Adventskalender: Buch #13

An einem Freitag, dem 13., braucht man ein Buch, dass das mögliche Unglück dieser Welt auszugleichen weiß. Das dachte vermutlich auch mein Mann, und hat mir einen Bestseller über heilende Bücher, die Provence, den Sommer und die Liebe ins Nest gelegt.

13

DAS LAVENDELZIMMER geistert schon länger durch die Bestsellerlisten. Ich habe Gutes gehört genauso wie ‚So la-la‘-Kritik. Fast hätte ich den Roman schon mal als Hörbuch angegangen, aber dann kamen ‚wichtigere‘ Hörbücher dazwischen.

Ein Buchhändler, der auf einem Schiff pharmacie littéraire die Seele lindernde Literatur verkauft, sich selbst aber in Sachen Liebe nicht zu helfen weiß – das könnte genauso kitschig wie zauberhaft werden. Ich baue einfach mal auf Letzteres.

Adventskalender: Buch #12

Ich hatte ja schon Südamerika, England, Amerika, Spanien und einige andere Länder im Adventskalender. Diesmal wird mich ein Buch nach Frankreich entführen.

12

Das Titelbild deutet es an: Es geht in der Zeit zurück. Nach dem Selbstmord ihrer Mutter begibt sich Delphine auf die Suche nach dem ‚Warum‘ und lernt bei ihren Recherchen die Frau, die sie zur Welt brachte, erst richtig kennen. Gleichzeitig ist es eine Reise ins Paris der 50er und 60er Jahre – reizvoll,weiß ich doch nicht viel darüber.

Familiengeschichten erweisen sich ja immer als Fundgruben für dunkle Geheimnisse, Traumata und Brüche. Ich erwarte, dass ich mit Delphine einiges durchmachen und verarbeiten muss, bevor wir am Ende hoffentlich gestärkt daraus hervorgehen.

Adventskalender: Buch #11

Es gibt Buch-Reihen, um die scharwenzele ich schon lange rum. Die machen einen großartigen Eindruck, aber ich habe den Anfang verpasst. Und weiß dann nie, ob ich bei Buch 1 anfangen und mich dann ganz durchkämpfen muss; oder ob ich einfach den Mut habe, mittendrin loszulegen. Und idiotischerweise lese ich sie dann am Ende gar nicht.

So geht mir das schon lange mit der Krimi-Reihe von Friedrich Ani über den Detektiv Tabor Süden. Gut, dass mein Mann jetzt einfach für mich entschieden und mir den aktuellen ‚Süden‘-Krimi in den Adventskalender gepackt hat:

11

In ‚M‘ soll Süden einen Vermissten suchen. Hat dieser Kontakt zu Neonazis? Ist er ein verdeckter Ermittler? Süden kommt dem LKA in die Quere, und bei seiner Chefin reißt der Fall gar alte, traumatische Wunden wieder auf.

Ich hoffe, ich finde mich auch als Seiteneinsteigerin in diese Reihe hinein. Es gibt ja an die zehn (!) Vorgänger, und wenn ich die alle doch noch lesen muss, hole ich niemals auf.

Was meint ihr? Muss man ‚Süden‘ am Anfang beginnen?

Adventskalender: Buch #10

Bevor Ihr jetzt falsche Schlüsse zieht: Ich bin KEINE Chefsekretärin. Aber ich arbeite in einem Büro. Mit einem Chef. Da hat sich mein Mann wohl gedacht, er bringt mich ein bisschen zum Schmunzeln und zum Nachdenken mit diesem Buch hier:

10

Beim ersten Reinschauen ist das ein Buch, in dem eine Chefsekretärin sich Luft macht über ihren tatsächlich sehr anspruchsvollen, aber unfaiererweise geringgeschätzten Job. Es gibt ernste Kritik und Szenen, die absurd komisch scheinen.

Hätte ich mir persönlich nicht gekauft, aber gut – vielleicht ist’s ja interessanter, als es aussieht.

 

Adventskalender: Buch #9

Nach mehreren literarischen Schwergewichten gibt es mal wieder etwas leichtere Kost:

9

Eine Liebesgeschichte mit Witz und Ironie, die auf den ersten Blick auch optisch aussieht wie ein spritziger kleiner Lesesnack. Bindungsscheue Dessous-Designerin trifft anhänglichen Wissenschaftler. Wenn zwei so unterschiedlich aber gleichzeitig füreinander geschaffen sind, sind Probleme und Lese-Amüsement vorprogrammiert.

Bei aller Leichtigkeit erwarte ich keine Oberflächlichkeit. Dazu kennt mich mein Mann zu gut. Er weiß aber auch, dass ich selbst zu oft zu ‚düsterem‘ Lesestoff greife und ein bisschen mehr Licht und Luft mir literarisch gut tun. Genau das verspreche ich mir von ZURÜCK AUF GLÜCK. Mal gucken.

Adventskalender: Buch #8

Hola! Jetzt kommt Feuer in die Sache:

8

DAS BÖSE MÄDCHEN des in Südamerika geborenen Autors Mario Vargas Llosa wartet mit einer leidenschaftlichen Geschichte auf, die sich laut Klappentext über Paris, London und Madrid bis nach Tokio zieht. Ein kapriziöses Weib wirbelt durch das Leben des jungen Ricardo im Peru der 50er Jahre.

Ich habe ein Faible für starke, ‚böse‘ Mädchen in Romanen – die trifft man nicht allzu oft. Und Südamerika ist in meinem Bücherregal beschämend unterrepräsentiert. Alles gute Gründe, mich auf dieses Buch zu freuen.

Adventskalender: Buch 7

7

Nicht wirklich überrascht war ich am 7.12., die diesjährige Nobelpreis-Gewinnerin in meinem Adventskalender vorzufinden. Ihre Erzählungen sind mir nicht fremd. Tatsächlich habe ich in TOO MUCH HAPPINESS schon mal als englisches Hörbuch reingehört. Mit Munro’s Art, ihre Geschichten manchmal mitten in der Luft oder zumindest ohne ein fühlbares Ende stehenzulassen, habe ich mich damals schwer getan.

Aber manchmal muss man in einen Autor ja auch hineinwachsen. Und so werde ich Munro’s Erzählungen über die Balance zwischen zu viel und zu wenig Glück noch mal meine Aufmerksamkeit schenken und sehen, was beim zweiten Anlauf dabei herauskommt.

Adventskalender: Buch #6

Volltreffer!

6

SHOTGUN LOVESONGS steht schon seit der Buchmesse auf meiner Wunschliste. Ich mag es, wenn sich in einem Roman die Wege der Figuren kreuzen, verlieren, verknüpfen. In Nickolas Butler’s Roman ist das wohl so: Um 5 Freunde aus einer amerikanischen Kleinstadt drehen sich die in eine große Geschichte verpackten und miteinander verwobenen ‚Songs‘ um Freundschaft, Heimat und Liebe.

Witzig: Vor einer Woche hat mir eine Freundin das Buch geliehen, weil ich es gerne lesen wollte. Ich bin noch nicht dazu gekommen – und habe jetzt mein eigenes Exemplar. Da kann die liebe @Liedie40 ihres ja wieder zurück haben. ;)

Den Titel des Buches finde ich übrigens total stark und bin sehr froh, dass der deutsche Verlag sich entschieden hat, ihn nicht durch irgendeine verkorkste Übersetzung zu verunstalten. Danke.

Adventskalender: Buch #5

Und wieder überrascht mich mein Mann mit einem Buch, von dem eigentlich ich vor ihm hätte hören sollen:

5

Laut Klappentext und den Kommentaren von Paul Auster, der NYT und John Franzen auf der Rückseite handelt es sich um eine ’skeptische postmoderne Komödie‘, die intelligent, komisch und im Kern sehr ernsthaft sein soll. Ist im September 2013 erschienen.

Es geht um einen jungen US-Lyriker, den ein Stipendium nach Spanien verschlagen hat. Es geht auf den ersten Blick um die Suche nach und den Zweifel an der eigenen Authentizität als Künstler in den Zeiten der Globalisierung. Ein Generationenroman, vermute ich. Irgendwo kommt dann auch noch ein Terror-Anschlag ins Spiel, der politische Bekenntnisse erfordert. Wie das alles zusammen passt, werde ich gerne herausfinden.

 

Adventskalender: Buch #4

Aha. Davon habe ich ja noch NIE gehört. Aufregend!

4

Das Buch stammt aus den 50ern, und in ihm zieht ein englischer Trupp zusammen los, um den höchsten Berg der Welt zu besteigen. Zum Amusement des Lesers geht dabei offenbar schief, was nur schief gehen kann. Die Gruppenmitglieder sind vollkommen unfähig, und es sieht so aus, als würde am Ende gar der völlig falsche Berg bestiegen. Bill Bryson behauptet auf der Titelseite, es sei ‚das lustigste Buch, das Sie jemals lesen werden‘. Und auch Elke Heidenreich hat sich bei der Lektüre offenbar schlapp gelacht.

Während ‚lustig‘ nicht unbedingt meins ist, ist eine Sartire à la Monthy Python sehr wohl mein Ding. Eine ‚britische Bergsteigersartire‘ hört sich herrlich schräg an. Da scheint mir mein Mann einen Geheimtipp ins Körbchen gelegt zu haben.