„Twenty Years After“: Der zweite Musketier-Roman von Alexandre Dumas

Titel: Twenty Years After
dt. Titel: Zwanzig Jahre später
Autor: Alexandre Dumas
Sprache: Englisch (Originalsprache: Französisch)
Format: eBook, Kindle
Verlag: Oxford University Press
erschienen: Neuauflage von 2009
Länge der Taschenbuchausgabe: 880 Seiten

Musketiere, die zweite. Nach dem degenschwingenden Abenteuer mit Femme Fatale Intrige in „Die drei Musketiere“ schlägt „Zwanzig Jahre später“, der zweite Teil der Musketier-Romane, einen ganz anderen Ton an: Unser Kleeblatt ist politisch gespalten, zunächst in alle vier Winder zerstreut, und vor allem der einst so leidenschaftliche d’Artagnan ist zu Beginn ein Schatten seiner selbst. Während seine drei Freunde auf unterschiedliche Art damit beschäftigt sind, mit den mittleren Jahren klarzukommen (sie sind alle in den späten Vierzigern), schiebt nur noch der Gascogner Dienst nach Vorschrift in der Pariser Garnison und wartet vergeblich auf eine Beförderung.

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Schöner Schaudern: Gothic Novels

Halloween, Samhain, Allerheiligen: Es ist die beste Zeit für Geistergeschichten. Besonders schön schaurig: Gothic Novels, zu Deutsch: Schauerromane. Die kamen im 18. Jahrhundert groß in Mode, aber sie haben bis heute überdauert, und gerade im Augenblick wird das wohlige Gruseln mit Hang zum Melodrama von modernen Autorinnen und Autoren wieder entdeckt. Von „Stürmhöhe“ über „Die Elixiere des Teufels“ bis hin zu „Melmoth“: Im Audible Magazin erzähle ich euch das Wichtigste, was ihr über Gothic Novels wissen müsst.

Hier geht’s zum Artikel im Audible Magazin.

Vergangenheitssuche in Galicien: „Alles was ich dir geben will“ von Delores Redondo

Titel: Alles was ich dir geben will
Autorin: Dolores Redondo
Originaltitel: Todo esto te daré
Aus dem Spanischen von: Lisa Grüneisen
Format: Hörbuch, 2 mp3-CDs
Sprecher: Matthias Koeberlin
Verlag: der Hörverlag
erschienen. 25.03.2019
Länge: ca. 14:50 Minuten, leicht gekürzte Lesung

Inhaltsangabe:

Plötzlich steht die Polizei bei Manuel, einem Schriftsteller, vor der Tür, um ihm Furchtbares zu verkünden: Sein Eheman Álvaro ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Doch es tauchen Ungereimtheiten auf, und – noch im Schock über seinen alles geliebten Álvaro – erfährt Manuel, dass dieser ein Doppelleben geführt hat: Eins bei ihm in Madrid und eins als adliges Oberhaupt eines großen Anwesens in Galicien. Trauernd und verwirrt begibt sich Manuel auf die Suche nach der Wahrheit und deckt gemeinsam mit einem örtlichen Poizeiermittler familiäre Abgründe und traumatische Ereignisse auf.

Warum ich das höre: Koeberlin und Spanien!

Sofort ein Geständnis: Gehört habe ich dieses Hörbuch aus zwei Gründen:
1. Es wird gelesen von Matthias Koeberlin, der seit seiner unschlagbaren Performance in Donna Tartt’s „Der Distelfink“ zu meinen absoluten Lieblingssprechern gehört.
2. Das Hörbuch spielt in Spanien und wurde von einer spanischen Autorin geschrieben – und das ist noch ein relativ schlecht abgedeckter Fleck in meiner Leselandkarte, die ich immer gerne erweitere. Also los!
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„Lazarus“ von Lars Kepler

Im Februar war ich auf einer Journalistenreise nach Stockholm anlässlich der Veröffentlichung von „Lazarus“, dem 7. Fall der Joona Linna-Thrillerreihe von Lars Kepler aka Alexandra und Alexander Ahndoril.

Meine Erlebnisse dort könnt ihr euch am besten in meiner Instagram-Story angucken.

Im Audible Magazin stelle ich euch den sensationell spannenden Fall „Lazarus“ und die gesamte Reihe genauer vor.

Hier geht es zum Artikel.

 

„The Moor“ by Sam Haysom

The Moor
by Sam Haysom
Unbound Digital
08 May 2018
eBook

Disclaimer: I received this book for free from the publisher via netgalley.com. This does not affect my opinion of the book or the content of my review.

Jumping between the past and 2015, interspersed with newspaper clippings, „The Moor“ by debut author Sam Haysom tells the spooky tale of people going missing and animals getting killed in and around Rutmoor National Park, England. The main plot, told from different points of view, revolves around five teenagers and one father going on a camping trip in 2002 during which some of the members disappear. In 2015, the remaining, now adult survivors meet again and return to Rutmoor for a special mission.

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Rezension: Not My Father’s Son von Alan Cumming

Alan Cumming_Not My Fathers Son_300
Titel: Not My Father’s Son
Autor: Alan Cumming
Sprache: Englisch
Format: Hörbuch
Sprecher: Alan Cumming
Anbieter: Harper Audio
erschienen: 07.10.2014
Länge: 06 Std. 28 Min.

Das Hörbuch ist als Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 (regulärer Preis €15,95). Eine Hörprobe findet ihr auf der Produktseite von audible.

Inhalt (audible):

Dark, painful memories can be like a cage. Or, in the case of Alan Cumming, they can be packed away in a box, stuck in the attic to be forgotten. Until one day the box explodes and all the memories flood back in horrible detail. Alan Cumming grew up in the grip of a man who held his family hostage, someone who meted out violence with a frightening ease, who waged a silent war with himself that sometimes spilled over onto everyone around him. That man was Alex Cumming, Alan’s father.

When television producers approached Alan to appear on a popular celebrity genealogy show in 2010, he enthusiastically agreed. He hoped to solve a mystery that had long cast a shadow over his family. His maternal grandfather, Tommy Darling, had disappeared into the Far East after WWII. Alan’s mother knew very little about him – he had been a courier, carrying information between battalions on his motorbike. The last time she saw her father, Alan’s mother was eight years old. When she was 13, the family was informed that he had died by his own hand, an accidental shooting.

But this was not the only mystery laid before Alan’s feet. His father, whom Alan had not seen or spoken to for more than a decade, reconnected just before filming for Who Do You Think You Are? began. He had a secret he had to share, one that would shock his son to his very core and set into motion a journey that would change Alan’s life forever.

Zum Hörbuch:

Wer ist denn Alan Cumming? Das werden sich einige von euch fragen. Nun, er ist ein schottischer Schauspieler und Hörbuchsprecher. In Deutschland kennt man ihn am ehesten aus der US-Serie ‚The Good Wife‘ als Kampagnenmanager Eli Gold und als ‚Nightcrawler‘ im Kinofilm ‚X-Men 2‘. Am Broadway stand er bereits singend und tanzend in ‚Cabaret‘ auf der Bühne, und derzeit beeindruckt er dort in einer Ein-Mann-Performance von ‚Macbeth‘. Apropos ‚Macbeth‘ – seine fulminante Lesung des Hörbuch’s ‚Macbeth: A Novel‘ solltet ihr ebenfalls kennen. Das war jedenfalls meine erste, prägende Berührung mit Alan Cumming und machte mich zum Fan.

Wer dem Schauspieler in den sozialen Netzwerken und Nachrichten folgt, erlebt eine schillernde, facettenreiche Persönlichkeit, einen selbstbewussten und extrovertierten Mann, der offen zu seiner Bi-Sexualität steht, einen Bühnendarsteller, der bis zur körperlichen Schmerzgrenze alles in seine Performance legt.

1965 in Schottland geboren, legt er jetzt seine Memoiren vor. Obwohl – mit der üblichen Selbstbeweihräucherung und dem autobiographischen Blabla der meisten Celebrity bios hat das hier GAR NICHTS zu tun. Zwar erfährt man ein bisschen über Alan’s Werdegang, aber das wirklich nur nebenbei. Dreh- und Angelpunkt seiner zwischen Kindheit und Gegenwart hin- und herspringenden Erinnerungen ist die Beziehung zwischen Cumming und seinem Vater.
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‚Best of 2014‘: TV-Serien

Ja, ich weiß. Das hier ist ein Buchblog. Aber auch ich lege ab und an mal den Lesestoff an die Seite und gönne mir eine gute TV-Serie. Das passiert dann meist anfallsartig, per DVD oder Stream und hat mit deutschem Fernsehen in der Regel nichts zu tun (außer, es ist ein ‚Polizeiruf‘ mit Sascha Bukow). Die besten Serien werden nunmal einfach vom amerikanischen Pay-TV und der guten alten britischen BBC gemacht. Womit sich, zumindest in einem Fall, der Kreis zur Literatur wieder schließt.

Hier sind sind meine Top 5 TV-Serien:

5. Platz

Game of Thrones

Die Umsetzung der epischen Fantasy-Saga von Autor George R.R. Martin ist einer der seltenen Fälle, in denen mir die Verfilmung besser gefällt als die Bücher. Während die Vorlagen sich von Band zu Band immer mehr zerfasern zwischen den vielen Erzählperspektiven, Schauplätzen, Geschichten und Königshäusern, komprimiert die von HBO produzierte Serie die Handlung zu einer packenden, düster schillernden Mittelalter-Fantasy mit hochkarätigen Schauspielern und Cinematographie von Kinoformat. Dass die Serie bei mir ’nur‘ auf Platz 5 landet, liegt an dem allmählich zum Selbstzweck werdenden und grausamen Niedermähen geliebter Hauptfiguren, für das George R.R. Martin inzwischen berüchtigt ist.

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