#Lesefreude-Verlosung: Buch Nr. 4

Die SonnenpositionLiebend gerne teile ich euch mit, dass es am 23.4., am ‚Welttag des Buches‘, ein 4. Buch bei mir zu gewinnen gibt. Der Suhrkamp-Verlag unterstützt die ‚Blogger schenken Lesefreude‘-Aktion und hat mir für die Verlosung ein Exemplar von Marion Poschmanns Die Sonnenposition zur Vergügung gestellt. Danke!

Der Text auf der Rückseite des im August 2013 erschienenen Romans liest sich so:

„Schatten läßt sich nur ableiten. Schatten ist da, wohin mein Blick nicht fällt. Dennoch weiß ich um ihn, denn das Licht entsteht aus der Finsternis.“

Ein Roman über die Macht der Zeit, über Erinnerung und zeitlose Verbundenheit. Ein Roman über fragile Identitäten, über den schönen Scheinund die Suche nach dem inneren Licht – funkelnd, glasklar und von subtiler Spannung.

Das hört sich sprachlich sehr schön an, oder? Aber auch kryptisch, also verrate ich euch etwas mehr  über den Inhalt:

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Anna Karenina – Teil 3: Was denn nun?!

Anna Kaernina dtvZusammen mit der lieben @Liedie40 lese ich Anna Karenina von Leo Tolstoi. Näheres dazu erfahrt ihr HIER. Verfolgen könnt ihr unser Vorankommen auf Twitter unter dem hashtag #TeamTolstoi. Außerdem ziehe ich nach jedem der 8 Teile, in die der Roman sich splittet, eine kurze Bilanz. 

Teil 3 – Was denn nun?!

Was geschieht:

Lewin setzt sich intensiv mit seinen Ideen zum Thema ‚Arbeiter als treibende Wirtschaftskraft‘ auseinander. Ein Tag, den er gemeinsam und glücklich mit seinen Arbeitern bei der Heuernte auf dem Feld verbringt, bestärkt ihn noch mehr in seinen Ansichten. Er diskutiert mit verschiedenen Personen darüber, zunächst mit seinem Bruder Sergej, der zu Besuch kommt, später mit einem erfolgreichen Bauern, dann mit seinem Freund Swijaschski. Es geht um eine sich verändernde Welt: das Ende der Leibeigenschaft, den Beginn der freien Arbeit, und natürlich um Politik – Kommunismus, Sozialismus und Zwischenwege. Lewin beschließt, seine Arbeiter am Gutshof zu beteiligen und gründet eine Art Genossenschaft. Der Anfang dieses neuen Weges gestaltet sich problematisch.

Darja hält sich nicht unweit von Lewins Gut auf dem Land auf. Es gibt Geldsorgen im Hause Oblonski, und das Leben auf dem Land ist billiger. Darja plagt sich zudem mit Zweifeln an der Treue ihres Ehemannes Stepan. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den deutlich härteren, einfacheren Lebensumständen auf dem Land arrangiert Darja sich.

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Anna Karenina – Teil 2: Der Wahrheit ins Auge

Anna Kaernina dtvZusammen mit der lieben @Liedie40 lese ich Anna Karenina von Leo Tolstoi. Näheres dazu erfahrt ihr HIER. Verfolgen könnt ihr unser Vorankommen auf Twitter unter dem hashtag #TeamTolstoi. Außerdem ziehe ich nach jedem der 8 Teile, in die der Roman sich splittet, eine kurze Bilanz. 

Teil 2 – Der Wahrheit ins Auge

Was geschieht:

Wronski hat Kitty das Herz gebrochen. Sie ist so mitgenommen, dass die Ärzte ihr eine Kur empfehlen. Mit ihrer Mutter reist sie in einen Badeort in Deutschland. Dort schließt sie Freundschaft mit Warenka, die sich selbstlos und barmherzig um ihre sieche Ziehmutter und andere Kranke kümmert. Kitty – auf der Suche nach einem neuen Lebenssinn – eifert ihr nach. Sie muss feststellen, dass diese Selbsttäuschung nicht funktioniert: Kitty kann niemand anderer sein, als sie ist. Sie kehrt ernüchtert aber gesundet zurück nach Hause.

Auf dem Land, bei Petersburg, kümmert sich Lewin derweil mit Leidenschaft um seinen Gutshof. Sein Freund Stepan Oblonski besucht ihn. Man redet über Kitty, über die Lewin trotz aller Beteuerungen doch nicht ganz hinweg ist. Außerdem diskutieren die Freunde über die Landwirtschaft und ihre geschäftlichen Aspekte – ein Thema, das Lewin am Herzen liegt.

In Petersburg kursieren inzwischen Gerüchte über ein Verhältnis zwischen Anna und Wronski. Zurecht, denn die beiden pflegen mittlerweile eine heimliche Affäre. Annas Ehemann Alexej stellt seine Frau zur Rede, doch sie weicht ihm zunächst aus.

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Anna Karenina – Teil 1: Wo die Liebe hinfällt

Anna Kaernina dtvZusammen mit der lieben @Liedie40 lese ich Anna Karenina von Leo Tolstoi. Näheres dazu erfahrt ihr HIER. Verfolgen könnt ihr unser Vorankommen auf Twitter unter dem hashtag #TeamTolstoi. Außerdem ziehe ich nach jedem der 8 Teile, in die der Roman sich splittet, eine kurze Bilanz. 

Teil 1 – Wo die Liebe hinfällt

Was geschieht:

Der Roman beginnt in Moskau, mit einem Ehekrach im Hause Oblonski. Stepan (ein Fürst und dazu eine Art hoher Beamter) ist mit einer Bediensteten des Hauses fremdgegangen, und seine Frau Darja hat es herausbekommen. Sie droht, ihn zu verlassen. Der Haussegen hängt schief. Um sie zu umzustimmen, schickt Stepan nach seiner Schwester Anna, die aus Petersburg anreisen wird.

Zeitgleich buhlen zwei Herren um die Gunst von Darjas Schwester Kitty. Der eine ist Stepans Freund Lewin, ein Gutsbesitzer vom Land. Der andere ist der fesche Oberst Wronski. Kitty weist den Heiratsantrag Lewins zurück, in der festen Annahme, Wronski wolle sie ebenfalls zur Frau nehmen.

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#TeamTolstoi – ‚Anna Karenina‘ liest sich (noch) besser zu zweit

Anna Kaernina dtvEin russischer Klassiker. Mit – je nach Übersetzung – um die 1.000 Seiten. Ein Gesellschaftsroman über eine Frau und ihre verbotene Liebe, in einer Zeit und einem Land, das mir so fern ist wie ein fremder Planet. Und selbst die neueste Ausgabe enthält alle drei Seiten Wörter und Begriffe, die so altmodisch sind, dass man sie erstmal abstauben muss, bevor man sie nachschlagen kann. Puh.

Und das soll ich lesen?!

Ich soll es nicht – ich will! Und ich bin dabei nicht allein. Die liebe @Liedie40 liest gerne Klassiker, und wir haben beschlossen, Anna Karenina zusammen anzupacken. Für @Liedie40 ist es ein Wiedersehen. Sie kennt und liebt das Buch schon. Für mich ist es ein Aufbruch zu neuen Horizonten. Klar, Klassiker habe ich auch schon etliche gelesen. Aber vor allem im Studium, und eher aus dem anglo-amerikanischen, französischen oder deutschen Raum. Die Russen sind etwas Neues für mich. Unbekannte Gefilde.

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‚Blogger schenken #Lesefreude‘ – ein Buch mehr zu gewinnen!

Ein paar Tage LichtGute Nachrichten, Freunde!

Zusätzlich zu den beiden Büchern, die ich für die ‚Blogger schenken Lesefreude‘-Verlosung am ‚Welttag des Buches‘ (23.4.) selbst zur Verfügung stelle, gesellt sich jetzt ein drittes!

Der Dumont-Verlag war so freundlich, mir ein Exemplar von Oliver Bottinis Kriminalroman EIN PAAR TAGE LICHT zur Verfügung zu stellen. Als Appetizer hier schon mal der Klappentext:

‚In Algerien wird der Manager eines deutschen Rüstungskonzerns entführt. Von offizieller Seite heißt es sofort: Al-Qaida hat zugeschlagen. Doch für BKA-Mann Ralf Eley, an der deutschen Botschaft in Algier stationiert, gibt es zu viele Ungereimtheiten. heimlich gebinnt er zu ermitteln und findet bald heraus, dass viel mehr auf dem Spiel steht als das Leben eines Entführten. Als er begreift, dass die algerische wie auch die deutsche Regierung die Wahrheit vertuschen wollen, ist es zu spät: Längst geht es um Eleys eigenen Schicksal.‘

Ich freue mich sehr, diesen hochkarätigen politischen Krimi an einen von Euch verlosen zu können. Danke, Dumont!

Mehr zum Buch erfahrt ihr HIER, auf der Verlagshomepage.

Am 23.4. findet die eigentliche Verlosung statt – Genaueres dazu findet ihr HIER.

Es lohnt sich aber auch schon vorher, mal wieder vorbeizuschauen. In den nächsten Tagen verrate ich, welche beiden Bücher es noch zu gewinnen gibt. Na, neugierig?

Rezension: ‚Abschied von Atocha‘ von Ben Lerner

5Titel: ‚Abschied von Atocha‘

Originaltitel: ‚Leaving the Atocha Station‘

Autor: Ben Lerner

Sprache: Deutsch (Originalsprache: Englisch)

Format: gebundenes Buch

Verlag: Rowohlt

Erscheinungsdatum: 6. September 2013

Länge: 256 Seiten

Beschreibung (Klappentext):

Der junge amerikanische Lyriker Adam Gordon verbringt ein Jahr als Stipendiat in Madrid, auf der Suche nach sich selbst und seiner Rolle als Künstler. Schon beim Frühstück auf dem Dach seiner winzigen Mansarde (starker Kaffee und ein dicker Joint) horcht er in sich hinein und sucht nach einer, nach irgendeiner greifbaren Authentizität. Doch ob vor den verehrten Bildern im Prado, beim Zusammensein mit seinen beiden spanischen Geliebten, denen er das Blaue vom Himmel herunterlügt, oder auf der Bühne vor einem befremdlich begeisterten Publikum – immer bedrückender wird sein Verdacht, dass ihn und die Welt ein unüberwindlicher Graben trennt. Das liegt beileibe nicht nur an seinem holprigen Spanisch, das Anlass zu den kuriosesten Missverständnissen gibt, sondern an seiner wachsenden Überzeugung, dass er selbst eine ebensolche Fälschung ist wie seine nach dem Zufallsprinzip komponierten Gedichte. Immerhin, was ihm an Echtheit fehlt, ersetzt er durch blühende Phantasie. Doch dann geschieht der blutige Al-Qaida-Anschlag auf den Bahnhof Puerta de Atocha, und seine spanischen Freunde wollen ein politisches Bekenntnis von ihm …

Zum Buch:

‚Ich sagte mir, dass die Gedichte, ganz gleich, was ich tat, glanz gleich, was überhaupt irgendein Dichter tat, Flächen bilden würden, auf die die Leser ihren eigenen verzweifelten Glauben an die Möglichkeit einer poetischen Erfahrung – wie auch immer diese aussehen mocht – projizieren konnten oder die ihnen Gelegenheit bieten würden, deren Unmöglichkeit zu betreuern. […] nicht so sehr Gedichte als vielmehr eine Anhäufung von Materialien, aus denen sich Gedichte bauen ließen; sie waren reine Potenzialität, die der Artikulation harrte.‘

Ben Lerner, Abschied von Atocha

ABSCHIED VON ATOCHA ist eins der Bücher aus meinem Adventskalender und erweist sich für mich als Herausforderung, die ich nicht ganz meistere. Zumindest erschließt sich mir nicht, was an diesem Roman ’sehr lustig‘ sein soll, wie ein Kritiker des berühmten THE NEW YORKER behauptet. Gibt es da Missverständnisse zwischen mir, Ben Lerner, und Adam Gordon?

Überhaupt: Missverständnisse. Die ziehen sich – ungewollt und ebenso gewollt – durch das Buch. Adam’s Spanisch ist (zumindest zu Beginn) nur fragmentarisch vorhanden und führt neben anfänglicher hauptsächlicher Sprachlosigkeit seinerseits zu einer Menge falsch verstandener Aussagen –  aber auch zu einem Phänomen, das ich spannend finde: Adam spricht Sätze oft nicht zuende, weil ihm die Worte fehlen, oder er umschreibt, drückt sich nur vage aus. Sein spanischer Gegenüber nimmt diese Fragmente und füllt sie für ihn, gibt seinen Aussagen den Sinn, der darin zu liegen scheint (es aber oft gar nicht tut). Selbst leere Satzfetzen, mit denen Adam ein ums andere Mal seine eigene Ahnungslosigkeit überspielt, werden so durch die Interpretation des Gesprächspartners zu bedeutungsschweren Statements. Adam wird sich dieses Phänomens gewahr und benutzt es gezielt, um geistreicher und kreativer zu erscheinen, als er es eigentlich ist.

 

Und was ist er eigentlich? Das ist für mich beim Lesen die große Frage. Wohl auch für Adam selbst. Er ist mir nicht gerade sympathisch. Er klüngelt sich mit seinem Lyrik-Stipendium kiffend und saufend und Tabletten einwerfend durch sein Jahr in Madrid. Hat er eine echte psychische Erkrankung, oder ist die auch nur ein Vorwand? Seine Gedichte sind – ebenso wie seine verschleierten Konversationen – eine Mischung aus Zufall, Geklautem, Zusammengewürfeltem, das er so kunstvoll zusammenhanglos in Gedichtform gießt, bis man es schon wieder für große Lyrik hält. Hier wiederholt sich das Thema von oben – die Rezipienten füllen aufgrund von Erwartungen etwas mit Sinn, das eventuell gar keinen keinen Sinn beinhaltet und nur den Anschein vorgibt.

Auch den Frauenfiguren der Geschichte gegenüber tritt Adam alles andere als ehrlich auf. Er lügt tatsächlich das Blaue vom Himmel herunter, teils, um interessant zu erscheinen, teils aus Unsicherheit. Denn wenn man dieses cool-bekiffte Künstlerdasein mal genauer betrachtet, findet man unter all diesem Geflunker und Gefake einen jungen Mann, der Angst hat. Angst, nicht ‚echt‘ zu sein, gar kein Künstler, überhaupt keine eigene Identität zu haben, keinerlei Authentizität.

Authentizität. Manches erschließt sich mir nicht in ABSCHIED VON ATOCHA, aber doch, dass es genau darum geht: Bei sich zu sein, zu wissen, wer man ist, dazu zu stehen, und das auch auszudrücken, erst recht als Künstler. Oder eben nicht – so wie Adam. Im Gegensatz zu ihm wirken sämtliche anderen Figuren wahrhaftiger, sich ihrer selbst sicherer als er.

Als der Anschlag am Bahnhof von Atocha geschieht (schlagt das nach wenn ihr’s nicht mehr wisst, dieser Teil ist keine Fiktion), sieht es aus, als müsste Adam endlich Farbe bekennen und Position beziehen.

Ob er das tut oder nicht, könnt ihr selbst lesen, wenn ihr möchtet. Ihr solltet aber wissen, dass auch dieses Attentat aus dem Roman keinen handlungsgetriebenen Reißer macht, sondern dass es bei dem bleibt, was sich schon auf den ersten Seiten abzeichnet: Das Beobachten von Figuren. Introspektion. Sprache als untersuchter Gegenstand. Ein Zeit- und Generationenporträt. Sinnsuche. Selbstsuche.

Am Schluss schafft Ben Lerner dann den Kunstgriff, Adam’s scheinbar luftleere Persönlichkeit doch noch mit einem Hauch Identität zu füllen. Zumindest erwische ich mich dabei, dass ich in seinen Gedichten doch etwas sehe, das nicht gefaked sondern echt ist. Und in Adam entdecke ich angedeutetes Potential, jemand zu sein. Es ist klein, und vielleicht falle auch ich darauf herein, etwas Sinnloses automatisch mit Sinn zu füllen, aber da ist etwas.

Und wenn ihr ABSCHIED VON ATOCHA lest, dann kommt noch mal vorbei und diskutiert diesen Schluss mit mir aus. So ganz sicher fühle ich mich weder mit dem Roman noch mit der Bedeutung, die sich mir erschließt. Vielleicht ist genau das von Ben Lerner so gewollt: Dass ich denke, dass mehr daran ist, als ich sehen kann. Womit wir wieder bei Authentizität wären. Der Kreis schließt sich.

Fazit:

Ein amerikanischer Student wird durch ein Lyrik-Stipendium nach Madrid verschlagen. Von Zweifeln am eigenen Talent und der eigenen Authentizität durchtränkt, ist er ständig bemüht, beides vorzutäuschen. Zwischen Joints, Tabletten und Besäufnissen, zwischen Affären und Lesungen laviriert sich Adam durch den Anschein eines bedeutungsvollen Künstlerdaseins. Die politischen Ereignisse um den Anschlag auf die Bahnstation von Atocha zwingen ihn, Stellung zu beziehen. Oder doch nicht?

Ein kurzer, anspruchsvoller, nicht immer sympathischer Roman um Sprache, Authentizität, Missverständnisse und den Nebel der wahren  Bedeutung. So sehe ich das jedenfalls.

Bewertung:

6 von 10 Punkten

 

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Bald ist es wieder soweit: ‚Blogger schenken Lesefreude‘

Blogger schenken Lesefreude 2014 Banner

Ihr kennt das vielleicht schon vom letzten Jahr: 2013 initiiert von Dagmar und Christina, wird es auch 2014 wieder heißen ‚Blog den Welttag‘. Am Welttag des Buches, am 23. April 2014, steigt die Aktion ‚Blogger schenken Lesefreude‘. An diesem Tag verlosen hunderte von Bloggern ihre liebsten Bücher.

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Rezension: ‚Die Ordnung der Sterne über Como‘ von Monika Zeiner

Foto 3Titel: ‚Die Ordnung der Sterne über Como‘

Autorin: Monika Zeiner

Sprache: Deutsch

Format: gebundenes Buch

Verlag: Blumenbar (Aufbau Verlag)

erschienen: 6. März 2013

Länge: 607 Seiten

Klappentext:

Wie viel Liebe verträgt eine Freundschaft?

Dieser Roman handelt vom verpassten und verspielten Glück und von dem Unglück, im rechten Moment die falschen Worte gesagt zu haben. Er erzählt die Geschichte zweier Männer und einer Frau, die ihre Freundschaft und ihre Liebe aufs Spiel setzen.
Tom Holler, halbwegs erfolgreicher Pianist und frisch getrennt von seiner Frau, tourt mit seiner Berliner Band durch Italien. In Neapel hofft er seine große Liebe wiederzutreffen: Betty Morgenthal. Doch je näher ihre Begegnung rückt, desto tiefer taucht Tom in die Vergangenheit ein. Denn vor vielen Jahren verunglückte Marc, sein bester Freund und Bettys Lebensgefährte. Er hat keine andere Wahl, als die fatale Dreiecksgeschichte noch einmal zu erleben.
Berlin und Italien, Leichtsinn und Schwermut, Witz und Dramatik, die lauten und die leisen Töne – dieser Debütroman ist voller Musik.

Zum Buch:

‚Angehörige, dachte sie, indem sie sich kaum merklich mit ihrem Drehstuhl hin und her bewegte, was für ein seltsamer Ausdruck im Deutschen, den sie in Gedanken auch noch nach Jahren benutzte, weil es für ihn im Italienischen keine Entsprechung gab, der ausschließlich für negative, ja beinahe stets den Tod betreffende Gelegenheiten, wie schwere Krankheiten, Unfälle etc., benutz zu werden schien, niemals für erfreuliche. Einem Menschen angehörig schien man erst dann zu sein, wenn man dieses verlor.‘

Monika Zeiner, Die Ordnung der Sterne über Como

Der Titel des Romans von Monika Zeiner, Jahrgang 1971, ist lang und sperrig, gleichzeitig poetisch und damit sinnbildlich für das gesamte Buch. Die 607 Seiten kommen nicht von ungefähr. Gleich einem Jazz-Stück (und Jazz spielt eine der Hauptrollen in der Geschichte), wo improvisiert, angehängt, sich auf Tangenten verloren und ganz woanders hin gejammt wird als geplant, mäandert Zeiner’s Geschichte über Freundschaft und Liebe durch Bandwurmsätze, die sich gewaschen haben. Rekordverdächtig sind die Satzkonstruktionen allemal, und durchsetzt von Wortspielen, Wortschöpfungen, Wortbildern. Da bleibt nichts dem Zufall überlassen. Man hat beim Lesen das Gefühl, die Autorin habe einem Bildhauer gleich an jedem Satz herumgefeilt und ihn zig mal überdacht, bis er seine endgültige Form erreichte.

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Stöckchen: Ich möchte unbedingt lesen…

Das buechermonster hat mit ein Stöckchen (Ursprung unbekannt) zugeworfen, das ich jetzt – vollgestopft mit Kuchen an einem faulen Sonntag – gerne aufnehme.

Die Aufgabe:

Zähle 5 Bücher auf, die ganz oben auf deiner Wunschliste stehen, die aber KEINE Fortsetzungen von Büchern sind, die du schon gelesen hast – sie sollen also völlig neu für dich sein.
Danach tagge 8 weitere Blogger und informiere diese darüber.

Na, da schaue ich doch einfach mal auf meine ‚to-read‘ Liste:

the Martian

Eine heiße Neuentdeckung und seit ein paar Tagen ganz oben auf meiner Wunschliste: THE MARTIAN von Andy Weir. Darin geht es um einen Astronauten, der nach einer Mars-Mission unbeabsichtigt allein auf dem roten Planeten zurückbleibt. Für Mark Watney geht es um’s nackte Überleben, und wenn man den begeisterten Kritiken aus den USA trauen kann, zieht der SciFi-Roman mit Spannung, Weltraum-Wissen, MacGyver-Tricks und natürlich menschlichem Drama in den Bann.

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