Rezension: ‚The Art Forger‘ von B.A. Shapiro

Titel: ‚The Art Forger‘

Autorin: B.A. Shapiro

Sprache: Amerikanisch

Sprecherin: Xe Sands

Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo

Länge: 10 Std (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe:

Claire Roth ist eine junge Malerin und kämpft in Boston um berufliche Anerkennung und finanzielles Überleben. Unfraglich hat sie Talent, ist durch eine vergangene Liebesbeziehung zu ihrem Mentor und deren unglückliche Folgen jedoch künstlerisch in Verruf geraten. Sie hält sich mit dem Anfertigen von Reproduktionen über Wasser und holt sich persönliche Erfüllung beim Unterrichten jugendlicher Straftäter in Malerei.

Da macht ihr der Galerist Aidan Markel ein verführerisches, aber illegales Angebot: Sie soll ein berühmtes Gemälde von Degas fälschen, das als verschollen galt, seit es 1990 bei einem spektakulären Kunstraub aus einem Bostoner Museum gestohlen wurde. Im Gegenzug winken ihr viel Geld und eine eigene Ausstellung ihrer Werke in Markel’s renommierter Galerie. Als der Degas schließlich in Claire’s Studio steht und sie sich an die Arbeit macht, kommen der Künstlerin Zweifel…

Zum Hörbuch:

Da dachte ich, ich habe ein unbekanntest Juwel von einem Buch entdeckt, das noch kaum einer kennt, und jetzt schießt THE ART FORGER auf der NYT Bestsellerliste nach oben und ist einer der November-Tipps von Oprah Winfrey persönlich! Nun ja. Hierzulande zumindest dürfte das ‚unbekannt‘ noch zutreffen, bevor THE ART FORGER in deutscher Übersetzung zu haben ist.

Verführerisch an diesem Hörbuch sind gleich mehrere Aspekte: Da ist das Thema ‚Malerei‘ samt zugehörigem Kunstbusiness. In einen Roman verpackt, der auch für den Unversierten in dieser Thematik geeignet ist, kommt das ja nicht allzu oft vor. Ebenfalls steckt eine Liebesgeschichte (oder auch mehrere) in THE ART FORGER, die das Element des Betrugs wunderbar aufgreift und variiert. Und zuguter Letzt hat B.A. Shapiro einen spannenden Bezug zur Wirklichkeit geschaffen: Der besagte Kunstraub hat sich 1990 im Gardner Museum in Boston tatsächlich ereignet, und er gilt bis heute als einer der spektakulärsten, unaufgeklärten Kunst-Kriminalfälle überhaupt.

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Rezension: ‚Rivers of London‘ (Midnight Riot, Peter Grant #1)

Titel: ‚Rivers of London‘ (Midnight Riot, Peter Grant #1)

(dt. Titel: ‚Die Flüsse von London‘)

Autor: Ben Aaronovitch

Sprache: Englisch

Sprecher: Kobna Holdbrook-Smith

Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo

Länge: 9 Std 58 min (ungekürzt)

Hörprobe

„So magic is real,“ I said. „Which makes you a…what?“

„A wizard.“

„Like Harry Potter?“

Nightingale sighed. „No. Not like Harry Potter.“

„In what way?“

„I’m not a fictional character.”

Inhaltsangabe (audible):

Der frischgebackene Police Constable Peter Grant war schon immer irgendwie anders. Wie anders erfährt er selbst erst, als er zum Tatort eines grausamen Mordes beordert wird und pflichtbewusst beginnt, einen Zeugen zu befragen, der sich jedoch ziemlich schnell als Geist herausstellt. Von da ab wird Peters Leben kompliziert, denn Inspector Thomas Nightingale, Exzentriker, Jaguar-Fahrer und letzter Zauberer Englands macht ihn kurzerhand zu seinem Lehrling. Eine zauberhafte Aufgabe, die Peters Wissen über Verbrechensbekämpfung, Latein und das Leben an sich auf die Probe stellt.

Zum Hörbuch:

RIVERS OF LONDON ist ziemlich abgefahren. Es ist ein wilder Mix aus moderner Urban Fantasy, Krimi und Magical Realism. Und sehr, sehr Englisch. Man muss einen Sinn für Schräges besitzen, um diese Geschichte zu mögen. Tut man das, ist dieser Auftaktband der Serie um Constable Peter Grant ein köstlicher Trip in die magische Unterwelt des modernen London nebst Aufklärung eines ungewöhnlichen Kriminalfalls.

Der Beginn zieht mich jedenfalls direkt in den Bann. Ich fühle mich wie in einer der aktuellen BBC-Krimiserien, als Constable Grant mit Kollegin Lesley May den Tatort eines Mordes sichert und nach Zeugen Ausschau hält. Dann wird es schnell seltsam. Der merkwürdig gekleidete Zeuge, den Grant für einen Straßenkünstler hält ist, nach eigenem Bekunden schon lange tot und auch ‚fucking transparent‘. Eine Tatsache, die Peter mit Erstaunen, aber mit der für ihn typischen Selbstbeherrschung und Coolness hinnimmt. Nur weil er jetzt den Verstand verloren habe, kommentiert Constable Grant, sei das kein Grund, auf eine ordentliche Zeugenbefragung zu verzichten. Und tut pflichtbewusst seinen Job.

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Rezension: ‚Thirteen reasons why‘ von Jay Asher

Titel: ‚Thirteen reasons why‘

(dt. Titel: ‚Tote Mädchen lügen nicht‘)

Autor: Jay Asher

Sprache: Amerikanisch

Sprecher: Joel Johnstone, Debra Wiseman

Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo

Länge: 6 Std 24 min (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe:

Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf Play und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon…

Zum Hörbuch:

Put me underneath God’s sky and know me
Don’t just see me with your eyes
Take away this mask of flesh and bone
And see me for my soul alone

Anhand der Inhaltsangabe war mir völlig klar, welche Emotionen ich beim Hören von THIRTEEN REASONS WHY durchlaufen würde. Vor allem würde ich vor Mitgefühl für Hannah zerfließen und wütend sein auf diejenigen, die sie in den Selbstmord getrieben haben.

Oh, was lag ich falsch.

Tatsächlich verbrachte ich einen Großteil des Buches damit, furchtbar wütend auf Hannah zu sein und tiefstes Mitgefühl für den armen Clay zu empfinden. Aber der Reihe nach.

Das Buch wechselt zwischen Clay’s und Hannah’s Ich-Erzählung ab, wobei Hannah in ihren Tonbandaufnahmen zu Worte kommt und wir Clay folgen, der sich die Bänder anhört. Gott sei Dank hat Asher sich für diese Zweiteilung der Perspektive entschieden. Sie ist so wichtig, um beide Seiten zu erzählen: Hannah’s heranreifenden Entschluss zum Suizid; und Clay’s Reaktion als ahnungsloser, schockierter Beteiligter.  Es ist  – für mich überraschend – nicht Hannah, die dem Leser/Hörer als Identifikationsfigur dient, sondern Clay. Mit ihm gemeinsam versuchen wir zu verstehen, wie es zu Hannah’s Entscheidung gekommen ist, und mit ihm durchlaufen wir eine Achterbahn der Gefühle.

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‚Click-Clack the rattlebag‘ von Neil Gaiman

Titel: ‚Click-Clack the Rattlebag‘

Autor: Neil Gaiman

Sprache: Englisch

Sprecher: Neil Gaiman

Länge: 12 min

Format: Hörbuch-Download von audible.de kostenlos bis 31.10.2012 im Rahmen einer Spendenaktion!

Über die kostenlose Spenden-Downloadaktion:

Eine kleine, feine Halloweenaktion haben sich Neil Gaiman und Audible da zusammen ausgedacht. Und ich finde sie so gut für alle Beteiligten, dass ich hier ganz freiwillig dafür die Werbetrommel rühre. Bis zum 31.10.’12 kann man CLICK-CLACK nämlich (weltweit!) kostenlos bei Audible runterladen, und je mehr Downloads, desto mehr Geld spendet Audible über DonorsChoose.org für wohltätige Zwecke im Bereich Bildung.

Nähere Infos dazu hier

Zur Hör-Geschichte:

Zum tatsächlichen Inhalt der Geschichte schweige ich. Aus Gründen.

In 12 kurzen Minuten inkl. eines ‚Vorwortes‘ von Neil Gaiman erzählt der Autor selbst eine clevere kleine Gruselgeschichte, die wunderbar zu Halloween und der düster-umwindeten Zeit um Allerheiligen passt. Kurz, scheinbar simpel geht es nett und atmosphärisch zu, und man glaubt schon, das Ganze wäre auch etwas für Grundschulkinder.

Bis die Geschichte dann am Schluss eine unerwartete Wendung nimmt und sich einem plötzlich die Nackenhaare aufstellen…

Toll gesprochen von Neil Gaiman, der ebensogut als reiner Hörbuchsprecher anheuern kann, falls das mit dem Schreiben mal nicht mehr klappt. ;) Seine dunkle Stimme, das schöne Englisch und die deutliche Aussprache komplettieren die Gruselatmosphäre und sorgen für problemloses Hörverständnis.

Bestens auch für Hörer geeignet, die ihr Englisch mal testen wollen, bevor sie sich an ein ganzes Hörbuch wagen!

Wer sich diese kleine Halloween-Süßigkeit schnappen möchte, kann das bis zum 31. hier tun: ‚Click-Clack the Rattlebag‘

Und dann freut sich Neil Gaiman, der unter @neilhimself fleißig twittert, über eine Rückmeldung unter dem Hashtag #ScareUs

Fröhliches Gruseln!

Rezension: ‚Wings. Der mysteriöse Mr. Spines‘ von Jason Lethcoe

Titel: ‚Wings. Der mysteriöse Mr. Spines

(Originaltitel: Wings #1 The Mysterious Mr. Spines)

Autor: Jason Lethcoe

Sprache: Deutsch

(Originalsprache: Englisch)

Sprecher: Jens Wawrczeck

Format: Hörbuch-Download von audible.de für €9,95 im Flexi-Abo

Länge: 3 Std 29 min (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe (audible):

Edward ist alles andere als der klassische Heldentyp: Er stottert, geht auf eine Schule für schwer erziehbare Jugendliche und baut am liebsten Kartenhäuser. Dann ist da auch noch diese merkwürdige Stelle auf seinem Rücken, die juckt und juckt – bis ihm eines Tages schwarze Flügel wachsen! Von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr so, wie es war. Mit dem mysteriösen Mr. Spines reist er in die Welt nach dem Tod, die von dem finsteren Schakal beherrscht wird. Ob Edward tatsächlich der Sohn eines gefallenen Engels und damit der prophezeite Erlöser ist?

Zum Hörbuch:

Wir brauchten mal wieder ein ‚Familien-Hörbuch‘ für unsere täglichen Hin-und-Her-Fahrten. Am besten eins, bei dem auch Mama (ich) nicht vor Langeweile am Steuer einschläft oder wahlweise genervt ins Lenkrad beisst. Die ‚Hörbuchbibel‚ empfahl WINGS, und – ach nee – gelesen wird es von unserem Herzbuben Jens Wawrczeck. Da konnte ja nicht mehr viel schiefgehen.

Ging es auch nicht.

Seit Harry Potter ist das mit ‚magischen‘ Büchern für Kinder und Jugendliche ja so eine Sache. Dann noch überall die Serien um Vampire oder sonstige Schattengestalten. Nicht leicht, noch eine nicht ausgewetzte Nische zu finden.

Jason Lethcoe also gibt uns Edward, den Engel. Oder vielmehr den Wächter. Oder gefallenen Wächter-Engel. Oder so. Das genau zu verstehen, ist nicht so leicht, aber zunächst einmal müssen Edward seine Flügel ja erst noch wachsen. Zunächst einmal treffen wir ihn also im frühen 20 Jahrhundert an einer grausigen Schule für minderintelligente Flegel. Und es juckt. Edward. Wir empfinden wachsendes Mitleid für den armen Kerl, der sich mit fürchterlichen Lehrern rumschlägt und dazu noch mit zunehmendem Juckreiz zwischen den Schulterblättern.

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Rezension: ‚Der Ursprung des Bösen‘ von Jean-Christophe Grangé

Titel: ‚Der Ursprung des Bösen‘

(frz. Originaltitel: ‚Le Passager‘)

Autor: Jean-Christophe Grangé

Sprache: Deutsch (Originalsprache: Französisch)

Sprecher: Dietmar Wunder

Format: Hörbuch-Download von audible.de für €9,95 im Flexi-Abo

Länge: 21 Std 21 min (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe (audible):

Mathias Freire leidet unter einer rätselhaften Krankheit. Sobald er in Stress gerät, fällt er in Ohnmacht. Und wenn er das Bewusstsein wiedererlangt, ist er ein anderer: Ein neues Ich hat sich formiert, mit einer neuen Vergangenheit, einem neuen Lebensschicksal. Währenddessen sucht die Polizei nach dem Täter einer Serie von Ritualmorden, die allesamt in der Nähe Freires verübt wurden, ohne dass man ihm etwas nachweisen kann. Und wenn nun doch er der Mörder ist? Auf sein Gedächtnis ist kein Verlass. Freire muss einen Weg finden, um seine Vergangenheit zu rekonstruieren. Doch die Suche nach seiner wahren Identität wird zu einem entsetzlichen Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.

Zum Hörbuch:

Am Anfang ist erst mal Stirnrunzeln angesagt. Habe ich mich ins falsche Buch verirrt? Oder hat der Klappentexter beim Verfassen der Inhaltsangabe Unfug fabriziert? Es ist nämlich nicht Mathias Freire, der zu Beginn des Buches ohne Gedächtnis herumläuft und in einen Mord verwickelt zu sein scheint, sondern jemand ganz anderes. Freire dagegen ist der Psychiater, der den armen Kerl zu behandeln versucht. Huch?

Ein Weilchen später richtet sich das aber gerade, und die Inhaltsangabe stimmt zunehmend mit der Handlung überein, so dass ich mich entspannen und anfangen kann, das Hörbuch zu genießen. (Hallo, Klappentexter – ein paar zusätzliche Zeilen zu Beginn der Zusammenfassung hätten dieser unnötigen Verwirrung leicht vorgebeugt!)

Erfreulicherweise folgt genau das, was ich mir erhofft hatte. Aufgeteilt auf zwei Handlungsstränge, die sich kurz kreuzen und am Ende zusammen finden, genieße ich eine ausgiebige Mord-Mystery-Psycho Geschichte nebst Verschwörungen, markanten Hauptdarstellern, Exkursen in Sachen Kunst und griechische Mythologie, und kann mich über ein packendes Finale sowie unerwartete Wendungen freuen.

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Rezension: ‚Der Klavierstimmer‘ von Pascal Mercier

Titel: ‚Der Klavierstimmer‘

Autor: Pascal Mercier

Sprache: Deutsch

Sprecher: Stephan Schad, Marlen Diekhoff, Ulrike Grote, Boris Aljinovic, Walter Kreye

Format: Audio CDs

Laufzeit: 7 Std. 58 min (gekürzt)

Inhaltsangabe (libri):

Mord in der Berliner Staatsoper: der berühmte italienische Tenor Malfitano wird im dritten Akt von Puccinis Tosca erschossen. Der Täter: ein stadtbekannter Klavierstimmer und Meister seines Fachs, der schon in Karajans Diensten stand. Wie konnte es zu diesem unfassbaren Geschehen kommen? Die Kinder des „Mörders“, die Zwillinge Patrice und Patricia, reisen überstürzt nach Berlin. Jahre zuvor waren sie vor ihrer inzestuösen Liebe an verschiedene Enden der Welt geflohen. Ihr Wiedersehen und die unbegreifliche Schuld des Vaters führen zu einer radikalen Umkehr. Während sie schreibend ergründen, was ihren Vater, der eigentlich ein glückloser Opernkomponist war, zur Waffe greifen ließ, begegnen sie einander in einem befreienden Akt des Erinnerns.

Zum Hörbuch:

Zwei Herzen schlagen in meiner Brust, wenn ich dieses Hörbuch bewerte. Das eine flattert vor Glück über den sorgsamen, sinnlichen und eleganten Schreibstil, mit dem Mercier beeindruckt. Jeder Satz ist wohl überlegt und formuliert, das hört man. Die Sprachmelodie, die besonders im Hörbuch exzellent zum Ausdruck kommt, hat – sehr passend zur Thematik des Romans – den Rhytmus einer musikalischen Komposition. Merciers Sprache schwelgt und zögert, berauscht und betäubt, berührt und betrübt. Das ist hohe Kunst und genau das, was ich unter dem Label ‚literarischer Roman‘ verstehe.

Daher gehört DER KLAVIERSTIMMER auch zu den wenigen Hörbüchern, die ich nicht gut ’nebenbei‘ hören konnte. Anstatt dabei zu kochen oder zu bügeln, musste ich mich tatsächlich hinsetzen und ganz auf das Hörbuch konzentrieren. Sowohl die feinsinnige Sprache als auch die leise, intensive Erzählweise der Sprecher verlangten volle Konzentration, und ich wollte kein Wort verpassen.

Für die Sprache allein gäb’s die Höchstpunktzahl.

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Rezension: ‚Bones are forever‘ von Kathy Reichs

Titel: ‚Bones are forever‘

(erscheint unter dem Titel ‚Knochenjagd‘ am 19.12.2012 auf Deutsch)

Autorin: Kathy Reichs

Sprache: Amerikanisch

Sprecherin: Linda Emond

Format: Hörbuch-Download von audible.de für €9,95 im Flexi-Abo

Länge: 9 Std 43 min (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe (amazon):

Ihr neuester Fall konfrontiert Tempe Brennan, forensische Anthropologin, mit einem albtraumhaften Szenario: In einer verlassenen Wohnung in Montreal findet sich, eingewickelt in ein Handtuch, versteckt unter einem Waschbecken, die Leiche eines Neugeborenen. Schlimmer noch: Neben diesem tauchen noch zwei weitere tote Babys auf. Die fieberhafte Suche nach der Mutter beginnt. Ist sie eine herzlose Mörderin, getrieben von ihren Dämonen? Auf der Flucht vor ihrem Zuhälter? Geriet sie zwischen die Fronten eines Drogenkriegs? Ihre Spur führt Tempe Brennan und ihren Kollegen Andrew Ryan tief in die kanadische Einöde – und in das Revier eines eiskalten Killers, der einen abgründigen, grausamen Plan verfolgt …

Zum Hörbuch:

Tempe und ich sind alte Bekannte. Seit ihrem ersten Fall, TOTE LÜGEN NICHT, (‚Déjà dead‘), sind wir gemeinsam durch viele Höhen und Tiefen, schwierige Fälle, romantische Katastrophen und einige bad hair days gegangen. BONES ARE FOREVER ist der inzwischen 15. Fall, und – sagen wir’s ehrlich – es treten einige Abnutzungserscheinungen auf.

Von der forensisch-anthropologischen Seite her beginnt es gleichwohl spannend als auch tief berührend. Die Babyleichen gehen nicht nur Tempe und den anderen Ermittlern an die Nieren. Diese Szenen gehören tatsächlich zu den erschütternsten aber auch besten des Buches. Hier zeigt Tempe die besten Seiten, die Kathy Reichs ihrem Charakter verliehen hat: mit unglaublicher Zärtlichkeit, Respekt und tiefer Traurigkeit versorgt Tempe die kleinen Leichen. Hier ist eine Figur, die noch genauso mitfühlt und eine genauso große Ethik an den Tag legt wie zu Beginn der Reihe. Etwas, das sie wohltuend von vielen abgestumpften Cops in anderen Buchreihen abhebt.

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Rezension: ‚Memoirs of an Imaginary Friend‘ von Matthew Dicks

Titel: ‚Memoirs of an Imaginary Friend‘

(‚Der beste Freund, den man sich denken kann‘)

Autor: Matthew Dicks

Sprache: Amerikanisch

Sprecher: Matthew Brown

Format: Hörbuch-Download von audible.de für €9,95 im Flexi-Abo

Länge: 10 Std 57 min (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe:

Was ‚unsichtbare Freunde‘ betrifft, hat Budo wirklich Glück: Er existiert schon seit mehr als 5 Jahren, seit ihn sich sein menschlicher Freund Max ausgedacht hat. Außerdem hat er sogar Ohren und kann durch Türen gehen – beides Merkmale, die für unsichtbare Freunde nicht selbstverständlich sind und die er Max zu verdanken hat.

Max ist 8 Jahre alt und nicht wie andere Kinder. Er lässt sich nicht gerne anfassen, isst nicht gerne neue Sachen, und er hat (außer Budo) keine Freunde. Die will er auch gar nicht. Und manchmal, wenn er Angst bekommt, bleibt er tagelang ’stecken‘. Selbst Budo kann ihm dann nicht helfen.

Ansonsten aber ist Budo ein wunderbarer Helfer und immer für Max da. Schwierig wird es, als Max von Mrs Patterson einfach aus der Schule mitgenommen wird und verschwindet. Jetzt geht es für Budo nicht nur darum, Max zu retten, sondern auch sich selbst: Sollte Max aufhören, an ihn zu glauben, bedeutet das auch für Budo das Ende…

Zum Hörbuch:

In Deutschland nicht so weit verbreitet, sind ‚imaginary friends‘ in den Vereinigten Staaten so etwas wie eine Institution. Viele Kinder lassen sich im Kindergarten- und Grundschulalter von ihren persönlichen ‚unsichtbaren Freunden‘ durch Ängste, Einsamkeit und überbordende Phantasie hindurch helfen, bis sie ihnen eines Tages einfach entwachsen. Einige von ihnen erblicken nur für ein paar Stunden, in ‚Notsituationen‘, das Licht der Welt. Andere begleiten ‚ihre‘ Kinder ein paar Jahre lang. Der Abschied von einem solchen erfundenen Freund geschieht oft leise, manchmal aber auch mit Tamtam und offiziellem Zeremoniell.

Budo, der ungewöhnliche Erzähler von MEMOIRS OF AN IMAGINARY FRIEND, ist eine besonders langlebige Version dieser speziellen Art von Begleiter. Er hat ja auch ein spezielles Kind zu behüten: Max ist irgendwo auf dem autistischen Spektrum unterwegs und braucht mehr als alle anderen in seinem Alter einen Freund. Einen, der ihn nicht anfasst, nicht bedrängt, nicht unter Druck setzt oder sich gar über ihn lustig macht. Einen, der ihn genau kennt und weiß, was er braucht. Einen wie Budo.

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Rezension: ‚Lehrerkind – Lebenslänglich Pausenhof‘ von Bastian Bielendorfer

Titel: ‚Lehrerkind – Lebenslänglich Pausenhof‘

Autor: Bastian Bielendorfer

Sprache: Deutsch

Format: Hörbuch-Download von audible.de für €9,95 im Flexi-Abo

Länge: 3 Std 55 min (gekürzt)

Hörprobe

Beschreibung (audible):

„Liebe Kinder, das ist euer neuer Mitschüler Bastian, der Sohn eures Deutschlehrers“, stellte mich unser Klassenlehrer vor. Übersetzt bedeutete das allerdings: „Liebe Kinder, dieser dicke Junge, der Missing Link zwischen Knabenbusen und Herrentorte, ist der neue Spitzel des Lehrerzimmers. Wir haben ihn vorsorglich mit einem T-Shirt ausgestattet, auf dem das Wort „Opfer“ in Neonfarben aufgedruckt ist, damit ihr ihn auch bei schlechten Lichtverhältnissen zünftig vermöbeln könnt.“ Lusche, Mädchen, Spion… ich hatte verschissen.

Der Überraschungsbestseller endlich als Hörbuch – gelesen vom Autor, mit Bonustracks und Korrekturhilfen von Oberstudienrat Bielendorfer.

Zum Hörbuch:

Man muss nicht (so wie ich) das Schicksal des Autors teilen und selbst Lehrerkind sein, um dieses Hörbuch amüsant zu finden. Wenn man unter der kritischen, rhetorisch einwandfreien Hand von Lehrern aufgewachsen ist, verleiht die gemeinsame Erfahrung dem Anhören von LEHRERKIND einen ganz besonderen Reiz, ja. Aber es reicht vollkommen, schon einmal in einer deutschen Schule eingesessen zu haben, um Bielendorfers Anekdoten über Lehrer, Schüler und Eltern oft schmunzelnd und manchmal laut lachend folgen zu können.

In einer Ansammlung von kurzen Kapiteln verfolgt der Hörer Bastians Leidensweg durch die Schulzeit bis ins Erwachsenenleben. Und man muss wirklich Mitleid haben: Nicht nur, dass die Eltern des kleinen, pummeligen, unsportlichen Bastian beide Lehrer sind, nein – sein Vater ist auch noch Oberstudienrat am Gymnasium, das Bastian besucht und – oh Gott! – unterrichtet seine Klasse! Mit anderen Worten: Bastian ist von Anfang an unten durch und dazu noch Opfer regelmäßiger süffisanter Bloßstellungen durch den eigenen Vater. Ist doch schön, wenn man schon morgens um acht vor den Mitschülern mit den tragischsten Versagerfiguren der klassischen Literatur verglichen wird!

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