Rezension: ‚Moon over Soho‘ von Ben Aaronovitch

Moon over SohoTitel: ‚Moon over Soho‘ (Peter Grant #2)

dt. Titel: ‚Schwarzer Mond über Soho‘

Autor: Ben Aaronovitch

Sprache: Englisch

Sprecher: Kobna Holdbrook-Smith

Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo

Anbieter: Orion Publishing Group Limited

Veröffentlicht: 2011

Länge: 10 Std 1 min

Eine kostenlose Hörprobe findet ihr HIER, auf der Produktseite von audible.

‚For a terrifying moment I thought he was going to hug me, but fortunately we both remembered we were English just in time. Still, it was a close call.‘

– Ben Aaronovitch, Moon over Soho

Inhaltsangabe (audible.de):

Constable Peter Grants Spezialgebiet ist die Magie, sein Vorgesetzter der letzte Magier Englands und er selbst – immer noch Zauberlehrling. Eine Tatsache, die eine Menge Latein-Paukerei und zerschmettertes Mobiliar mit sich bringt. Doch plötzlich sterben in den Jazzclubs Sohos, im Herzen Londons, verdächtig viele Musiker eines unerwarteten Todes. Als Peter dann noch zu der Leiche eines Jazzmusikers gerufen wird, die eine swingige Version von Body and Soul spielt, ist es klar – er ist mitten in seinem zweiten magischen Fall.

Zum Hörbuch:

Achtung! Kleine Spoiler für Band 1, ‚Rivers of London‘ (Die Flüsse von London)!!!

Jazz ist nicht mein Ding. Aber Constable Peter Grant ist mein Ding.  Das habe ich im ersten Band der Reihe, RIVERS OF LONDON, eindeutig festgestellt. Trotz Skepsis anhand des musikalischen Themas gebe ich MOON OVER SOHO also wild entschlossen und etwas nervös eine Chance.

Wieder gibt es einen wahnwitzigen Kriminalfall zu lösen. Das Dreamteam aus MOON OVER SOHO plagt sich diesmal sogar mit gleich zwei bizarren Mordserien. Neben den zentralen ‚Jazzmorden‘ gilt es nämlich weiterhin jene männermordende Bestie ausfindig zu machen, deren Werk wir unter dem Begriff ‚vagina dentata‘ schon am Ende von Teil 1 kennenlernen durften. (Hier sei direkt gesagt, dass man für MOON OVER SOHO weder verklemmt noch zimperlich oder gar konservativ veranlagt sein sollte. Von liebevoll durch den Kakao gezogenen sexuellen Orientierungen über ungehemmte Bettszenen bis hin zu verstümmelten Geschlechtsorganen ist alles drin, also bitte kommt mir nicht und behauptet, ich hätte euch nicht gewarnt!)

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Rezension: ‚Days of Blood and Starlight‘ (Daughter of Smoke and Bone #2)

Days of blood and starlightTitel: ‚Days of Blood and Starlight‘ (Daughter of Smoke and Bone #2)

(dt. Titel: ‚Days of Blood and Starlight: Zwischen den Welten‘, erscheint im September 2013)

Autorin: Laini Taylor

Sprache: Amerikanisch

Sprecherin: Khristine Hvam

Format: Audio-CDs

Länge: ca. 15 Std 23 min (ungekürzt)

Hörprobe

‚It wasn’t disgust she felt for Karou, not anymore; it was indignation. Incredulity. A man like Akiva crosses worlds to find you, infiltrates the enemy capital just to dance with you, bends heaven and hell to avenge your death, saves your comrade and kin from torture and death, and you send him off looking gut-punched, diminished, carved hollow?‘

Days of Blood and Starlight — Laini Taylor

Inhaltsangabe:

Nach den Ereignissen von DAUGHTER OF SMOKE AND BONE finden sich Karou und Akiva in zerrissenen Welten wieder: Beide gelten als Verräter in den eigenen Reihen, und nach dem Öffnen der Portale kämpfen Engel und Chimaera einen blutigen, gnadenlosen Krieg. Akiva ist verzweifelt, und Karou kann ihm nicht verzeihen, was er getan hat. Die Chimaera stehen kurz vor der Ausrottung – wäre da nicht Karou und alles, was sie von ihrem Ziehvater gelernt hat…

Hin- und hergerissen zwischen den Fronten und machtgierigen, zwielichtigen Herrschern auf beiden Seiten, müssen sich Akiva und Karou entscheiden: Vergeltung oder Vergebung?

Zum Hörbuch:

DAUGHTER OF SMOKE AND BONE hatte mich mit einem unheilvollen Cliffhanger zurückgelassen. Statt aber sofort Aufklärung zu schaffen, beginnt das Sequel mit einer eher komödiantischen Szene in Prag, wo Khristine Hvam die so herrlich von ihr gesprochene Zuzana auftrumpfen lässt. Es ist ein stimmungsvoller, munterer Einstieg, der trotzdem unterschwellig Endzeitstimmung und Gefahr vermittelt.

Auch danach gibt es keine lineare Wiederaufbereitung dessen, was in den 48 Stunden geschehen ist, die – so erfahren wir nebenbei – seit dem Ende von DAUGHTER OF SMOKE AND BONE vergangen sind. Häppchenweise, aus der Situation heraus, verflochten mit viel Reflektion und bruchstückartigen Erinnerungen der Hauptfiguren, können wir uns nur allmählich einen Reim auf das machen, was wir vorfinden. Was Karou’s Situation angeht, finde ich das etwas anstrengend. Mir wäre es lieber gewesen, nicht so viel Zeit mit dem Zusammensetzen von Puzzlestücken zu verbringen, und mich stattdessen emotional mehr auf Karou einlassen und sie verstehen zu können. Andererseits sorgt das anfängliche Rumrätseln für Spannung und eifriges Dauerhören, um mehr zu erfahren.

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Rezension: ‚The Art Forger‘ von B.A. Shapiro

Titel: ‚The Art Forger‘

Autorin: B.A. Shapiro

Sprache: Amerikanisch

Sprecherin: Xe Sands

Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo

Länge: 10 Std (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe:

Claire Roth ist eine junge Malerin und kämpft in Boston um berufliche Anerkennung und finanzielles Überleben. Unfraglich hat sie Talent, ist durch eine vergangene Liebesbeziehung zu ihrem Mentor und deren unglückliche Folgen jedoch künstlerisch in Verruf geraten. Sie hält sich mit dem Anfertigen von Reproduktionen über Wasser und holt sich persönliche Erfüllung beim Unterrichten jugendlicher Straftäter in Malerei.

Da macht ihr der Galerist Aidan Markel ein verführerisches, aber illegales Angebot: Sie soll ein berühmtes Gemälde von Degas fälschen, das als verschollen galt, seit es 1990 bei einem spektakulären Kunstraub aus einem Bostoner Museum gestohlen wurde. Im Gegenzug winken ihr viel Geld und eine eigene Ausstellung ihrer Werke in Markel’s renommierter Galerie. Als der Degas schließlich in Claire’s Studio steht und sie sich an die Arbeit macht, kommen der Künstlerin Zweifel…

Zum Hörbuch:

Da dachte ich, ich habe ein unbekanntest Juwel von einem Buch entdeckt, das noch kaum einer kennt, und jetzt schießt THE ART FORGER auf der NYT Bestsellerliste nach oben und ist einer der November-Tipps von Oprah Winfrey persönlich! Nun ja. Hierzulande zumindest dürfte das ‚unbekannt‘ noch zutreffen, bevor THE ART FORGER in deutscher Übersetzung zu haben ist.

Verführerisch an diesem Hörbuch sind gleich mehrere Aspekte: Da ist das Thema ‚Malerei‘ samt zugehörigem Kunstbusiness. In einen Roman verpackt, der auch für den Unversierten in dieser Thematik geeignet ist, kommt das ja nicht allzu oft vor. Ebenfalls steckt eine Liebesgeschichte (oder auch mehrere) in THE ART FORGER, die das Element des Betrugs wunderbar aufgreift und variiert. Und zuguter Letzt hat B.A. Shapiro einen spannenden Bezug zur Wirklichkeit geschaffen: Der besagte Kunstraub hat sich 1990 im Gardner Museum in Boston tatsächlich ereignet, und er gilt bis heute als einer der spektakulärsten, unaufgeklärten Kunst-Kriminalfälle überhaupt.

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Rezension: ‚Rivers of London‘ (Midnight Riot, Peter Grant #1)

Titel: ‚Rivers of London‘ (Midnight Riot, Peter Grant #1)

(dt. Titel: ‚Die Flüsse von London‘)

Autor: Ben Aaronovitch

Sprache: Englisch

Sprecher: Kobna Holdbrook-Smith

Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo

Länge: 9 Std 58 min (ungekürzt)

Hörprobe

„So magic is real,“ I said. „Which makes you a…what?“

„A wizard.“

„Like Harry Potter?“

Nightingale sighed. „No. Not like Harry Potter.“

„In what way?“

„I’m not a fictional character.”

Inhaltsangabe (audible):

Der frischgebackene Police Constable Peter Grant war schon immer irgendwie anders. Wie anders erfährt er selbst erst, als er zum Tatort eines grausamen Mordes beordert wird und pflichtbewusst beginnt, einen Zeugen zu befragen, der sich jedoch ziemlich schnell als Geist herausstellt. Von da ab wird Peters Leben kompliziert, denn Inspector Thomas Nightingale, Exzentriker, Jaguar-Fahrer und letzter Zauberer Englands macht ihn kurzerhand zu seinem Lehrling. Eine zauberhafte Aufgabe, die Peters Wissen über Verbrechensbekämpfung, Latein und das Leben an sich auf die Probe stellt.

Zum Hörbuch:

RIVERS OF LONDON ist ziemlich abgefahren. Es ist ein wilder Mix aus moderner Urban Fantasy, Krimi und Magical Realism. Und sehr, sehr Englisch. Man muss einen Sinn für Schräges besitzen, um diese Geschichte zu mögen. Tut man das, ist dieser Auftaktband der Serie um Constable Peter Grant ein köstlicher Trip in die magische Unterwelt des modernen London nebst Aufklärung eines ungewöhnlichen Kriminalfalls.

Der Beginn zieht mich jedenfalls direkt in den Bann. Ich fühle mich wie in einer der aktuellen BBC-Krimiserien, als Constable Grant mit Kollegin Lesley May den Tatort eines Mordes sichert und nach Zeugen Ausschau hält. Dann wird es schnell seltsam. Der merkwürdig gekleidete Zeuge, den Grant für einen Straßenkünstler hält ist, nach eigenem Bekunden schon lange tot und auch ‚fucking transparent‘. Eine Tatsache, die Peter mit Erstaunen, aber mit der für ihn typischen Selbstbeherrschung und Coolness hinnimmt. Nur weil er jetzt den Verstand verloren habe, kommentiert Constable Grant, sei das kein Grund, auf eine ordentliche Zeugenbefragung zu verzichten. Und tut pflichtbewusst seinen Job.

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‚There is no dog‘ von Meg Rosoff

Titel: ‚There is no dog‘
(dt. Titel: ‚Oh. Mein. Gott.‘, Erscheinungsdatum 23.8.2012)

Autorin: Meg Rosoff

Sprache: Englisch

Sprecher: Richard Coyle

Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo (Normalpreis €16,95)

Länge: 6 Std 39 min (ungekürzt)

Hörprobe

“Perhaps the way to succeed is to think of life on Earth as a colossal joke, a creation of such immense stupidity that the only way to live is to laugh until you think your heart will break.”
-Meg Rosoff, There is no dog

Inhaltsangabe:

Am Anfang war die Erde wüst und leer – und dann kam ‚Bob‘, auf ewig 19, planlos, selbstsüchtig und immer nur an das Eine denkend. Seine spielsüchtige Mutter Mona hatte die Erde – einen kleinen, nichtssagenden, unattraktiven Planeten irgendwo in der uncoolen Ecke des Universums – in einer Pokerpartie gewonnen und die Verantwortung an ihren Sohn weitergereicht. Niemand sonst wollte den Job. Mit jugendlicher Naivität, Arroganz und einer fatalen Lese-Rechtschreib-Schwäche machte Bob sich ans Werk und schuf Tag und Nacht, die Meere und das Land, die Pflanzen, die Tiere und schließlich den Menschen (unglücklicherweise nach seinem Abbild). Das alles in nur sechs lausigen Tagen. Keine Wunder, dass das nicht gut gehen konnte!

Und jetzt hat Bob sich mal wieder verliebt – in Lucy, eine Zoowärter-Assistentin. Es bleibt Mr. B, Bob’s leidgeprüftem Assistenten, überlassen, Gotts dahin gepfuschte Schöpfung angesichts des hormonellen Ausnahmezustands ihres Gottes vor Schlimmerem zu bewahren. Und dann ist da auch noch die Sache mit Eck, Bob’s einzigartigem Haustier…

Zum Hörbuch:

Die Ausgangssituation ist schon mal skurril genug: Gott ist ein ewig pubertierender 19jähriger, der mehr mit seinem Geschlechtstrieb beschäftigt ist als mit den Problemen seiner Schöpfung. Die hat er auch völlig plan- und ahnungslos so dahin gewichst, bis er sah, dass es cool war – ohne das Eingreifen seines dauerfrustrierten Assistenten Mr. B hätte allerdings nichts funktioniert. Noch nicht einmal das Licht hat er ohne Mr. B hinbekommen: Nach leuchtendem, aber leider toxischem Nebel und Feuer, das die Erde bedauernswerterweise von innen heraus in Toast verwandelt hat, musste erst Mr. B kommen und Tag und Nacht schaffen.
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