„Westwall“ von Benedikt Gollhardt

Westwall von Benedikt GollhardtTitel: Westwall
Autor: Benedikt Gollhardt
Format: Hörbuch (mp3 CD)
Verlag: der Hörverlag
erschienen: 25.03.2019
Länge: 11:40 Std., leicht gekürzte Lesung

Vielversprechendes deutsches Thriller-Debüt

Selten finde ich mal einen neuen Thriller, der nicht nach einem der vielen, bereits abgewetzten üblichen Schemata abläuft. Noch seltener: interessante deutsche Thriller. Die irren Serienkiller, die brutalen, teils voyeuristischen Psycho-Spielchen bin ich ziemlich leid, und ebenso deutsche Versuche, mit einem kaputten, grenz-depressiven Kommissar die skandinavischen Noir-Krimis kopieren zu wollen. Das liegt vielleicht an mir, aber auch an der Übersättigung des Marktes mit derartigen Thrillern.

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Im Dschungel der fehlenden Gefühle: „Das Volk der Bäume“ von Hanya Yanagihara

Im Dschungel der fehlenden Gefühle: Das Volk der Bäume von Hanya YanagiharaTitel: Das Volk der Bäume
Originaltitel: The People In The Trees
Autorin: Hanya Yanagihara
aus dem Englischen von Stephan Kleiner
Format: Hörbuch mp3-CD’s
Sprecher: Gunter Schoß, Matthias Bundschuh
Verlag: Hörbuch Hamburg
erschienen: 01.02.2019
Länge: 1075 Min., ungekürzte Lesung

Inhaltsangabe:

Der junge Arzt Norton Perina begleitet in den 50ern eine anthropologische Forschungsreise nach Mikronesien, auf die südpazifische Inselgruppe Ivu’ivu. Dort macht er eine unglaubliche Entdeckung: Einige Mitglieder des Inselvolks sind uralt, körperlich aber jung geblieben. Dafür ist ihr Geist völlig zerfallen. Das Phänomen führt er auf den Verzehr einer Schildkrötenart zurück. Hat Perina einen Weg zur Unsterblichkeit entdeckt? Er erforscht das sog. „Selene-Syndrom“, wird von der Wissenschaft gefeiert, während Ivu’ivu überrollt wird. Und dann beginnt Norton, auf seinen Reisen in den Pazifik immer mehr verwahrloste Kinder zu adoptieren. Jahrzehnte später beschuldigt ihn einer der Jungen der Vergewaltigung, und es kommt zur Verurteilung.

Zum Hörbuch:

Die Handlung:

Der Prolog, von einem loyalen (und fiktiven) Kollegen Perina’s erzählt, nimmt die gesamte Handlung dieser ebenfalls fiktiven Autobiografie vorweg, die aus Perina’s eigener Sicht, in Ich-Perspektive erzählt wird – seine im Gefängnis geschriebene Lebensbeichte. Wir wissen sofort, was passieren wird.
Und so geht man mit dem Wissen in dieses Buch, dass man sich in den Kopf eines Monsters und gefeierten Wissenschaftlers zugleich begibt. Die Frage ist nicht mehr so sehr: Was ist passiert? Sondern: Wie beurteilen wir diesen Mann?
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Hörbuch-Challenge 2013: hören – genießen – rezensieren

HBCBadge_durchsichtig_ganzkleinDas kann einem Hörbuch-Junkie wie mir ja nur gerade recht kommen: Die liebe Karla von buchkolummne veranstaltet in diesem Jahr erstmals eine Hörbuch-Challenge!

Ich bin ja immer neidisch auf die ganzen Bücher-Challenger. Weil ich so wenig dazu komme, mich hinzusetzen und ein Buch zu lesen, greife ich meist zur Hörbuchversion. Besser beim Rumrennen hören als gar nicht lesen, oder?

Was als Notlösung begonnen hat, ist mittlerweile zur großen Liebe geworden: Hörbücher, so habe ich begriffen, sind nicht minderwertig gegenüber ‚echten‘ Büchern, sondern – ganz im Gegenteil – hohe Kunst! Die Sprecher brauchen Talent, Durchhaltevermögen und das ‚gewisse Etwas‘, um aus einem Hörbuch echtes Kopfkino zu machen. Außerdem helfen englische Hörbücher bestens dabei, meine Sprachkenntnisse auf Trab zu halten!

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Rezension: ‚Lehrerkind – Lebenslänglich Pausenhof‘ von Bastian Bielendorfer

Titel: ‚Lehrerkind – Lebenslänglich Pausenhof‘

Autor: Bastian Bielendorfer

Sprache: Deutsch

Format: Hörbuch-Download von audible.de für €9,95 im Flexi-Abo

Länge: 3 Std 55 min (gekürzt)

Hörprobe

Beschreibung (audible):

„Liebe Kinder, das ist euer neuer Mitschüler Bastian, der Sohn eures Deutschlehrers“, stellte mich unser Klassenlehrer vor. Übersetzt bedeutete das allerdings: „Liebe Kinder, dieser dicke Junge, der Missing Link zwischen Knabenbusen und Herrentorte, ist der neue Spitzel des Lehrerzimmers. Wir haben ihn vorsorglich mit einem T-Shirt ausgestattet, auf dem das Wort „Opfer“ in Neonfarben aufgedruckt ist, damit ihr ihn auch bei schlechten Lichtverhältnissen zünftig vermöbeln könnt.“ Lusche, Mädchen, Spion… ich hatte verschissen.

Der Überraschungsbestseller endlich als Hörbuch – gelesen vom Autor, mit Bonustracks und Korrekturhilfen von Oberstudienrat Bielendorfer.

Zum Hörbuch:

Man muss nicht (so wie ich) das Schicksal des Autors teilen und selbst Lehrerkind sein, um dieses Hörbuch amüsant zu finden. Wenn man unter der kritischen, rhetorisch einwandfreien Hand von Lehrern aufgewachsen ist, verleiht die gemeinsame Erfahrung dem Anhören von LEHRERKIND einen ganz besonderen Reiz, ja. Aber es reicht vollkommen, schon einmal in einer deutschen Schule eingesessen zu haben, um Bielendorfers Anekdoten über Lehrer, Schüler und Eltern oft schmunzelnd und manchmal laut lachend folgen zu können.

In einer Ansammlung von kurzen Kapiteln verfolgt der Hörer Bastians Leidensweg durch die Schulzeit bis ins Erwachsenenleben. Und man muss wirklich Mitleid haben: Nicht nur, dass die Eltern des kleinen, pummeligen, unsportlichen Bastian beide Lehrer sind, nein – sein Vater ist auch noch Oberstudienrat am Gymnasium, das Bastian besucht und – oh Gott! – unterrichtet seine Klasse! Mit anderen Worten: Bastian ist von Anfang an unten durch und dazu noch Opfer regelmäßiger süffisanter Bloßstellungen durch den eigenen Vater. Ist doch schön, wenn man schon morgens um acht vor den Mitschülern mit den tragischsten Versagerfiguren der klassischen Literatur verglichen wird!

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Rezension: ‚Nennt mich nicht Ismael!‘ von Michael Gerard Bauer

Titel: ‚Nennt mich nicht Ismael!‘
(Originaltitel: ‚Don’t call me Ishmael‘)

Autor: Michael Gerard Bauer

Sprache: Deutsch (Originalsprache: Englisch)

Sprecher: Jens Wawrczeck

Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo (ohne Abo € 10,95)

Länge: 5 Std 32 min

Hörprobe

Inhaltsangabe (audible):

Sprache ist mächtiger als Fäuste. Hausaufgaben, Mobbing, Liebeskummer – mal abgesehen von den üblichen Schulproblemen trifft Ismael ein besonderes Schicksal: Sein Vorname macht ihn zum Gespött der Mitschüler. Zu allem Übel kann sein Vater nicht oft genug betonen, wie ihn die Lektüre von Moby Dick auf diesen Namen gebracht hat. Ismaels Reaktion: Abtauchen! Das ändert sich, als James Scobie in die Klasse kommt. Er hat seine ganz eigene Waffe gegen Klassenrowdys: die Sprache. James gründet einen Debattierclub. Auch Ismael soll mitmachen. Doch der hat panische Angst. Aber mit Hilfe seiner Freunde steht Ismaels überraschendem Redebeitrag bald nichts mehr im Wege. Und die Tür für ein Gespräch mit der bezaubernden Kelly Faulkner ist so offen wie nie…

Zum Hörbuch:

Ja, es handelt sich um ein Hörbuch für Kinder bzw. Jugendliche. Das hat diesmal aber nichts mit den vielen YA-Fantasy-Romanen zu tun, die derzeit auch gut und gerne von Erwachsenen verschlungen werden, und manchmal auch von mir. Wer mich ein bißchen kennt, der weiß, dass ich große Teile meiner Nachmittage mit dem Herumkutschieren von Kindern verbringe. Und dabei hören wir inzwischen gerne zusammen Hörbücher, die für die ganze Familie geeignet sind. Wie dieses hier!

Auf NENNT MICH NICHT ISMAEL bin ich in der ‚Hörbuch-Bibel‘, herausgegeben vom ‚Bücher Magazin‘ gestoßen. (Schaut da bloß nicht rein – euer Hörbuch-Wunschzettel wird sich sofort um mehrere hundert Hörbücher erweitern…) Auch die Hörprobe bei audible fand bei allen Beteiligten (Mama – Sohn,13 – Tochter,11) Zustimmung. Also rein ins Auto und Ismael mitgenommen!

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Rezension: ‚Zorn – Tod und Regen‘ von Stephan Ludwig

Titel: ‚Zorn – Tod und Regen‘

Autor: Stephan Ludwig

Sprache: Deutsch

Sprecher: David Nathan

Format: Audio-CD, z.B. von fischerverlage.de für € 19,95

Länge: ca. 467 min (das sind fast 8 Std)

Inhaltsangabe:

Polizeibeamte finden Spuren eines brutalen Verbrechens, aber keine Leiche. Hauptkommissar Claudius Zorn wird vom Staatsanwalt mit den Ermittlungen
betraut – leider! Das erste Kapitalverbrechen seit Jahren bedeutet für den ehrgeizlosen Kommissar jede Menge Arbeit. Zorn und sein gewitzter Assistent Schröder entdecken schließlich die Leiche einer Frau. Ihr Mörder hat sie zu Tode gequält, ihr aber offenbar vorher Schmerzmittel verabreicht – warum? Wer hat den Beamten ein Video als Beweismittel gemailt? Und wer will gleichzeitig unbedingt verhindern, dass die Ermittler die Identität der Toten klären? Zorn und Schröder haben noch immer keinen Verdächtigen, als plötzlich ein weiterer Mord geschieht …

Zum Hörbuch:

Selten haben sich spritziger Humor und grausame Morde in einem deutschen Thriller so die Hand gegeben wie in diesem Hörbuch. Nein, was habe ich gelacht – um kurz darauf Gänsehaut meine Arme hoch kriechen zu spüren. Und dann lässt Stephan Ludwig seine Serienmörder-Story auch noch um ein Ermittlerduo kreisen, wie ich es hierzulande noch nicht erlebt habe: Claudius Zorn und ‚der dicke Schröder‘ sind einfach nur der Hammer!

Aber von Anfang an:

Es beginnt mit einem grausigen Mord, gesehen durch die Augen des Opfers. Eiskalte Sprache und harte Distanzlosigkeit lassen dem Hörer die Haare zu Berge stehen. David Nathan, the one and only, tut durch seine abgebrühte Erzählung sein Übriges dazu (hierzu später mehr). Gut gefallen hat mir die zunächst starke Haltung des Opfers, und ein herrlicher Moment von ‚comic relief‘ inmitten des Grauens, als ein Vergleich zu einem gewissen amerikanischen Schauspieler gezogen wird. Ihr werdet auch grinsen, wenn ihr an der Stelle ankommt.
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Rezension: ‚Daughter of smoke and bone‘ #1 von Laini Taylor

Titel: ‚Daughter of smoke and bone‘ (Teil 1)
(dt. Titel: ‚Daughter of smoke and bone: Zwischen den Welten‘)

Autorin: Laini Taylor

Sprache: Amerikanisch

Sprecherin: Christine Hvam

Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo (Normalpreis € 15,95)

Länge: 12 Std 32 min (ungekürzt), incl. Interview mit der Autorin

Hörprobe

“She had been innocent once, a little girl playing with feathers on the floor of a devil’s lair. She wasn’t innocent now, but she didn’t know what to do about it. This was her life: magic and shame and secrets and teeth and a deep, nagging hollow at the center of herself where something was most certainly missing.”
― Laini Taylor, Daughter of Smoke and Bone

Inhaltsangabe (von audible.de):

Karou ist jemand ganz Besonderes. Sie hat blaue Haare so glänzend wie Seide und filigrane Tattoos. Sie ist in den düsteren Gassen Prags genauso zu Hause wie auf den Märkten von Marrakesch. Und sie spricht fast alle Sprachen der Welt, nicht nur die der Menschen. Doch Karou hat ein Geheimnis. Manchmal verschwindet sie für Tage, ohne jemandem zu sagen wohin. Außerdem kennt nicht einmal sie selbst ihre wahre Herkunft. Als sie Akiva mit den feuerfarbenen Augen trifft, beginnt eine Liebe, deren Wurzeln tief in eine gewalttätige Vergangenheit reichen. Und Karou muss mehr über sich erfahren, als sie sich jemals hätte vorstellen können…

Zum Hörbuch:

Dieses Hörbuch war eine Empfehlung von Kelli @oddiophile, auf meine Nachfrage nach etwas ‚Literarischem, gerne auch Fantasy, aber ohne Vampire!‘ Das Label ‚YA‘ (was hierzulande etwas unpassend ‚Jugendbuch‘ heisst), machte mich skeptisch, aber Inhaltsangabe und  Hörprobe waren verheißungsreich.

Unterlegt mit poppig-ätherischer Musik, stellt das Intro ins Hörbuch schon mal eins klar:

‚Once upon a time, an angel and a devil fell in love. It did not end well.‘

Wir erfahren also direkt, dass mit Friede, Freude, Eierkuchen am Ende nicht zu rechnen ist – was bei einem so gegensätzlichen ‚Paar‘ auch einleuchtet. Natürlich hört sich das auch etwas klischeehaft an, nach romantischem Drama und Schwarz-Weiß-Malerei. So einfach kommt es allerdings nicht.

Karou wird uns vorgestellt. Auf dem Weg zur Kunstschule, die die 17jährige in Prag besucht, muss sie sich augenrollend mit ihrem nervigen Ex-Freund Kazimir auseinander setzen. Es kommt zu einigen recht lockeren, neckischen Szenen, die vor allem die Zielgruppe des Hörbuchs ansprechen. Wir lernen Karou’s Freundin Zuzanna kennen (die von Hvam mit entzückend tschechischem Akkzent gesprochen wird), und kleine, aber nicht näher erklärte Einblicke in Karou’s Leben wecken große Neugier. Warum sind ihre Haare tatsächlich blau? Was hat es mit den Tatoos auf ihrem Körper auf sich? Und wie funktioniert das mit ihrer Halskette, deren Perlen sich in die Erfüllung kleiner Wünsche verwandeln lassen? Die phantasievollen Figuren, die Karou in ihrem Skizzenbuch zeichnet, sind, so ahnt man, nicht nur ihrer Einbildung entsprungen. Und warum, um Gottes Willen, sammelt sie Zähne?! Sie verbirgt ein geheimnisvolles Doppelleben vor ihren Freunden, das ist klar.
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‚Abscheu‘ von Esther Verhoef

Titel: ‚Abscheu‘
(niederländischer Originaltitel: ‚Alles te verliezen)

Autorin: Esther Verhoef

Sprache: deutsch

Sprecherin: Cathrin Bürger

Format: Hörbuch-Download von audible.de für €9,95 im Flexi-Abo (Normalpreis € 19,95)

Länge: 8 Std 16 min (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe (von audible.de):

Sie dachte, ihr Leben wäre perfekt – bis sie ihre eigene Todesanzeige in Händen hält. Doch wer plant ihren Mord? Wer will ihr Glück zerstören? Der attraktiven Claire scheint es an nichts zu fehlen. Sie wohnt mit ihrer Familie in einem restaurierten Bauernhof an einem der idyllischsten Orte der Niederlande. Ihr Ehemann ist ein einflussreicher Immobilienmakler. Den beiden Kindern kann sie jeden Luxus bieten. Und ihr Freundeskreis ist erlesen. Doch Claires Leben ist nicht so makellos, wie sie vorgibt. Kennt jemand ihr dunkles Geheimnis? Das Geheimnis, das sie niemandem anvertraut hat. Nicht einmal ihrer eigenen Familie. Und dabei soll es bleiben, koste es, was es wolle…

Zum Hörbuch:

Es gab zwei Gründe, warum ich mir dieses Hörbuch herunter lud, und der erste davon war vielleicht ein bisschen idiotisch: ABSCHEU beginnt mit einem Zitat aus einem meiner Lieblingssongs, ‚Supergirl‘ von Reamonn. Das machte mich neugierig. Mindestens ebenso wichtig war aber, dass es sich um den neuen Thriller einer Autorin handelte, von der ich noch gar nicht gehört hatte: Esther Verhoef. Da ich gerne Thriller lese und Verhoef laut kurzer Recherche schon mehrere Bücher erfolgreich veröffentlicht hatte, wunderte ich mich, ihren Namen nicht zu kennen. Ich schob das einfach auf die Tatsache, dass es sich um eine Autorin aus den Niederlanden handelte. Noch ein Grund, ABSCHEU mal zu testen!

Los ging’s also, und zwar mit ‚Supergirls don’t cry…‘, und dann der Suggestiv-Überschrift des 1. Kapitels: ‚Todesanzeigen‘. Eine solche wird vorgelesen, und es geht um das Ableben der Ehefrau und Mutter Claire van Sant Foort. Keine weitere Erklärung. Einfach nur die Todesanzeige (die in der gedruckten Ausgabe vermutlich abgebildet ist?).
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‚There is no dog‘ von Meg Rosoff

Titel: ‚There is no dog‘
(dt. Titel: ‚Oh. Mein. Gott.‘, Erscheinungsdatum 23.8.2012)

Autorin: Meg Rosoff

Sprache: Englisch

Sprecher: Richard Coyle

Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo (Normalpreis €16,95)

Länge: 6 Std 39 min (ungekürzt)

Hörprobe

“Perhaps the way to succeed is to think of life on Earth as a colossal joke, a creation of such immense stupidity that the only way to live is to laugh until you think your heart will break.”
-Meg Rosoff, There is no dog

Inhaltsangabe:

Am Anfang war die Erde wüst und leer – und dann kam ‚Bob‘, auf ewig 19, planlos, selbstsüchtig und immer nur an das Eine denkend. Seine spielsüchtige Mutter Mona hatte die Erde – einen kleinen, nichtssagenden, unattraktiven Planeten irgendwo in der uncoolen Ecke des Universums – in einer Pokerpartie gewonnen und die Verantwortung an ihren Sohn weitergereicht. Niemand sonst wollte den Job. Mit jugendlicher Naivität, Arroganz und einer fatalen Lese-Rechtschreib-Schwäche machte Bob sich ans Werk und schuf Tag und Nacht, die Meere und das Land, die Pflanzen, die Tiere und schließlich den Menschen (unglücklicherweise nach seinem Abbild). Das alles in nur sechs lausigen Tagen. Keine Wunder, dass das nicht gut gehen konnte!

Und jetzt hat Bob sich mal wieder verliebt – in Lucy, eine Zoowärter-Assistentin. Es bleibt Mr. B, Bob’s leidgeprüftem Assistenten, überlassen, Gotts dahin gepfuschte Schöpfung angesichts des hormonellen Ausnahmezustands ihres Gottes vor Schlimmerem zu bewahren. Und dann ist da auch noch die Sache mit Eck, Bob’s einzigartigem Haustier…

Zum Hörbuch:

Die Ausgangssituation ist schon mal skurril genug: Gott ist ein ewig pubertierender 19jähriger, der mehr mit seinem Geschlechtstrieb beschäftigt ist als mit den Problemen seiner Schöpfung. Die hat er auch völlig plan- und ahnungslos so dahin gewichst, bis er sah, dass es cool war – ohne das Eingreifen seines dauerfrustrierten Assistenten Mr. B hätte allerdings nichts funktioniert. Noch nicht einmal das Licht hat er ohne Mr. B hinbekommen: Nach leuchtendem, aber leider toxischem Nebel und Feuer, das die Erde bedauernswerterweise von innen heraus in Toast verwandelt hat, musste erst Mr. B kommen und Tag und Nacht schaffen.
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‚Blackout‘ von Marc Elsberg

Titel: ‚Blackout – Morgen ist es zu spät‘

Autor: Marc Elsberg

Sprache: deutsch

Sprecher: Steffen Groth

Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo (Normalpreis €29,95)

Länge: 22 Std 3 min (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe (von audible.de):

Zuerst ging das Licht in Italien aus. Dann brechen in ganz Europa die Stromnetze zusammen, die Kraftwerke schalten sich ab. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht zu den Behörden durchzudringen – erfolglos. Als der Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, tauchen plötzlich dubiose E-Mails auf seinem Computer auf. Er gerät selbst unter Verdacht, und ihm wird klar, dass sie gegen einen ebenso verschlagenen wie unsichtbaren Gegner kämpfen. Unterdessen herrscht Finsternis in Europa, und die Menschen stehen vor ihrer größten Herausforderung: Überleben.

Zum Hörbuch:

Eine Anfangsszene ganz nach meinem Geschmack: Ohne langwieriges Vorgeplänkel geraten wir in die Dramatik eines Autounfalls, als ‚Beifahrer‘ einer der Hauptfiguren von BLACKOUT. Der Mailänder Piero Manzano kommt mit einer Platzwunde davon, als plötzlich die Ampeln ausfallen und Autos um ihn rum ineinander krachen – im Gegensatz zu den Toten bzw. Schwerverletzten, denen er zur Hilfe zu eilen versucht. Eine plastisch geschriebene, packende Szene.

Danach geht es weiter in einer italienischen Stromnetz-Schaltzentrale. Aus heiterem Himmel färben sich auf den Bildschirmen immer mehr Gebiete erst gelb, dann rot, als innerhalb von Minuten in ganz Italien der Strom ausfällt. Weitere Länder folgen. Als hätte jemand das Licht ausgeknippst, sitzt der Großteil von Europa plötzlich im Dunkeln.
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