Rezension: ‚Die Frau meines Lebens‘ von Nicolas Barreau

Titel: ‚Die Frau meines Lebens‘

Autor: Nicolas Barreau

Sprache: Deutsch (Originalsprache: Französisch)

Format: Taschenbuch für € 8,99

Länge: 144 Seiten

Inhaltsangabe (amazon):

Eines Mittags sitzt im Pariser Lieblingscafé des passionierten Buchhändlers Antoine wie vom Himmel gefallen die Frau seines Lebens. Beim Hinausgehen wirft die schöne Unbekannte ihm ein Kärtchen mit einer Telefonnummer zu, die aber nicht mehr vollständig ist. Antoine hat nun zehn verschiedene Möglichkeiten und nur vierundzwanzig Stunden Zeit, um die Frau seines Lebens wiederzufinden.

Zum Buch:

Nach DAS LÄCHELN DER FRAUEN hatte ich Lust auf eine weitere Liebesgeschichte von Barreau, und im Buchladen lachte mich DIE FRAU MEINES LEBENS pünktlich zum Urlaubsantritt an. Das schmale Büchlein nimmt auch nicht viel Platz im Koffer weg.

144 Seiten wartete ich, dass mich derselbe federleichte Zauber ergreifen würde, der DAS LÄCHELN DER FRAUEN zu einem puren Vergnügen gemacht hatte. Aber der kam nicht. Nicht wirklich.

Dabei unterscheidet sich DIE FRAU MEINES LEBENS in der Natur der Sache eigentlich nicht wesentlich von DAS LÄCHELN DER FRAUEN. Auch hier haben wir eine luftige, leichte Romanze mit zartem Humor und  – man darf es vorwegnehmen – dem erwarteten Happy End. Auch hier ist Paris die entzückende Kulisse für ein unterhaltsames Verwirrspiel. Auch hier sind zwei Menschen ganz offensichtlich füreinander bestimmt. Ohne rot zu werden, bettet Barreau auch diese Geschichte auf rote Rosen – Romantik pur.

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Rezension: ‚Blutsommer‘ von Rainer Löffler

Titel: ‚Blutsommer‘

Autor: Rainer Löffler

Sprache: Deutsch

Format: Taschenbuch für ca. € 9,99

Länge: 496 Seiten

Inhaltsangabe (amazon):

Das 1×1 des Grauens! Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch! Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der «Metzger» hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension.

Zum Buch:

(Anmerkung: Die Rezension wurde aufgrund des unten stehenden Kommentars leicht geändert)

BLUTSOMMER wurde diesen Sommer in den rheinischen Buchläden heftig gepusht, und entgegen meiner Regel, mich von einem Hype nicht kopflos infizieren zu lassen, habe ich es gekauft. Dass der Thriller in meiner Lieblingsstadt Köln ‚um die Ecke‘ spielt, war mein Grund.

Ein Regionalkrimi ist BLUTSOMMER aber nicht. Trotz der Erwähnung verschiedener Kölner Örtlichkeiten und des Doms fehlt dem Buch meines Empfindens nach das typische Lokalkolorit. Das liegt zu einem Großteil natürlich daran, dass die beiden Hauptfiguren, die Ermittler Martin Abel und Hannah Christ, nicht aus Köln, sondern aus dem entfernten Stuttgart stammen. Aber auch die Kölner Kommissare, Gerichtsmediziner und sonstwie in den Fall Verwickelten könnten aus jeder x-beliebigen Großstadt stammen. Die rheinische Mentalität, die typische Atmosphäre und Lebensart, die ich persönlich mit Köln in Verbindung bringe, kommen einfach nicht rüber. Oder habe ich einfach falsche Erwartungen gehabt?

Rezension: ‚Fakire‘ von Antonin Varenne

Titel: ‚Fakire‘
(frz. Originaltitel: ‚Fakirs‘)

Autor: Antonin Varenne

Sprache: Deutsch (Originalsprache: Französisch)

Format: Taschenbuch

Länge: 320 Seiten

Inhaltsangabe (von amazon.de):

Eine Serie spektakulärer Selbstmorde erschüttert Paris. Kommissar Guérin sucht nach einem Zusammenhang, denn er hat Zweifel, ob nicht mehr dahintersteckt. Zur gleichen Zeit erfährt der amerikanische Psychologe John Nichols, dass einer seiner Patienten bei einem Auftritt als Fakir verblutet ist. Schwer traumatisiert aus dem Irakkrieg zurückgekehrt, zerstört er sich systematisch selbst. Doch Nichols glaubt nicht an einen Selbstmord. Ihre Nachforschungen führen Komissar Guérin und Nichols schließlich zusammen, und gemeinsam kommen sie einer Tragödie auf die Spur. Weshalb zerstören Menschen sich selbst? In atmosphärisch dichten Bildern geht Antonin Varenne dieser hoch aktuellen Frage nach, die nicht nur für Guérin und Nichols zu einer existentiellen Bedrohung wird.
Zum Buch:
Am Flughafen konnte ich mal wieder nicht an einem dieser typischen, vollgestopften Zeitschriften-/Buchläden vorbeigehen und kam mit FAKIRE wieder raus. War mir völlig unbekannt, aber der Klappentext hörte sich interessant an, und seit Bernard Minier’s SCHWARZER SCHMETTERLING habe ich’s mit französischen Thrillern. Also diesmal Antonin Varenne.
Schon als wir auf Reiseflughöhe waren und ich irgendwo zwischen Seite 10 und 20 war mir klar, dass FAKIRE aus der Reihe fällt. Die Sprache, die Typen, das Thema – alles bizarr, unbequem und nicht leicht zu verdauen. Sympathisch war mir das Buch nicht, aber eine Herausforderung, die ich annahm.
Der Ort des Geschehens: Paris, und zwar eine Abteilung der Polizei, die sich ausschließlich um Selbstmorde kümmert. Kommissar Guérin sitzt mit seinem Assistenten Lambert in einem Büro, an dessen Decke sich – je nach Wetter – ein Blutfleck ausbreitet oder zusammen zieht. Auf dem Dachboden darüber wird die Kleidung der Selbstmörder aufbewahrt, und es regnet durch’s Dach. Iiihhh…
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Rezension: ‚The Graveyard Book‘ von Neil Gaiman

Titel: ‚The Graveyard Book‘
(dt. Titel: ‚Das Graveyard Buch‘)

Autor: Neil Gaiman

Illustrator: Dave McKean

Sprache: Englisch bzw. Deutsch (Hörbuch)

Format: Taschenbuch bzw. Download von audible.de

Länge: 360 Seiten bzw. 5 Std 27 min

‚It takes a graveyard to raise a child.‘
(Klappentext)

Inhaltsangabe (von amazon.de):

Nobody Owens ist noch ein Baby, trotzdem entkommt er als einziger aus seiner Familie einem brutalen Mörder. Zuflucht findet er ausgerechnet auf einem Friedhof, die Geister und Untoten nehmen ihn bei sich auf und ziehen ihn groß. Doch der Feind wartet auf den Tag, an dem Nobody zu den Lebenden zurückkehren wird.
Zum Buch:
Ja, genau: THE GRAVEYARD BOOK ist ein Kinderbuch. Aber, hey – es ist nie zu spät für eine glücklich-gruselige Kindheit, oder? Und ab und an test-lese ich auch gerne Bücher, die ich meinen Kindern vorsetzen möchte. Außerdem taucht Neil Gaiman’s preisgekrönte Schauermär für Kids trotz der zwei Jahre, die es schon auf dem Buckel hat, immer wieder in Blogs und Empfehlungen auf. Ein junger ‚Klassiker‘ also, und die sollte man doch kennen!
Die Inhaltsangabe stimmt schon, umschifft aber ein bisschen das, worum es eigentlich geht: Nicht die Jagd des Mörders auf Nobody Owens (das ist eher eine Rahmenhandlung), sondern Bod’s Aufwachsen auf dem Friedhof. Ist der beängstigende Anfang erst einmal überwunden (und Kinder wird das Mord-Szenario wirklich mit ihren Verlustängsten konfrontieren!), erzählt das GRAVEYARD BOOK in abgeschlossenen Kapiteln kleine Geschichten. So findet Bod eine Freundin, entdeckt die furchteinflößenden Sleer in einem Hünengrab, schlägt sich mit Ghoulen herum, wird mit den ‚Freuden‘ des Außenseitertums in der Schule konfrontiert und macht eine fälschlich verurteilte Hexe glücklich. Und mehr.
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Rezension: ‚The Wolf Gift‘ von Anne Rice

Titel: ‚The Wolf Gift‘
(noch nicht auf Deutsch erschienen)

Autorin: Anne Rice

Sprache: Englisch

Format: Hardcover, z.B. von amazon für € 15,95

Seiten: 416

“I’m hoping what all sentient beings hope … that somehow I’m part of something larger than myself, in which I play a role, an actual role that is somehow intended and meaningful.”
― Anne Rice, The Wolf Gift

Inhaltsangabe:

Reuben ist ein junger, gut aussehender Reporter für den San Francisco Chronicle. Er soll einen Artikel schreiben über ein Anwesen, versteckt in den kalifornischen Wäldern, das zum Verkauf steht. Als er die Besitzerin, Marchent, für ein Interview aufsucht, nehmen ihn sowohl der Ort als auch die gebildete, schöne Marchent sofort gefangen. Eine romantische, magische Nacht folgt – die in Gewalt endet. Bei einem Überfall gibt es Tote, und Reuben wird von einem brutalen, seltsamen Wesen schwer verletzt.

Er erholt sich erstaunlich schnell und muss entdecken, dass er sich verändert. Eines Tages hört er eine Stimme, und sie ruft um Hilfe, löst eine Verwandlung aus. Hin- und hergerissen zwischen Entsetzen und Rausch, entdeckt Reuben seine neue Existenz. Doch er ist in Gefahr…

Zum Buch:

Ach, Anne Rice! Was haben wir und eine ganze Riege von Vampiren uns nicht schon die Nächte um die Ohren geschlagen. Melancholie, Leidenschaft, Gewalt – mit diesem Rezept stahlen sich Lestat & Co. schon vor einer Ewigkeit in mein Herz. Für mich war (und ist) Anne Rice die unangefochtene Queen der Vampirromanze, seit ihr INTERVIEW WITH A VAMPIRE die Leserwelt mit prickelnder Gänsehaut erschütterte.

Dieses Gefühl, diesen Rausch wollte ich mit THE WOLF GIFT wieder durchleben.
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‚The Invisible Ones‘ von Stef Penney

Titel: ‚The Invisible Ones‘
(noch nicht auf deutsch veröffentlicht)

Autorin: Stef Penney

Sprache: Englisch

Format: Hardcover, hier: gewonnen bei www.bookpage.com

Länge: 416 Seiten

The rain comes on again, harder than before, then harder still, and the wind gets up, scudding and punching against the car as I near Bishop’s Waltham. The streaming tarmac shimmers like blood under the brake lights.

Why, tonight, do I keep thinking about blood?

Kurzbeschreibung (von amazon.de):

Als Rose den attraktiven Ivo Janko heiratete, wurde sie Teil einer fahrenden Romafamilie. Jeder fragte sich damals, ob die Beziehung zwischen der schüchternen Rose und dem charismatischen Ivo funtionieren würde. Bis zu dem Tag als Rose spurlos verschwand. Ihrem Vater läßt ihr Verschwinden keine Ruhe und er engagiert nach 7 Jahren ohne ein Lebenszeichen seiner Tochter den Privatdetektiv Ray Lovell. Doch die einzigen Menschen, die ihm bei der Suche helfen könnten, sind die Jankos und die sagen kein Wort.

Zum Buch:

Der Hammer – zum aller ersten Mal in meinem Leben gewinne ich etwas, und es sind..tada… Bücher! Auf http://www.bookpage.com gab’s drei zufällige Neuerscheinungen zu gewinnen, und so flatterte mir u.a. THE INVISIBLE ONES per Luftpost ins Haus. Davon hatte ich schon im Netz gehört, und das Thema ‚Roma‘ versprach interessantes Neuland, also tauchte ich ein:

Ray Lovell, Privatdetektiv und halb Roma, liegt zwischen Delirium und Wachen im Krankenhaus. Größtenteils gelähmt und ohne Erinnerung, was passiert ist, nimmt er uns mit an den Anfang der Ereignisse und auf die Suche nach der Wahrheit.
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‚Das Alphabethaus‘ von Jussi Adler-Olsen

Titel: ‚Das Alphabethaus‘
(Originaltitel: ‚Alfabethuset‘)

Autor: Jussi Adler-Olsen

Sprache: Deutsch (Originalsprache: Dänisch)

Medium: Taschenbuch für € 15,90

Länge: 592 Seiten

Inhaltsangabe (von audible.de):

Deutschland zur Zeit des Zweiten Weltkriegs: Nach einem Flugzeugabsturz über feindlichem Territorium retten sich die britischen Fliegerpiloten Bryan und James in einen Krankentransport. Um nicht entdeckt zu werden, nehmen sie die Identität von zwei deutschen Soldaten an und gelangen so in ein Lazarett für Geisteskranke. Hier müssen sie ihre Rolle spielen und sind der Willkür und dem Sadismus des Personals hilflos ausgeliefert. Bryan gelingt schließlich die Flucht, doch das Schicksal von James bleibt ungewiss.

Zum Buch:

Nach den drei bisher erschienenen Büchern aus Adler-Olsen’s ‚Carl Mørck‘-Reihe hatte ich bewusst etwas Zeit vergehen lassen, bis ich mir DAS ALPHABETHAUS vornahm. Ich wollte verhindern, in die Vergleichsfalle zu tappen und diesen so gänzlich anderen Roman an der hervorragenden Thriller-Reihe zu messen. In einer Hinsicht war meine Sorge allerdings unbegründet: DAS ALPHABETHAUS unterscheidet sich so überdeutlich und in so ziemlich allem von den Mørck-Büchern, dass es einer vorbereitenden Auszeit gar nicht gebraucht hätte.

DAS ALPHABETHAUS (das Adler-Olsen tatsächlich vor den Mørck-Thrillern geschrieben hat!) spielt in einer anderen Zeit (im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs), an anderen Orten (Deutschland und England), und stellt zwei Figuren in den Vordergrund, die nicht das Geringste mit dem lakonisch-phlegmatischen Carl Mørck gemeinsam haben. Also Schluss mit dem Vergleich!
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‚Gebieterin der Dunkelheit‘ von Lara Adrian

Titel: ‚Gebieterin der Dunkelheit‘ (Midnight Breed #4)
(Originaltitel: ‚Midnight Rising‘)

Autorin: Lara Adrian

Sprache: deutsch

Medium: Taschenbuch aus der Bücherei (Normalpreis: € 9,95)

Länge: 398 Seiten

Kurzbeschreibung (von amazon.de):

Die Journalistin Dylan Alexander entdeckt eine verborgene Grabstätte und gerät dadurch in einen Strudel aus Gewalt und Geheimnissen. Doch niemand ist gefährlicher als der von Narben entstellte und unendlich verlockende Rio, der sie in seine Welt der ewigen Finsternis und dunklen Obsessionen entführt. Dylan kann sich Rios Berührung nicht entziehen, selbst als sie eine schreckliche Entdeckung macht, die ihn mit ihrer Vergangenheit verbindet. Dylan muss sich entscheiden: Will sie Rios Reich der Dunkelheit verlassen oder alles aufs Spiel setzen für den Mann, der ihr gezeigt hat, was wahre Leidenschaft ist?

Zum Buch:

Ja, ich weiß, was ihr sagen werdet: So eine Vampir-Schmonzette. Die kursieren ja seit einiger Zeit überall, und Shakespeare ist das nicht gerade. Und dann auch noch Lara Adrian! Paranormale Soft-Pornos für frustrierte Hausfrauen!

Ich möchte euch beruhigen: Man kann das lesen und genießen, ohne dass einem das Hirn hinten rausfällt oder man verklärt vom Stuhl fällt. Und danach kann man sich entspannt und mit einem romantischen Seufzer wieder ‚anspruchsvolleren‘ Genres zuwenden. Ich jedenfalls brauche ab und an einen kurzen Ausflug in die wunderbar vorhersagbare, rettungslos archetypische Welt der ‚paranormal romance‘. Sei es, um mich von vorher gegangener, schwerer Lektüre zu ‚erholen‘ oder weil frau ganz einfach manchmal zurück muss in die Märchenwelt, wo starke, finstere Kerle ihre hübschen Prinzessinnen vor den noch böseren Buben retten.
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‚Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht‘ von Jakob Hein

Titel: ‚Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht‘

Autor: Jakob Hein

Sprache: deutsch

Medium: Hardcover für € 16,90

Länge: 173 Seiten

Kurzbeschreibung (von amazon.de):

Seit Boris Moser seine Agentur für verworfene Ideen eröffnet hatte, war niemand anderes als er selbst durch die Eingangstür getreten. Nun stand diese Frau vor seinem Schreibtisch, Rebecca. Kastanienbraunes Haar fiel auf ihre Schultern, und ihre Augen leuchteten. Während Boris noch darüber sinnierte, ob ihre elegante Nase ihr einen evolutionären Vorteil einbrachte, sprach Rebecca ihn an. Schlagartig wurde Boris klar, dass er diese Frau nie wieder gehen lassen durfte. Und dann tat er etwas, das er sonst unter allen Umständen vermieden hätte: Er erzählte ihr von einem verworfenen Romananfang. Er erzählte ihr von Sophia, die für ihren Auftrag­geber eine Geschichte aufschrieb. Sie handelte von dem Wissenschaftler Heiner, der kurz davor stand, den Sinn des Lebens zu ergründen.

Zum Buch:

Man muss wissen, dass ich dieses Buch aus der Not heraus gelesen habe. Tatsächlich sind mir die selbst gekauften/gewünschten Bücher ausgegangen, und so habe ich mein Regal nach etwas ungefragt Geschenktem und Lesbarem gesucht. Dabei fiel mir VOR MIR DEN TAG… in die Hände.

Zunächst dachte ich, ich hätte einen Schatz gefunden. Der Anfang des Buches ist charmant und hat das, was man schon mal als ‚Espirit‘ bezeichnet. Da sitzt Boris in seiner Agentur Für Verworfene Ideen und bemüht sich, eben diese zu sammeln und dabei einen etwaigen Geniestreich zu entdecken. Vielleicht findet sich in Boris‘ Kartei für die verworfene Idee einer Erfindung, die technisch unmöglich umsetzbar erschien, ja genau die verworfene Idee für ein Material, das die Umsetzung möglich macht?
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‚The Magicians‘ von Lev Grossman

Titel: ‚The Magicians‘
(dt. Titel: ‚Fillory. Die Zauberer.‘)

Autor: Lev Grossman

Sprache: Amerikanisch

Medium: Taschenbuchvon amazon.de für € 6,90

Länge: 528 Seiten

“In a way fighting was just like using magic. You said the words, and they altered the universe. By merely speaking you could create damage and pain, cause tears to fall, drive people away, make yourself feel better, make your life worse.”
― Lev Grossman, The Magicians

Inhaltsangabe (von amazon.de):

Der hochintelligente Einzelgänger Quentin Coldwater steht kurz vor dem Abschluss der Highschool. Vor der Langeweile des Alltags flüchtet er sich am liebsten in die fantastischen Romane, die in einem magischen Land, in Fillory, spielen. Natürlich ist Quentin davon überzeugt, dass es Zauberei in der realen Welt nicht gibt bis er sich unerwartet an einem geheimen, sehr exklusiven College außerhalb von New York wiederfindet.
Gerade noch ist er durch das winterliche Brooklyn gelaufen, als er plötzlich auf dem idyllischen Gelände des Brakebills-Colleges für Magische Pädagogik in der prallen Sommersonne steht. Als Quentin begreift, was mit ihm geschehen ist, ist er bereit, die ihm gebotene Chance zu ergreifen. Er beginnt, moderne Zauberei zu studieren und er genießt das Collegeleben: Freundschaft, Liebe und Sex.
Aber irgendetwas fehlt. Obwohl er eine Macht gewinnt, von der er niemals zu träumen gewagt hätte, ist er nicht wirklich glücklich. Da machen er und seine Freunde eine atemberaubende Entdeckung: Das magische Land Fillory gibt es tatsächlich, aber es ist weitaus düsterer und bedrohlicher als Quentin es sich je vorgestellt hatte. Sie begeben sich auf eine gefährliche Reise…

Zum Buch:

Quentin Coldwater befindet sich kurz vor dem Highschool-Abschluss und ist sein Leben schon leid. Nichts scheint ihm Erfüllung zu bringen; nicht die Schule, die für den Hochintelligenzler ein Kinderspiel ist; nicht seine Freundschaft mit James und dessen Freundin Julia, in die er insgeheim verliebt ist; nicht seine Eltern, die ihn kaum wahrzunehmen scheinen. Und sicher nicht die Aussicht auf irgendein Studium an irgendeiner Eliteuni.

Durch einen eher unglücklichen Zufall (und ein mysteriöses Stück Papier) gerät Quentin plötzlich auf den Campus eines Colleges, versteckt mitten in New York und offensichtlich in einer anderen Jahreszeit unterwegs, wo er an einem äußerst merkwürdigen Aufnahmetest teilnimmt. Es sind absurde Aufgaben, die der Leser mit ebenso viel Verwirrung und Neugier bewältigt wie Quentin. Hier wird nichts erklärt, hier wird niemand an die Hand genommen, und so interessant das Ganze auch ist, so skeptisch bleibt man mit Quentin. Hat er den Verstand verloren? Und, wenn nicht: Ist das gut, was er hier macht, oder sollte er nicht lieber die Finger davon lassen?
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