Adventskalender: Buch #8

Hola! Jetzt kommt Feuer in die Sache:

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DAS BÖSE MÄDCHEN des in Südamerika geborenen Autors Mario Vargas Llosa wartet mit einer leidenschaftlichen Geschichte auf, die sich laut Klappentext über Paris, London und Madrid bis nach Tokio zieht. Ein kapriziöses Weib wirbelt durch das Leben des jungen Ricardo im Peru der 50er Jahre.

Ich habe ein Faible für starke, ‚böse‘ Mädchen in Romanen – die trifft man nicht allzu oft. Und Südamerika ist in meinem Bücherregal beschämend unterrepräsentiert. Alles gute Gründe, mich auf dieses Buch zu freuen.

Adventskalender: Buch 7

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Nicht wirklich überrascht war ich am 7.12., die diesjährige Nobelpreis-Gewinnerin in meinem Adventskalender vorzufinden. Ihre Erzählungen sind mir nicht fremd. Tatsächlich habe ich in TOO MUCH HAPPINESS schon mal als englisches Hörbuch reingehört. Mit Munro’s Art, ihre Geschichten manchmal mitten in der Luft oder zumindest ohne ein fühlbares Ende stehenzulassen, habe ich mich damals schwer getan.

Aber manchmal muss man in einen Autor ja auch hineinwachsen. Und so werde ich Munro’s Erzählungen über die Balance zwischen zu viel und zu wenig Glück noch mal meine Aufmerksamkeit schenken und sehen, was beim zweiten Anlauf dabei herauskommt.

Adventskalender: Buch #6

Volltreffer!

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SHOTGUN LOVESONGS steht schon seit der Buchmesse auf meiner Wunschliste. Ich mag es, wenn sich in einem Roman die Wege der Figuren kreuzen, verlieren, verknüpfen. In Nickolas Butler’s Roman ist das wohl so: Um 5 Freunde aus einer amerikanischen Kleinstadt drehen sich die in eine große Geschichte verpackten und miteinander verwobenen ‚Songs‘ um Freundschaft, Heimat und Liebe.

Witzig: Vor einer Woche hat mir eine Freundin das Buch geliehen, weil ich es gerne lesen wollte. Ich bin noch nicht dazu gekommen – und habe jetzt mein eigenes Exemplar. Da kann die liebe @Liedie40 ihres ja wieder zurück haben. ;)

Den Titel des Buches finde ich übrigens total stark und bin sehr froh, dass der deutsche Verlag sich entschieden hat, ihn nicht durch irgendeine verkorkste Übersetzung zu verunstalten. Danke.

Adventskalender: Buch #5

Und wieder überrascht mich mein Mann mit einem Buch, von dem eigentlich ich vor ihm hätte hören sollen:

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Laut Klappentext und den Kommentaren von Paul Auster, der NYT und John Franzen auf der Rückseite handelt es sich um eine ’skeptische postmoderne Komödie‘, die intelligent, komisch und im Kern sehr ernsthaft sein soll. Ist im September 2013 erschienen.

Es geht um einen jungen US-Lyriker, den ein Stipendium nach Spanien verschlagen hat. Es geht auf den ersten Blick um die Suche nach und den Zweifel an der eigenen Authentizität als Künstler in den Zeiten der Globalisierung. Ein Generationenroman, vermute ich. Irgendwo kommt dann auch noch ein Terror-Anschlag ins Spiel, der politische Bekenntnisse erfordert. Wie das alles zusammen passt, werde ich gerne herausfinden.

 

Adventskalender: Buch #4

Aha. Davon habe ich ja noch NIE gehört. Aufregend!

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Das Buch stammt aus den 50ern, und in ihm zieht ein englischer Trupp zusammen los, um den höchsten Berg der Welt zu besteigen. Zum Amusement des Lesers geht dabei offenbar schief, was nur schief gehen kann. Die Gruppenmitglieder sind vollkommen unfähig, und es sieht so aus, als würde am Ende gar der völlig falsche Berg bestiegen. Bill Bryson behauptet auf der Titelseite, es sei ‚das lustigste Buch, das Sie jemals lesen werden‘. Und auch Elke Heidenreich hat sich bei der Lektüre offenbar schlapp gelacht.

Während ‚lustig‘ nicht unbedingt meins ist, ist eine Sartire à la Monthy Python sehr wohl mein Ding. Eine ‚britische Bergsteigersartire‘ hört sich herrlich schräg an. Da scheint mir mein Mann einen Geheimtipp ins Körbchen gelegt zu haben.

Adventskalender: Buch #3

Damit hatte ich insgeheim gerechnet: ‚Doppelte‘.

Mein Mann sieht zwar, welche Bücher ich lese. Was in meiner Hörbuch-Bibliothek so alles durchrattert, weiß er aber nicht. Da er auch weiß, welche Themen ich mag, war ich darauf gerichtet, im Adventskalender auch mal ein Buch zu finden, das ich schon kenne. Bereits an Tag #3 war es soweit:

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Jonathan Franzen’s amerikanischer Gesellschaftsroman war tatsächlich eins der allerersten Hörbücher, das vor ca. zwei Jahren auf meinem iPod landete. Ich habe es auf Englisch gehört und mich damit, ehrlich gesagt, recht schwer getan. Ich glaube, in diesem Buch steckt vieles, was sich mir nicht ganz erschließt. Ich bin mit der amerikanischen Kultur zwar sehr vertraut, durchschaue aber nicht alles und fühle mich dem Roman nicht so nah, wie ich gerne würde. Zweifellos ist der Roman aber sehr gut geschrieben und hat es verdient, dass ich der deutschen Übersetzung in stillen Stunden noch einmal meine Aufmerksamkeit schenke. Vielleicht ein Buch, das mir auf den 2. Blick besser gefallen wird.

Habt ihr schon mal etwas von Franzen gelesen? Wie hat es euch gefallen?

Adventskalender: Buch #2

Am 2. Dezember sah ich rot:

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Dieser Lebensratgeber, herausgegeben von Claudia Bayrl, gehört eigentlich so gar nicht zu den Dingen, die ich sonst so lese. Sachbücher sind gar nicht mein Ding. Ratgeber, die mir erklären wollen, in welche Richtung ich mein Leben besser ändern sollte, sind mir suspekt. Vorsichtshalber hatte mir mein mich gut kennender Mann erklärt, ich solle ‚in die Bücher nichts reininterpretieren‘. Mit anderen Worten: Ich schaue mal rein, was mir dieses Büchlein zu den Themen Freundschaft, Partnerschaft und Liebe zu sich selbst sagen will und darf dann selbst entscheiden, ob mir das irgendetwas gibt oder nicht.

Hübsch aussehen tut es jedenfalls und ist definitiv mal etwas Anderes.

Adventskalender: Buch #1

Am 1. Dezember habe ich, nachdem ich mich endlich eingekriegt hatte, das 1. Buch ausgepackt. Es ist dieses hier:

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Monika Zeiners DIE ORDNUNG DER STERNE ÜBER COMO war auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2013, und da hat mein Mann es auch entdeckt. Es geht  – wenn ich den Klappentext richtig deute – um Liebe und Freundschaft, um Glück und Unglück, um eine Dreierbeziehung, um die Vergangenheit, um Berlin und Italien. Mit Sicherheit keine leichte Kost, und ich werde es mir wohl in den ruhigen Tagen nach Weihnachten vornehmen.

Es freut mich übrigens auch, dass mit diesem Buch mal wieder eine Veröffentlichung aus einem Indie-Buchverlag in mein Regal einzieht, der auch noch einen so schönen Namen trägt: Der ‚Blumenbar‘-Verlag.

Kennt jemand von euch das Buch? Habt ihr es schon gelesen? Was erwartet mich da wohl?

Rezension: ‚Night Film‘ von Marisha Pessl

night filmTitel: ‚Night Film: A Novel‘

dt. Titel: ‚Die amerikanische Nacht‘

Autorin: Marisha Pessl

Format: Hardcover

Sprache: Englisch

Herausgeber: Random House

erschienen: 20. August 2013

Seiten: 624

Beschreibung (amazon):

Ashley ist tot – gerade mal vierundzwanzig – eine Leiche in einer verlassenen Lagerhalle Manhattans. Ein Unfall? Oder Selbstmord? Und was hat Cordova – der übermächtige Vater und besessene Filmemacher mit ihrem Tod zu tun? Der Schlüssel zum Geheimnis liegt in seinen magischen Filmen, die nach und nach zu einer Wirklichkeit werden, aus der es kein Entkommen gibt.
Ein Meisterwerk – souverän, tödlich, perfekt.

Zum Buch:

Mal wieder so ein Buch, das mit vielen Vorschusslorbeeren auf einer Welle der Begeisterung aus Amerika zu uns herüberschwimmt. Da muss ich ja testen, ob es die Aufregung tatsächlich wert ist.

Optisch ist NIGHT FILM auf jeden Fall etwas Besonderes: Die silberne Schrift auf dem Schutzumschlag wechselt je nach Lichteinfall irrisierend die Farbe, und schlägt man das recht schwere und großformatige Buch auf, entdeckt man nicht nur Buchstaben, sondern etliche Illustrationen: Kopien aus Krankenakten, Vermisstenanzeigen, Screenshots von Internetseiten, SMS-Konversationen… – ganz in Schwarz/Weiß gehalten, fügen sie der Geschichte ebensoviel Authentizität wie Düsternis hinzu. Schon allein deshalb geht hier meine Empfehlung einmal klar in Richtung Printausgabe.

NIGHT FILM gibt sich also mysteriös, und dieser Look entspricht voll und ganz dem Inhalt. Wir haben es im Grunde genommen mit einem ‚murder mystery‘ im klassischen Sinn zu tun, dem Pessl durch ein paar geschickte Zutaten einen neuen Spin verleiht. So macht der Prolog schon mal klar, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Ein Geist in einem roten Mantel huscht durch das nächtliche New York. Oder spielen dem diskreditierten Journalisten Scott McGrath seine Sinne nur einen Streich? Vermutlich. Wahrscheinlich. Oder doch nicht?

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Rezension: ‚Der Nachtwandler‘ von Sebastian Fitzek

Der NachtwandlerTitel: ‚Der Nachtwandler‘

Autor: Sebastian Fitzek

Sprache: Deutsch

Format: Taschenbuch

Verlag: Knaur

erschienen: April 2013

Länge: 318 Seiten

Inhaltsangabe (amazon):

In seiner Jugend litt Leon Nader an Schlafstörungen. Als Schlafwandler wurde er während seiner nächtlichen Ausflüge sogar gewalttätig und deswegen psychiatrisch behandelt. Eigentlich glaubte er geheilt zu sein – doch eines Tages, Jahre später, verschwindet Leons Frau unter unerklärlichen Umständen aus der gemeinsamen Wohnung. Ist seine Krankheit etwa wieder ausgebrochen? Um zu erfahren, wie er sich im Schlaf verhält, befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn – und als er am nächsten Morgen das Video ansieht, macht er eine Entdeckung, die die Grenzen seiner Vorstellungskraft sprengt: Sein nächtliches Ich steigt durch eine ihm völlig unbekannte Tür hinab in die Dunkelheit …

Zum Buch:

Flughafenlektüre. Diesen Zweck soll Sebastian Fitzek’s neuester Thriller erfüllen, als ich ihn in Köln kurz vor Boarding vom Thriller-Grabbeltisch klaube. Und tatsächlich: Das Taschenbuch passt zeitlich genau in Hin- und Rückflug plus Warten am Gate. Eine Sache von insgesamt nur drei Stunden, und DER NACHTWANDLER ist ausgelesen.

Was sagt das über das Buch aus?

Zum einen, dass es irre spannend ist. Ein mysteriöser Prolog. Kapitel, die selten mehr als eine Handvoll Seiten haben. Cliffhanger. Das Spiel mit angstvoller Erwartung und dem Gefühl, UNBEDINGT wissen zu müssen, wie es weitergeht. Das sind die Mittel, mit denen Fitzek mich mal wieder an einen seiner Thriller fesselt. Ich kann das Ding nur mühsam aus der Hand legen.

Und bin dabei gleichzeitig angeekelt. Denn auch, wenn Fitzek die Kunst der Hochspannung beherrscht, haben seine Thriller doch regelmäßig auch etwas an sich, das mich abstößt. Weil der Autor mir zu plakativ wird. Weil er Gewalt, Horror oder sexuelle Abartigkeit nicht deshalb als Stilmittel benutzt, weil die Geschichte das braucht, sondern weil es die Sensationsgier der Leser bedient. Dieser Eindruck drängt sich nach der Lektüre mehrerer Fitzek-Titel jedenfalls auf.