Rezension: ‚Der Ursprung des Bösen‘ von Jean-Christophe Grangé

Titel: ‚Der Ursprung des Bösen‘

(frz. Originaltitel: ‚Le Passager‘)

Autor: Jean-Christophe Grangé

Sprache: Deutsch (Originalsprache: Französisch)

Sprecher: Dietmar Wunder

Format: Hörbuch-Download von audible.de für €9,95 im Flexi-Abo

Länge: 21 Std 21 min (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe (audible):

Mathias Freire leidet unter einer rätselhaften Krankheit. Sobald er in Stress gerät, fällt er in Ohnmacht. Und wenn er das Bewusstsein wiedererlangt, ist er ein anderer: Ein neues Ich hat sich formiert, mit einer neuen Vergangenheit, einem neuen Lebensschicksal. Währenddessen sucht die Polizei nach dem Täter einer Serie von Ritualmorden, die allesamt in der Nähe Freires verübt wurden, ohne dass man ihm etwas nachweisen kann. Und wenn nun doch er der Mörder ist? Auf sein Gedächtnis ist kein Verlass. Freire muss einen Weg finden, um seine Vergangenheit zu rekonstruieren. Doch die Suche nach seiner wahren Identität wird zu einem entsetzlichen Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.

Zum Hörbuch:

Am Anfang ist erst mal Stirnrunzeln angesagt. Habe ich mich ins falsche Buch verirrt? Oder hat der Klappentexter beim Verfassen der Inhaltsangabe Unfug fabriziert? Es ist nämlich nicht Mathias Freire, der zu Beginn des Buches ohne Gedächtnis herumläuft und in einen Mord verwickelt zu sein scheint, sondern jemand ganz anderes. Freire dagegen ist der Psychiater, der den armen Kerl zu behandeln versucht. Huch?

Ein Weilchen später richtet sich das aber gerade, und die Inhaltsangabe stimmt zunehmend mit der Handlung überein, so dass ich mich entspannen und anfangen kann, das Hörbuch zu genießen. (Hallo, Klappentexter – ein paar zusätzliche Zeilen zu Beginn der Zusammenfassung hätten dieser unnötigen Verwirrung leicht vorgebeugt!)

Erfreulicherweise folgt genau das, was ich mir erhofft hatte. Aufgeteilt auf zwei Handlungsstränge, die sich kurz kreuzen und am Ende zusammen finden, genieße ich eine ausgiebige Mord-Mystery-Psycho Geschichte nebst Verschwörungen, markanten Hauptdarstellern, Exkursen in Sachen Kunst und griechische Mythologie, und kann mich über ein packendes Finale sowie unerwartete Wendungen freuen.

Weiterlesen

Rezension: ‚Der Klavierstimmer‘ von Pascal Mercier

Titel: ‚Der Klavierstimmer‘

Autor: Pascal Mercier

Sprache: Deutsch

Sprecher: Stephan Schad, Marlen Diekhoff, Ulrike Grote, Boris Aljinovic, Walter Kreye

Format: Audio CDs

Laufzeit: 7 Std. 58 min (gekürzt)

Inhaltsangabe (libri):

Mord in der Berliner Staatsoper: der berühmte italienische Tenor Malfitano wird im dritten Akt von Puccinis Tosca erschossen. Der Täter: ein stadtbekannter Klavierstimmer und Meister seines Fachs, der schon in Karajans Diensten stand. Wie konnte es zu diesem unfassbaren Geschehen kommen? Die Kinder des „Mörders“, die Zwillinge Patrice und Patricia, reisen überstürzt nach Berlin. Jahre zuvor waren sie vor ihrer inzestuösen Liebe an verschiedene Enden der Welt geflohen. Ihr Wiedersehen und die unbegreifliche Schuld des Vaters führen zu einer radikalen Umkehr. Während sie schreibend ergründen, was ihren Vater, der eigentlich ein glückloser Opernkomponist war, zur Waffe greifen ließ, begegnen sie einander in einem befreienden Akt des Erinnerns.

Zum Hörbuch:

Zwei Herzen schlagen in meiner Brust, wenn ich dieses Hörbuch bewerte. Das eine flattert vor Glück über den sorgsamen, sinnlichen und eleganten Schreibstil, mit dem Mercier beeindruckt. Jeder Satz ist wohl überlegt und formuliert, das hört man. Die Sprachmelodie, die besonders im Hörbuch exzellent zum Ausdruck kommt, hat – sehr passend zur Thematik des Romans – den Rhytmus einer musikalischen Komposition. Merciers Sprache schwelgt und zögert, berauscht und betäubt, berührt und betrübt. Das ist hohe Kunst und genau das, was ich unter dem Label ‚literarischer Roman‘ verstehe.

Daher gehört DER KLAVIERSTIMMER auch zu den wenigen Hörbüchern, die ich nicht gut ’nebenbei‘ hören konnte. Anstatt dabei zu kochen oder zu bügeln, musste ich mich tatsächlich hinsetzen und ganz auf das Hörbuch konzentrieren. Sowohl die feinsinnige Sprache als auch die leise, intensive Erzählweise der Sprecher verlangten volle Konzentration, und ich wollte kein Wort verpassen.

Für die Sprache allein gäb’s die Höchstpunktzahl.

Weiterlesen

Rezension: ‚Bones are forever‘ von Kathy Reichs

Titel: ‚Bones are forever‘

(erscheint unter dem Titel ‚Knochenjagd‘ am 19.12.2012 auf Deutsch)

Autorin: Kathy Reichs

Sprache: Amerikanisch

Sprecherin: Linda Emond

Format: Hörbuch-Download von audible.de für €9,95 im Flexi-Abo

Länge: 9 Std 43 min (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe (amazon):

Ihr neuester Fall konfrontiert Tempe Brennan, forensische Anthropologin, mit einem albtraumhaften Szenario: In einer verlassenen Wohnung in Montreal findet sich, eingewickelt in ein Handtuch, versteckt unter einem Waschbecken, die Leiche eines Neugeborenen. Schlimmer noch: Neben diesem tauchen noch zwei weitere tote Babys auf. Die fieberhafte Suche nach der Mutter beginnt. Ist sie eine herzlose Mörderin, getrieben von ihren Dämonen? Auf der Flucht vor ihrem Zuhälter? Geriet sie zwischen die Fronten eines Drogenkriegs? Ihre Spur führt Tempe Brennan und ihren Kollegen Andrew Ryan tief in die kanadische Einöde – und in das Revier eines eiskalten Killers, der einen abgründigen, grausamen Plan verfolgt …

Zum Hörbuch:

Tempe und ich sind alte Bekannte. Seit ihrem ersten Fall, TOTE LÜGEN NICHT, (‚Déjà dead‘), sind wir gemeinsam durch viele Höhen und Tiefen, schwierige Fälle, romantische Katastrophen und einige bad hair days gegangen. BONES ARE FOREVER ist der inzwischen 15. Fall, und – sagen wir’s ehrlich – es treten einige Abnutzungserscheinungen auf.

Von der forensisch-anthropologischen Seite her beginnt es gleichwohl spannend als auch tief berührend. Die Babyleichen gehen nicht nur Tempe und den anderen Ermittlern an die Nieren. Diese Szenen gehören tatsächlich zu den erschütternsten aber auch besten des Buches. Hier zeigt Tempe die besten Seiten, die Kathy Reichs ihrem Charakter verliehen hat: mit unglaublicher Zärtlichkeit, Respekt und tiefer Traurigkeit versorgt Tempe die kleinen Leichen. Hier ist eine Figur, die noch genauso mitfühlt und eine genauso große Ethik an den Tag legt wie zu Beginn der Reihe. Etwas, das sie wohltuend von vielen abgestumpften Cops in anderen Buchreihen abhebt.

Weiterlesen

Rezension: ‚Memoirs of an Imaginary Friend‘ von Matthew Dicks

Titel: ‚Memoirs of an Imaginary Friend‘

(‚Der beste Freund, den man sich denken kann‘)

Autor: Matthew Dicks

Sprache: Amerikanisch

Sprecher: Matthew Brown

Format: Hörbuch-Download von audible.de für €9,95 im Flexi-Abo

Länge: 10 Std 57 min (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe:

Was ‚unsichtbare Freunde‘ betrifft, hat Budo wirklich Glück: Er existiert schon seit mehr als 5 Jahren, seit ihn sich sein menschlicher Freund Max ausgedacht hat. Außerdem hat er sogar Ohren und kann durch Türen gehen – beides Merkmale, die für unsichtbare Freunde nicht selbstverständlich sind und die er Max zu verdanken hat.

Max ist 8 Jahre alt und nicht wie andere Kinder. Er lässt sich nicht gerne anfassen, isst nicht gerne neue Sachen, und er hat (außer Budo) keine Freunde. Die will er auch gar nicht. Und manchmal, wenn er Angst bekommt, bleibt er tagelang ’stecken‘. Selbst Budo kann ihm dann nicht helfen.

Ansonsten aber ist Budo ein wunderbarer Helfer und immer für Max da. Schwierig wird es, als Max von Mrs Patterson einfach aus der Schule mitgenommen wird und verschwindet. Jetzt geht es für Budo nicht nur darum, Max zu retten, sondern auch sich selbst: Sollte Max aufhören, an ihn zu glauben, bedeutet das auch für Budo das Ende…

Zum Hörbuch:

In Deutschland nicht so weit verbreitet, sind ‚imaginary friends‘ in den Vereinigten Staaten so etwas wie eine Institution. Viele Kinder lassen sich im Kindergarten- und Grundschulalter von ihren persönlichen ‚unsichtbaren Freunden‘ durch Ängste, Einsamkeit und überbordende Phantasie hindurch helfen, bis sie ihnen eines Tages einfach entwachsen. Einige von ihnen erblicken nur für ein paar Stunden, in ‚Notsituationen‘, das Licht der Welt. Andere begleiten ‚ihre‘ Kinder ein paar Jahre lang. Der Abschied von einem solchen erfundenen Freund geschieht oft leise, manchmal aber auch mit Tamtam und offiziellem Zeremoniell.

Budo, der ungewöhnliche Erzähler von MEMOIRS OF AN IMAGINARY FRIEND, ist eine besonders langlebige Version dieser speziellen Art von Begleiter. Er hat ja auch ein spezielles Kind zu behüten: Max ist irgendwo auf dem autistischen Spektrum unterwegs und braucht mehr als alle anderen in seinem Alter einen Freund. Einen, der ihn nicht anfasst, nicht bedrängt, nicht unter Druck setzt oder sich gar über ihn lustig macht. Einen, der ihn genau kennt und weiß, was er braucht. Einen wie Budo.

Weiterlesen

Rezension: ‚Lehrerkind – Lebenslänglich Pausenhof‘ von Bastian Bielendorfer

Titel: ‚Lehrerkind – Lebenslänglich Pausenhof‘

Autor: Bastian Bielendorfer

Sprache: Deutsch

Format: Hörbuch-Download von audible.de für €9,95 im Flexi-Abo

Länge: 3 Std 55 min (gekürzt)

Hörprobe

Beschreibung (audible):

„Liebe Kinder, das ist euer neuer Mitschüler Bastian, der Sohn eures Deutschlehrers“, stellte mich unser Klassenlehrer vor. Übersetzt bedeutete das allerdings: „Liebe Kinder, dieser dicke Junge, der Missing Link zwischen Knabenbusen und Herrentorte, ist der neue Spitzel des Lehrerzimmers. Wir haben ihn vorsorglich mit einem T-Shirt ausgestattet, auf dem das Wort „Opfer“ in Neonfarben aufgedruckt ist, damit ihr ihn auch bei schlechten Lichtverhältnissen zünftig vermöbeln könnt.“ Lusche, Mädchen, Spion… ich hatte verschissen.

Der Überraschungsbestseller endlich als Hörbuch – gelesen vom Autor, mit Bonustracks und Korrekturhilfen von Oberstudienrat Bielendorfer.

Zum Hörbuch:

Man muss nicht (so wie ich) das Schicksal des Autors teilen und selbst Lehrerkind sein, um dieses Hörbuch amüsant zu finden. Wenn man unter der kritischen, rhetorisch einwandfreien Hand von Lehrern aufgewachsen ist, verleiht die gemeinsame Erfahrung dem Anhören von LEHRERKIND einen ganz besonderen Reiz, ja. Aber es reicht vollkommen, schon einmal in einer deutschen Schule eingesessen zu haben, um Bielendorfers Anekdoten über Lehrer, Schüler und Eltern oft schmunzelnd und manchmal laut lachend folgen zu können.

In einer Ansammlung von kurzen Kapiteln verfolgt der Hörer Bastians Leidensweg durch die Schulzeit bis ins Erwachsenenleben. Und man muss wirklich Mitleid haben: Nicht nur, dass die Eltern des kleinen, pummeligen, unsportlichen Bastian beide Lehrer sind, nein – sein Vater ist auch noch Oberstudienrat am Gymnasium, das Bastian besucht und – oh Gott! – unterrichtet seine Klasse! Mit anderen Worten: Bastian ist von Anfang an unten durch und dazu noch Opfer regelmäßiger süffisanter Bloßstellungen durch den eigenen Vater. Ist doch schön, wenn man schon morgens um acht vor den Mitschülern mit den tragischsten Versagerfiguren der klassischen Literatur verglichen wird!

Weiterlesen

Rezension: ‚Todesmarsch‘ von Stephen King

Titel: ‚Todesmarsch‘

(Originaltitel: ‚The Long Walk‘)

Autor: Stephen King

Sprache: Deutsch (Originalsprache: Englisch)

Sprecher: David Nathan

Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo (Normalpreis € 20,95)

Länge: 10 Std 47 min (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe (audible):

Staatschef „Major“ organisiert zur allgemeinen Belustigung einen „Todesmarsch“, einen Marathon auf Leben und Tod. 100 Jugendliche, zwischen 14 und 17 Jahren, nehmen teil unter der Bewachung des Militärs. Die Regeln sind tödlich: erschossen wird, wer langsamer als 4 Meilen pro Stunde wird, gegessen wird nur zu bestimmten Zeiten und geschlafen wird gar nicht. Nur einer kann siegen, und die Überlebenschancen stehen 1:100. Dem Gewinner winkt unermesslicher Reichtum und den Verlierern der Tod…

Zum Hörbuch:

Da ich zu Stephen King ein eher gespaltenes Verhältnis habe, brauchte es Überzeugungsarbeit einer Bloggerfreundin, bis ich TODESMARSCH eine Chance gab. Es handelt sich bei dem Roman um eine ältere Geschichte aus den Zeiten, als King auch noch unter dem Pseudonym ‚Richard Bachman‘ schrieb und ich zum ersten Mal mit ihm in Kontakt kam – nicht immer mit gutem Ergebnis. Der entscheidende Faktor war letztendlich der Sprecher: Was auch immer King da verzapft hatte, bei David Nathan konnte ich sicher sein, dass es zumindest ein famoses Sprecher-Erlebnis sein würde.

Ohne jedes Vorwissen über die Geschichte ging ich also mit ‚Nr.47‘, einem 16jährigen names Garraty, an den Start. Da gehen also ein Haufen Jungen los auf einen Marsch. Was es damit auf sich hat, erschließt sich erst nach und nach. Was harmlos erscheint, entpuppt sich langsam zu einem grausamen Wettbewerb. Dessen Regeln versteht man erst wirklich, als der erste Junge erschossen wird. Doch auch dann begegnet man den gnadenlosen Gesetzen dieses Marsches mit Unglauben. Es hat einfach etwas Surreales, wie diese Teenager sich offenbar freiwillig für ein Abschlachten auf Raten zur Verfügung stellen und für einen Gang, der an Qual und Leid nicht zu überbieten ist.

Weiterlesen

Rezension: ‚Der Wind bringt den Tod‘ von Ole Kristiansen

Titel: ‚Der Wind bringt den Tod‘

Autor: Ole Kristiansen

Sprache: Deutsch

Format: Taschenbuch

Länge: 496 Seiten

Inhaltsangabe (amazon):

Jule Schwarz ist selbstbewusst, erfolgreich und schön. Hinter ihrem makellosen Äußeren verbirgt sich aber ein tiefes Schuldgefühl, das die junge Frau schon lange in kein Auto mehr steigen lässt. Ausgerechnet sie soll nun ein Windparkprojekt in einem abgelegenen Dorf umsetzen. Am liebsten würde Jule alles hinschmeißen, doch dieser Auftrag bedeutet neben den täglichen Autofahrten aufs Land auch einen großen Sprung auf der Karriereleiter. Jule setzt sich hinters Steuer. Vor Ort sieht sie sich plötzlich mit ganz anderen Problemen konfrontiert. Eine Frauenleiche wird im nahegelegenen Wald gefunden. Die Tote sieht Jule zum Verwechseln ähnlich.

Zum Buch:

Hinter dem Klappentext verbirgt sich – zum Glück – kein konventioneller Serienmörder-Thriller. Verantwortlich dafür ist vor allem das Setting der Geschichte: ein kleines norddeutsches Dorf und seine halsstarrigen Bewohner. Wer (wie ich) auf dem Land lebt, ahnt gleich zu Beginn, in welche Mauer die Karrierefrau aus der Stadt, Jule Schwarz, hineinrennen wird, als sie den Landeiern den Bau eines Windparks vor ihrer Haustür schmackhaft zu machen versucht. Dass bereits ein Kollege von ihr, der aus dem Dorf stammt, kläglich gescheitert ist, hätte sie eigentlich aufhorchen lassen sollen.

Überhaupt startet die Geschichte (passend zum düsteren Coverfoto) unheilvoll. Beklemmung macht sich von Anfang an breit. Das liegt natürlich auch an Jule selbst. Hinter der Maske der coolen Geschäftfrau verbirgt sich eine von Ängsten und Zwängen beherrschte junge Frau. Wir erfahren früh, warum Jule bis dato lange Jahre unfähig war, sich ans Steuer eines Autos zu setzen. Ihr Therapeut ermutigt sie zwar, aber vielleicht war es doch keine so gute Idee, es ausgerechnet an diesem Tag wieder zu versuchen. Von Panikattacken geschüttelt, schafft Jule es bis in das kleine Provinznest. Wo sie dann prompt auf blinkende Polizeifahrzeuge stößt, dunkle Gestalten durch den Wald huschen und auch noch ihr Navi mitten im Unterholz versagt. Wirklich, kein guter Start.

Weiterlesen

Rezension: ‚Outlaw‘ von Angus Donald

Titel: ‚Outlaw‘

(dt. Titel: ‚Der Barde‘)

Autor: Angus Donald

Sprache: Englisch

Sprecher: Graham Padden

Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo (ohne Abo €19,95)

Länge: 13 Std 47 min (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe:

England, Ende des 12. Jahrhunderts. Der junge Taschendieb Alan Dale wird beim Stehlen erwischt. Seine einzige Chance, vor den Häschern des Sheriff von Nottingham in Sicherheit zu sein, ist Robin Hood: Er schließt sich dessen Bande an, mit einem Schwur bis auf den Tod. Er lernt nicht nur, sein Talent als Barde auszubauen, sondern auch zu kämpfen und wird allmählich zu Robin Hood’s Vertrautem. Doch der Anführer der Gesetzlosen ist ein geheimnisvoller Mann, der ebenso ehrenhaft sein kann wie grausam und furchteinflößend.

Bald wird klar: In den Reihen der Gesetzlosen gibt es einen Verräter. Und eine Konfrontation mit der Armee des Sheriff von Nottingham scheint unausweichlich.

Zum Hörbuch:

Robin Hood. Wer hat ihn nicht schon als Kind geliebt? Edel, stark, schlau, attraktiv – nicht erst seit der Verfilmung mit Kevin Costner lässt dieser Kerl die Herzen höher schlagen. Ein echter Held, ein Klassiker. Es war Zeit, ihn mal wieder aufzusuchen. Zeit für eine waschechte Abenteuergeschichte. Und der Klappentext versprach einen etwas anderen Robin Hood – einen mit Ecken und Kanten.

Es ist eine düstere, gnadenlose Zeit, in die uns Donald mitnimmt. Die Menschen sterben wie die Fliegen an Krankheiten und Verletzungen oder einfach Hunger. Ein Leben ist nicht viel wert. Das hat nichts von der guten alten Robin Hood-Romantik, sondern wirkt sehr authentisch und realistisch. Atmosphärisch und in schöner, zeitgemäß altmodischer Sprache erweckt OUTLAW eine finstere Epoche zum Leben. Das ist stimmungsvoll, ehrlich, hautnah.

Weiterlesen

Rezension: ‚Die Frau meines Lebens‘ von Nicolas Barreau

Titel: ‚Die Frau meines Lebens‘

Autor: Nicolas Barreau

Sprache: Deutsch (Originalsprache: Französisch)

Format: Taschenbuch für € 8,99

Länge: 144 Seiten

Inhaltsangabe (amazon):

Eines Mittags sitzt im Pariser Lieblingscafé des passionierten Buchhändlers Antoine wie vom Himmel gefallen die Frau seines Lebens. Beim Hinausgehen wirft die schöne Unbekannte ihm ein Kärtchen mit einer Telefonnummer zu, die aber nicht mehr vollständig ist. Antoine hat nun zehn verschiedene Möglichkeiten und nur vierundzwanzig Stunden Zeit, um die Frau seines Lebens wiederzufinden.

Zum Buch:

Nach DAS LÄCHELN DER FRAUEN hatte ich Lust auf eine weitere Liebesgeschichte von Barreau, und im Buchladen lachte mich DIE FRAU MEINES LEBENS pünktlich zum Urlaubsantritt an. Das schmale Büchlein nimmt auch nicht viel Platz im Koffer weg.

144 Seiten wartete ich, dass mich derselbe federleichte Zauber ergreifen würde, der DAS LÄCHELN DER FRAUEN zu einem puren Vergnügen gemacht hatte. Aber der kam nicht. Nicht wirklich.

Dabei unterscheidet sich DIE FRAU MEINES LEBENS in der Natur der Sache eigentlich nicht wesentlich von DAS LÄCHELN DER FRAUEN. Auch hier haben wir eine luftige, leichte Romanze mit zartem Humor und  – man darf es vorwegnehmen – dem erwarteten Happy End. Auch hier ist Paris die entzückende Kulisse für ein unterhaltsames Verwirrspiel. Auch hier sind zwei Menschen ganz offensichtlich füreinander bestimmt. Ohne rot zu werden, bettet Barreau auch diese Geschichte auf rote Rosen – Romantik pur.

Weiterlesen

Rezension: ‚Catch of the Day‘ von Kristan Higgins

Titel: ‚Catch of the Day‘

Autorin: Kristan Higgins

Sprache: Amerikanisch

Sprecherin: Xe Sands

Format: Hörbuch-Download von audible.de für €9,95 im Flexi-Abo (ohne Abo €25,95)

Länge: 10 Std 13 min (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe:

Maggie Beaumont lebt in Gideon’s Cove, einem winzigen Ort an der Ostküste der USA. Sie betreibt dort das einzige Diner, Anlauf- und Treffpunkt für die Bewohner der Kleinstadt. Mit Männern hat Maggie nichts als Pech. Gerade erst kommt sie über den letzten Reinfall hinweg: Der Angebetete hat sich als katholischer Priester entpuppt. Außerdem lässt Maggie kein Fettnäpfchen aus, um hinein zu tappen. Mit ihrer Mutter, die dauernd an ihr herumkritisiert, verbindet sie eine Hass-Liebe. Wie gerne wäre Maggie auch deshalb etwas mehr wie ihre glücklich verheiratete Zwillingsschwester Kristy.

Auf der Suche nach dem Mann für’s Leben kreuzen sich ihre Wege mit dem schweigsamen Fischer Malone. DER kann es doch nun wirklich nicht sein, oder?

Zum Hörbuch:

Nach Nicolas Barreau’s luftiger Sommer-Romanze ‚Das Lächeln der Frauen‘ war mir für den anstehenden Urlaub nach einem weiteren, leichten Liebesroman. Einem, der trotz aller Leichtigkeit aber nicht oberflächlich sein sollte. Auf der ‚Sound Cloud‘ der Erzählerin Xe Sands war ich auf einen vielversprechenden Clip aus CATCH OF THE DAY gestoßen, und so nahm ich also die sympathische Maggie mit ihren Männerproblemen mit auf die Reise.

Es war eine richtig gute Wahl. CATCH OF THE DAY mag auf den ersten Blick wie ein bedeutungsloses Romänchen erscheinen, das nicht nur vorhersehbar ist sondern auch genauso schnell aus dem Gedächtnis wie ein Einkaufszettel. Wie schön, dass dem überhaupt nicht so war!

Gut, vorhersehbar ist das Ende schon. Das ist ja auch irgendwie der Sinn bei einem solchen ‚Wohlfühlbuch‘. Das Leben bietet genug schockierende Wendungen – da braucht man manchmal eine Liebesgeschichte, auf die man sich verlassen kann. Ein garantiertes Happy End eben.

Weiterlesen