Rezension: Moriarty von Anthony Horowitz

Moriarty Anthony HorowitzTitel: Moriarty
(dt. Titel: Der Fall Moriarty)
Autor: Anthony Horowitz
Sprache: Englisch
Medium: Hörbuch
Sprecher: Julian Rhind-Tutt (+Derek Jacobi)
Anbieter: Orion Publishing Group
erschienen: 23.10.2014
Länge: 10 Std. 46 Min. (ungekürzt)

Das Hörbuch ist als Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 (regulärer Preis € 31,95). Eine Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audible.

Inhalt (audible):

Sherlock Holmes is dead.

Days after Holmes and his arch-enemy Moriarty fall to their doom at the Reichenbach Falls, Pinkerton agent Frederick Chase arrives in Europe from New York. The death of Moriarty has created a poisonous vacuum which has been swiftly filled by a fiendish new criminal mastermind who has risen to take his place.

Ably assisted by Inspector Athelney Jones of Scotland Yard, a devoted student of Holmes‘ methods of investigation and deduction, Frederick Chase must forge a path through the darkest corners of the capital to shine light on this shadowy figure, a man much feared but seldom seen, a man determined to engulf London in a tide of murder and menace.

Zum Hörbuch:

Oh, ist das clever! Mit der Schlusspointe kommt das Bedürfnis, das ganze Buch gleich nochmal zu hören und, wie Sherlock Holmes, besser aufzupassen.

Aber der Reihe nach. Sherlock Holmes spielt in dieser Geschichte nämlich nicht mit. Sherlock Holmes ist tot. Beruhigt euch! Wer in Arthur Conan Doyles Original-Kanon bewandert ist, weiß natürlich, dass Holmes in ‚The Reichenbach Fall‘ gar nicht wirklich umgekommen ist. Das war nur ein Trick. Aber genau im Anschluss an diesen vorgetäuschten Tod beginnt MORIARTY.

Statt Holmes und Watson (der ebenfalls durch komplette Abwesenheit glänzt) ermitteln diesmal Inspector Athelney Jones von Scotland Yard und Frederick Chase, Privatdetektiv bei Pinkerton’s in New York. Beide haben ihre Gründe: Jones ist seit Jahren begeisterter Anhänger von Sherlock Holmes‘ Ermittlungsmethoden und hat sie ausgiebig studiert. Er möchte nicht nur den Tod seines Idols aufklären, sondern sich auch endlich ebenbürtig mit dem ‚consulting detective‘ fühlen. Chase wiederum möchte verhindern, dass der amerikanische Mega-Verbrecher Clarence Devereux das Macht-Vakuum besetzt, das Moriarty nach seinem Tod in England hinterlassen hat.
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Rezension: The Book Of Strange New Things von Michel Faber

Michel Faber_The Book Of Strange New Things_175Titel: The Book Of Strange New Things
Autor: Michel Faber
Sprache: Britisches Englisch
Format: Hörbuch
Sprecher: Josh Cohen
Anbieter: Canongate Books Ltd
erschienen: 06.10.2014
Länge: 19 Std. 27 Min.

Das Hörbuch ist als Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 (regulärer Preis €20,95). Eine Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audible.

Inhalt (audible):

Peter Leigh is a missionary called to go on the journey of a lifetime. Leaving behind his beloved wife, Bea, he boards a flight for a remote and unfamiliar land, a place where the locals are hungry for the teachings of the Bible – his ‚book of strange new things‘. It is a quest that will challenge Peter’s beliefs, his understanding of the limits of the human body and, most of all, his love for Bea.

Zum Hörbuch:

Das schon mal vorweg: Wer hier spannende SciFi erwartet, ist falsch. GAAANZ FALSCH. Und obwohl um Peter’s Frau Bea auf der Erde alles auseinanderfällt, ist das hier auch kein apokalyptischer Thriller. Wieder GAAANZ FALSCH.

Was das hier ist? Eine ruhige, meditative, seltsame Erzählung, in der es um den Glauben geht, um Nähe und Distanz, um Partnerschaft, Festhalten und Loslassen. Und um Erwartungen, die völlig an dem vorbei gehen, was eintritt.
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Rezension: Bird Box von Josh Malerman

Josh Malerman_Bird Box_175Titel: Bird Box
dt. Titel: Bird Box (erscheint am 16. März 2015 im Penhaligon Verlag)
Autor: Josh Malerman
Sprache: Amerikanisch
Sprecherin: Katharine Mangold
Format: Hörbuch
Anbieter: Harper Collins
erschienen: 27. März 2014
Länge: 07 Std. 51 Min.

Das Hörbuch ist als Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 ( regulärer Preis € 16,95). Eine Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audible.

Inhaltsangabe (audible):

Most people ignored the outrageous reports on the news. But they became too frequent, they became too real. And soon, they began happening down the street. Then the Internet died. The television and radio went silent. The phones stopped ringing. And we couldn’t look outside anymore.

Malorie raises the children the only way she can; indoors. The house is quiet. The doors are locked, the curtains are closed, mattresses are nailed over the windows. They are out there. She might let them in. The children sleep in the bedroom across the hall. Soon she will have to wake them. Soon she will have to blindfold them. Today they must leave the house. Today they will risk everything.

Zum Hörbuch:

Die Idee ist einfach und genial: Scheinbar grundlos attackieren Menschen mit plötzlicher Gewalt ihr Umfeld und bringen sich dann selbst um, auf grausigste Art und Weise, teils mit den eigenen Händen. Schnell kommt das Gerücht auf, dass sie irgendetwas gesehen haben. Aber was? Aus Angst verschanzen sich die Menschen in ihren Häusern, verhängen die Fenster und wagen sich – wenn überhaupt – nur noch mit verbundenen Augen vor die Tür.

Das ist die Welt, in der wir Malorie und ihre beiden 4jährigen Kinder vorfinden. Wir begleiten sie auf dem lebensgefährlichen Weg nach draußen, an einen vermeintlich sicheren Ort, die Augen verbunden, sich nur auf das trainierte Gehör der Kinder verlassend. Im Wechsel erfahren wir rückblickend, was in den letzten vier Jahren geschah: Die ersten Todesfälle, der Zusammenbruch der Gesellschaft, Malorie’s Schwangerschaft, ihr Zusammenleben mit einer Gruppe Überlebender, deren Zerfall.
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Buchsaiten Blogparade 2014

BuchSaiten-Jahresabschluss

Die liebe Katrin vom BuchSaiten-Blog veranstaltet wieder ihre alljährliche Blogparade. Was das ist und wie man mitmachen kann, findet ihr HIER. Ich bin jedenfalls gerne mal wieder mit dabei und beantworte Katrins Jahresabschluss-Fragen:

* Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?

Die Ordnung der Sterne über ComoIch wähle meine Bücher in der Regel gut aus, und deswegen verspreche ich mir eigentlich immer viel von ihnen. Da kommt also nur ein geschenktes Buch in Frage: Mein Mann hatte mich mit ‚Die Ordnung der Sterne über Como‘ von Monika Zeiner beglückt. Schon der Titel hörte sich sperrig an, die ersten Seiten enthüllten Bandwurmsätze von höchstem sprachlichem Anspruch. Statt aber anstrengend zu werden, zog mich der Roman über eine Dreiecksbeziehung in den Bann und überwältigte mich stellenweise mit seiner linguistischen Schönheit.

 

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Rezension: Foxglove Summer (Peter Grant #5) von Ben Aaronovitch

Foxglove Summer Ben AaronovitchTitel: Foxglove Summer (Peter Grant #5)
Autor: Ben Aaronovitch
Sprache: Englisch
Sprecher: Kobna Holdbrook-Smith
Anbieter: Orion Publishing Group
erschienen: 13.11.2014
Länge: 10 Std. 45 Min. (ungekürzt)

Dieses Hörbuch ist im Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 (regulärer Preis € 31,95). Eine Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audible.

Inhaltsangabe (audible):

In the fifth of his bestselling series Ben Aaronovitch takes Peter Grant out of whatever comfort zone he might have found and takes him out of London – to a small village in Herefordshire where the local police are reluctant to admit that there might be a supernatural element to the disappearance of some local children. But while you can take the London copper out of London you can’t take the London out of the copper.

Zum Hörbuch:

Also, ich weiß nicht. Ich liebe ja die Peter Grant-Serie, aber irgendwas stimmt mit diesem Teil der Reihe nicht.

Es fängt schon damit an, dass dieser fünfte Teil NICHT in London spielt. Damit fällt sozusagen eine Hauptfigur weg, denn England’s Hauptstadt gehört mit zum Herzen der Reihe. Aaronovitch könnte nun damit kokettieren. Im Klappentext heißt es ja auch ‚you can’t take the London out of the copper‘. Peter bewegt sich auch beharrlich nach Londoner Constable-Manier durch den Fall, aber sein Clash mit dem Landleben führt nicht zu der Komik oder den Grant’schen Verzweiflungsanfällen, wie ich sie erwartet hatte.

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‚Best of 2014‘: deutsche Hörbücher

Tja. Da ich tatsächlich überwiegend englische Hörbücher gehört habe, ist die Auswahl im Bereich ‚deutsche Hörbücher‘ nicht sehr groß. Es gibt daher nur eine Top 3 – die hat es dafür aber in sich!

Platz 3:

Glashaus_175Glashaus – Die komplette 1. Staffel von Christian Gailus

In Ordnung. ‚Glashaus‘ ist kein Hörbuch, sondern ein Hörspiel. Aber der verschachtelte und komplexe Cybercrime-Thriller ist so gut gemacht, dass er  kurz vor Jahresschluss noch auf’s Treppchen geschossen ist. Die Geschichte hat ein paar Schwächen und hört mit einem gemeinen Cliffhanger auf, aber hörspieltechnisch ist das großes Kino: Top-Sprecher wie Stefan Kaminski, Uve Teschner, Erich Räuker und – in der Hauptrolle – ‚Tatort‘-Schauspieler Dominic Raacke machen einen klasse Job, dazu eine tolle Geräuschkulisse mit Pistolenschüssen, Reifenquietschen und viel Keyboardgeklacker sowie passende Musik. Das macht ganz einfach Spaß!

Eignet sich als Geschenk für: Computer-Nerds, Tatort-Gucker und Ex-Kassettenkinder

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Best of 2014: englische Hörbücher

Überall diese Jahresendzeit-Postings, Bestenlisten, Geschenketipps zu Weihnachten… Es ist ansteckend, also bekommt ihr hier jetzt auch meine ‚best of‘. Fangen wir mit meinen Lieblingen an: den englischen Hörbüchern.

Das sind meine Top 5:

Platz 5:

Michael Cunningham_The Snow Queen

Nur wenige können Traurigkeit und Weltschmerz in so schöne Worte verpacken wie Michael Cunningham. Seine Romane haben zwar wenig Handlung, aber dafür waten die Figuren in ihrem Inneren durch eine lodernde Trümmerlandschaft. So auch in ‚The Snow Queen‘, das sich mit Tod, Sucht, Liebe, Kunst und dem Sinn (oder der Sinnlosigkeit?) des Lebens befasst. Vielleicht nicht der beste Roman von Cunningham, dafür wird er aber wundervoll gelesen von Schauspielerin Claire Danes (‚Homeland‘).

Eignet sich als Geschenk für: Melancholiker, Sinnsucher und Sprachverliebte

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Neues auf dem Audible Blog: ‚Breakfast At Tiffany’s‘ von Truman Capote

breakfast at tiffany'sAuf dem hoerbuecher-blog von Audible stelle ich euch im Dezember einen amerikanischen Klassiker vor, den ein allseits bekannter TV-Serienkiller neu eingelesen hat: ‚Breakfast At Tiffany’s‘, die Novelle von Truman Capote, gelesen von Michael C. Hall (‚Dexter‘).

Passt – zusammen mit dem schönen alten Audrey Hepburn-Film – perfekt in die Vorweihnachtszeit.

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Rezension: ‚The Boy Who Drew Monsters‘ von Keith Donohue

Keith Donohue_The boy who drew monsters_175
Titel: The Boy Who Drew Monsters
Autor: Keith Donohue
Sprache: Amerikanisch
Medium: Hörbuch
Sprecher: Bronson Pinchot
Anbieter: Blackstone Audio
erschienen: 13.10.2014
Länge: 09 Std. 53 Min.

Das Hörbuch ist im Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 (regulärer Preis € 21,95). Eine Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audible.

Inhaltsangabe (audible):

Ever since he nearly drowned in the ocean three years earlier, 10-year-old Jack Peter Keenan has been deathly afraid to venture outdoors. Refusing to leave his home in a small coastal town in Maine, Jack Peter spends his time drawing monsters. When those drawings take on a life of their own, no one is safe from the terror they inspire. His mother, Holly, begins to hear strange sounds in the night coming from the ocean, and she seeks answers from the local Catholic priest and his Japanese housekeeper, who fill her head with stories of shipwrecks and ghosts. His father, Tim, wanders the beach, frantically searching for a strange apparition running wild in the dunes. And the boy’s only friend, Nick, becomes helplessly entangled in the eerie power of the drawings. While those around Jack Peter are haunted by what they think they see, only he knows the truth behind the frightful occurrences as the outside world encroaches upon them all.

Zum Hörbuch:

Das war mein Halloween-Hörbuch 2014. Bisschen was zum Gruseln, dachte ich. Durfte auch ruhig klassischer Grusel sein, bei dem es mehr um die eigene Vorstellungskraft geht als um tatsächliche Monster. So wurde The Boy Who Drew Monsters auch bezeichnet: Als gothic novel, als Schauergeschichte.

Gut, das stimmt im Grunde. Der Horror fällt hier nicht mit der Tür ins Haus. Und das Setting ist klassisch. Wir haben da diesen merkwürdigen Jungen, Jack, und seine Familie, im tief verschneiten Winter, in einem abgelegenen Haus im Wald an der Küste von Maine. Bei Jack’s Mutter, Holly, fängt das Grausen mit Geräuschen an: Kratzen, Scharren an der Hauswand und in Schubladen, durchaus erklärbar durch Mäuse und Wildtiere. Bei Jack’s Vater Tim ist es etwas, das zwischen den Bäumen und Dünen herumhuscht. Könnte ebenfalls ein Tier sein. Und Jack’s einziger Freund Nick schaudert es vor den Monsterfiguren, die Jack pausenlos zu Papier bringt.

Dieser subtil gruselige Anfang ist klasse. Man fühlt sich an die Gespenstergeschichten erinnert, die im Ferienlager von Schlafsack zu Schlafsack geflüstert wurden, bis einem die Haare wohlig hysterisch zu Berge standen. Es spitzt sich noch zu, als wir zum ersten Mal das ‚Monster‘, um das es hier geht, zu Gesicht bekommen und sofort an das Schiffsunglück denken, von dem Haushälterin mit dem milchigen, blinden Auge erzählt. Gedanken an wandelnde Wasserleichen à la ‚Fluch der Karibik‘ schießen in den Kopf.
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