingold‘ aus ‚Der Ring des Nibelungen‘

Autor: frei nach Richard Wagner, inszeniert von Kaminski ON AIR

Sprecher: Stefan Kaminski

Sprache: Deutsch

Format: Hörspiel-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo (ohne Abo € 12,99)

Anbieter: Jumbo Neue Medien & Verlag GmbH

Länge: 1 Std 17 min

Eine kostenlose Hörprobe findet ihr HIER, auf der Produktseite von audible.

Inhaltsangabe (audible):

Alles ist schön, die Natur ruht im Gleichgewicht: Weia! Waga Wagalaweia! Die Rheintöchter planschen im Rhein, immer ein schönes Auge auf das Gold, das sie behüten. Doch als der Nibelungenfürst Alberich herankriecht, nimmt das Übel seinen Lauf: Von den verführerischen Schwestern zum Narren gehalten, raubt der Zwerg das Rheingold. Wird dieser Schatz zum Ring geschmiedet, verleiht er maßlose Macht über Welt und Natur.

Frei nach Richard Wagner inszeniert Stefan Kaminski das monumentale Meisterwerk um Macht, Liebe, Gier, Rache und die Abgründe der menschlichen Gesellschaft modern und klassisch zugleich. Von Musikern begleitet schlüpft der Ausnahmesprecher selbst in alle Rollen, spricht Riesen und Zwerge, Frauen und Männer, Götter und Herrscher, Geliebte und außergewöhnliche Helden.

Zum Hörspiel:

Von den Rheintöchtern komm‘ ich,

walle du Woge!

Ich weiß, im Reich der Götter ist Loge ’ne Droge.

Ich bin Loge, ich komm‘ aus dem Feuer.

Meine Glut und mein Sprachwitz – yo! – die sind ungeheuer.

–Kaminski ON AIR, Rheingold

Ein seltsamer, statischer Ton. Geblubber. Erhitztes Atmen. Lachen. Und…Walgesang?? Dann setzt das bezirzende Gesäusel der Rheintöchter ein. Bedrohlich kündigt ein Streicherthema den Auftritt des düsteren Zwergs Alberich an. Dass auch dessen knorrige Stimme die von Stefan Kaminski sein soll, kann man kaum fassen. Gleich zu Anfang wird klar: Das hier ist umwerfend.

Überhaupt: ‚Hörspiel‘?! Das ist wirklich eine unzureichende Bezeichnung für das, was Kaminski als offensichtliche Herzensangelegenheit da veranstaltet. Er selbst bezeichnet seine Version des ‚Ring des Nibelungen‘ als ein ‚3D-Hörspiel‘. Das kommt der Sache schon näher. In einer Live-Aufnahme bekommt der Hörer von Kaminski und jeweils zwei Musikern mithilfe einiger Audiotechnik, erstaunlicher Instrumente und einer Reihe Geräuschrequisiten (teils vom Schrottplatz rekrutiert) eine Interpretation von Wagner’s Opern-Tetralogie um die Ohren geblasen, wie man sie noch nicht erlebt hat.

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Buchverlosung zum ‚Welttag des Buches‘!

Blogger schenken LesefreudeVor ein paar Monaten wurde die ‚Blogger schenken Lesefreude‘-Aktion ins Leben gerufen. Alles, was ihr dazu wissen  müsst, könnt ihr hier nachlesen. In Kurzform: Heute werden auf hunderten von Blogs anläßlich des ‚Welttags des Buches‘ Bücher verlost.

Hier auch!

Und ich will’s auch gar nicht länger spannend machen. Bei mir könnt ihr dieses Buch gewinnen:

Rosoff_oh.mein.gott‚OH. MEIN. GOTT.‘ von Meg Rosoff

Warum dieses Buch?

Nun, ich mag es, auch mal Bücher zu lesen, die schräg sind. Bücher mit doppeltem und dreifachem Boden, die man trotzdem so weglesen kann. Bücher mit bissigem Humor. Das kann ruhig auch mal kontrovers sein.

OH. MEIN. GOTT. trifft da voll ins Schwarze und war eins meiner Highlights 2012.

Die Idee allein: Gott ist ein pubertierender Teenager. Er ist unreif, selbstbezogen und frisch verknallt. Er ist Legastheniker. Und kriegt seinen Hintern nicht aus dem Bett. Dass das für die ihm anvertraute Erde samt Menschheit nichts Gutes bedeuten kann, liegt auf der Hand. Bloss gut, dass es seinen leidgeplagten Butler Mr. B gibt. Ohne den wären wir alle verloren…

Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, könnt ihr euch gerne meine Rezension durchlesen.

Oder aber ihr könnt hier das Buch gewinnen und euch selber ein Urteil bilden. Es gibt keine Preisfrage, keine Bedingung. Einfach einen Kommentar hinterlassen, dass ihr das Buch haben möchtet!

(Nicht wundern – eure Kommentare erscheinen erst nach der Freigabe durch mich. Wehret den Trollen…)

Die Verlosung endet am 29. April um 23:59 Uhr. Der Gewinner wird durch Zufall ermittelt und dann per Email benachrichtigt. Teilnehmen kann jeder aus der EU – Versand erfolgt kostenfrei. Vergesst nicht eure Email-Adresse (sie wird nicht veröffentlicht), damit ich mit euch in Kontakt treten kann!

Update, 30. April 2013:

Gewonnen hat ‚Julia‘ vom Blog ‚Julia liest‘! Herzlichen Glückwunsch!!!

Danke an alle Kommentatoren für’s Mitmachen und Vorbeischauen! Ich hoffe, man ‚liest‘ sich wieder!

In 2 Tagen ist es soweit: Blogger schenken Lesefreude!

Blogger schenken LesefreudeIn zwei Tagen ist er da, der ‚Welttag des Buches‘. Und es geht los mit der ‚Blogger schenken Lesefreude‘-Aktion! Inzwischen sind fast 1.000 Blogs gemeldet, bei denen man am 23.4. ein Buch gewinnen kann. Wer alles mitmacht und welche Bücher ihr gewinnen könnt, erfahrt ihr hier.

Auch ich werde hier ein Buch verlosen.

Was ich verlosen werde, sei noch nicht verraten. Aber ein paar Hinweise gibt’s schon mal:

  • Das Buch wurde von einer amerikanischen Autorin geschrieben, die in London lebt.
  • Ich habe es auf Englisch gehört, verlose aber die deutsche Hardcover-Version.
  • Das Buch ist im August 2012 auf Deutsch erschienen und hat 240 Seiten.
  • Es gibt kein Genre, dem sich der Roman wirklich zuordnen lässt.
  • Ihr werdet lachen.
  • Ihr werdet denken, dass das Buch vieles, sehr vieles erklärt, was den Lauf der Welt betrifft.

Neugierig?

Dann schaut am Dienstag, 23.4., hier vorbei. Da stelle ich das Buch vor. Wenn ihr es gewinnen möchtet, reicht ein einfacher Kommentar (nicht jetzt, erst am Dienstag!). Die Verlosung endet dann am 30.4.

Ich bin schon gespannt, an wen ich meinen ausgesuchten Buchschatz schicken darf!

Rezension: ‚Die vierzig Geheimnisse der Liebe‘ von Elif Shafak

Die vierzig Geheimnisse der LiebeTitel: ‚Die vierzig Geheimnisse der Liebe‘

(Originaltitel: ‚The Forty Rules of Love‘)

Autorin: Elif Shafak

Sprache: Deutsch (Originalsprache: Englisch)

Format: Hardcover (inklusive e-Book!)

Verlag: Kein & Aber

erschienen: Februar 2013

Seitenzahl: 512

‚Unsere Religion ist die Religion der Liebe, und wir sind alle in einer Kette der Herzen miteinander verbunden.‘

– Elif Shafak, Die vierzig Geheimnisse der Liebe

Inhaltsangabe (Kein & Aber):

Ella ist vierzig Jahre alt, hat einen Ehemann, drei Kinder im Teenageralter und ein schönes Zuhause in einer amerikanischen Kleinstadt. Eigentlich sollte sie glücklich sein, in ihrem Herzen breitet sich aber eine Leere aus, die früher von Liebe gefüllt war. Als Gutachterin für eine Literaturagentur taucht sie tief in einen Roman über den Sufi-Dichter und Mystiker Rumi und die vierzig ewigen, geheimnisvollen Regeln der Liebe ein. Trotz der Ansiedlung im 13. Jahrhundert scheint ihr der Roman immer mehr eine Spiegelung ihrer eigenen Geschichte zu sein. Zusehends distanziert von ihrem Ehemann, beginnt Ella, ihr bisheriges Leben zu hinterfragen. Sie besucht den Verfasser des Buches, Aziz Zahara, mit dem sie sich schriftlich schon rege und sehr persönlich ausgetauscht hat – und erfährt eine derart grundlegende persönliche Veränderung, wie sie es sich nie hätte ausmalen können.

Zum Buch:

Dieses un- und außergewöhnliche Buch fand seinen Weg zu mir über den Indiebookday. Ein Buch von einem unabhängigen Verlag sollte es sein, und irgendwo in den Weiten des www hatte ich schon Gutes über DIE VIERZIG GEHEIMNISSE DER LIEBE gelesen. Noch dazu passte der Roman mit seiner für mich exotischen Thematik (Sufismus, Anatolien, arabische Dichtung) zufälligerweise prima zur ‚read different‘-Aktion.

Also her damit!

Es schneit an diesem Osterwochenende, als ich es mir mit Elif Shafaks Roman in einem gut geheizten Eckchen bequem mache – und nach ein paar Seiten in eine andere Welt eintauche. Ella’s Teil dieser Welt ist mir zunächst einigermaßen vertraut, dreht es sich doch um eine amerikanische Hausfrau und Mutter genau in meinem Alter. Ohne es so recht zu merken, hat sie sich in ihrem Leben (und in ihrer Ehe) festgefahren. Soweit, so unspektakulär.

Ungewöhnlich wird der Roman, als ich smit Ella das Manuskript lese, welches ihr zur Bewertung von Aziz Zahara zugesandt wurde. Schlagartig geht es mit dessen Roman ‚Süße Blasphemie‘ zurück ins 13. Jahrhundert, nach Anatolien, mitten in die Welt des Wanderderwischs Schams-e Tabrizi und des Sufi-Dichters Rumi.

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‚Read different‘ – ich les‘ mal was anderes! (by buechermonster)

read different Logo

Mal was anderes lesen (oder hören) als sonst. Über die eigenen Genre-Grenzen schauen. Die literarische ‚comfort zone‘ verlassen. Das ist eine tolle Idee für eine Challenge – aber sie stammt nicht von mir.

Ehre wem Ehre gebührt: Auf seinem Buechermonster Blog hat sie der liebe Sebastian gehabt. Das könnt ihr hier lesen.

Ich fand die ‚read different‘-Idee so gut, dass ich mich gleich zum Mitmachen entschieden habe. Allerdings hat Sebastian es etwas leichter als ich, da er sich hauptsächlich im Thriller/Krimi-Genre bewegt und nur in irgendein anderes wechseln muss, um mal über den Tellerrand zu schauen.

Ich bin dagegen jemand, der in vielen verschiedenen Genres unterwegs ist. Tatsächlich lese ich am liebsten Bücher aus gegensätzlichen Kategorien hintereinander. Die Abwechslung macht den Reiz aus. Aber ich habe mich mal selbst hinterfragt. Und wenn man genau hinschaut, beschränke ich mich zwar nicht auf bestimmte Genres, aber dafür (was die Autoren angeht) auf bestimmte geographische oder linguistische Gebiete. In meiner Titelliste kommen schwerpunktmäßig Autoren aus angelsächsischen Ländern vor. USA, Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland. Das ist ganz klar auf meine Liebe zum Englischen zurückzuführen. Dazu natürlich deutsche Literatur. Und einige Tupfer in Nord-, West- und Südeuropa.

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Rezension: ‚Das Mädchen, das den Himmel berührte‘ von Luca Di Fulvio

Das Mädchen das den Himmel berührteTitel: ‚Das Mädchen, das den Himmel berührte‘

Autor: Luca Di Fulvio

Sprache: Deutsch

Format: Hörbuch-Download

Sprecher: Sascha Rotermund

Anbieter: Lübbe Audio

veröffentlicht: 2013

Länge: 29 Std 5 min (ungekürzt)

Dieses Hörbuch ist erhältlich bei audible.de für €39,95. Im Flexi-Abo bezahlen Abonnenten nur € 9,95. Nähere Infos dazu gibt’s hier.

Eine kostenlose Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audible.

Inhaltsangabe (audible):

Wie wird ein junger Tagedieb, der seine Kindheit in einer Höhle verbracht hat, zu einem glühenden Verfechter der Freiheit? Wie wird ein jüdischer Betrüger zu einem berühmten Arzt? Und wie wird ein junges Mädchen ohne Perspektive zu einer einflussreichen Modeschöpferin? Die Antwort liegt in Venedig. Denn dort, im Labyrinth der Gassen und Kanäle der geheimnisvollsten Lagune Europas, zwischen der Pracht San Marcos und dem Elend der Spelunken von Rialto findet sich das gesamte Panorama des Lebens…

Zum Hörbuch:

Ganz ehrlich – ich habe es versucht. Ich habe es versucht, dieses Hörbuch richtig zu mögen. Mich hinein zu finden, darin zu verlieren und mit den Figuren mitzufiebern. Aber was soll ich sagen? Manchmal ‚klickt‘ es einfach nicht zwischen mir und einer Geschichte. Und nicht einmal ein Vollblut-Sprecher wie Sascha Rotermund kann daran etwas ändern.

Dabei hat DAS MÄDCHEN DAS DEN HIMMEL BERÜHRTE zunächst alle Trümpfe auf seiner Seite: Di Fulvio nimmt mich mit ins Veneding des frühen 16. Jahrhunderts und breitet einen Fächer aus Erzählsträngen und Charakteren aus, der mich begeistern sollte. Tatsächlich kann ich mir diesen Roman bestens als Vorlage für einen opulenten Fernseh-Mehrteiler vorstellen. Cineastisch ist die Story allemal, sowie reich an Ausstattung und historischem Flair.

Auch schön, dass es diesmal nicht primär um die Reichen und Mächtigen geht. Nicht in den Adels- und Herrscherhäusen spielt sich das Geschehen ab, sondern in den Straßen, armseligeren Häusern und Bordellen von Venedig. Man steckt mittendrin, zwischen den Gaunern, Huren und Taschendieben. Di Fulvio lässt dem Hörer den Geruch der dreckigen Gassen in die Nase steigen und man hört die Galeeren mit platschendem Ruderschlag über das Wasser der Kanäle Venedigs gleiten. An Beschreibungen und historischer Atmosphäre mangelt es nicht.

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