Country Noir – die dunkle Seite

Heimatroman in düster: Wenn von „Country Noir“ Romanen die Rede ist, geht es in abgelegene, gesetzlose und von Armut und Drogensumpf verseuchte Regionen der USA. Dreckig und gnadenlos, haben diese Romane eine selbstzerstörerische Wucht, und manche sind von dunkler Poetik.

Ich erzähle euch mehr über die Ursprünge des Genres und stelle euch die wichtigsten Autoren und Hörbücher vor.

Zu meinem Artikel für das Audible Magazin geht es hier.

7 Gedanken zu “Country Noir – die dunkle Seite

  1. Wissenstagebuch 23. Dezember 2020 / 20:30

    Country Noir ist tatsächlich mein Lieblings-Genre. Mittlerweile habe ich auch einige deutschsprachige Autoren entdeckt, die in diese Richtung schreiben. Zuletzt Peter Keglevic‘ Roman „Wolfsegg“. Schön, dass du spezifisch dieses Genre vorstellst, ich habe gleich noch ein paar neue Lesetipps mitgenommen.

    • papercuts1 23. Dezember 2020 / 21:35

      Das freut mich, dass du Lesetipps mitnehmen konntest! (Mein Lieblingsautor dieses Genres ist übrigens David Joy – durch ihn bin ich überhaupt erst auf Country Noir gekommen). “Wolfsegg” habe ich direkt mal gegoogelt- sehr interessant! Eigentlich ist das ja ein amerikanisches Genre, aber ich denke, durch die auch bei uns größer werdende Schere zwischen Arm und Reich und die zunehmende gesellschaftliche Spaltung wird auch Deutschland (leider) nachziehen in dieser Thematik.
      Wen hast du im deutschsprachigen Raum denn noch entdeckt?

      Ute

      • Wissenstagebuch 24. Dezember 2020 / 7:50

        Hallo Ute,

        an Büchern fällt mir noch spontan „Das finstere Tal“ von Thomas Willmann ein (wenn man das gelten lässt, obwohl es in der Vergangenheit spielt), bei Filmen sofort „Das weiße Band“. Aber du hast Recht, in Deutschland gibt es das Genre viel weniger häufig. Vielleicht ständen hier auch nicht Opioid-Krise und generationsübergreifende Verwahrlosung im Vordergrund, sondern eher das sterbende Dorf oder veraltete, sich jedenfalls abseits des städtischen Mainstreams bewegende, Ansichten und die Ablehnung von äußeren Einflüssen?

        Ich vermute, dass man als Country-Noir-Liebhaberin in der österreichischen Gattung des „kritischen Heimatromans“ oder „Antiheimatromans“ (Hans Lebert: Die Wolfshaut, Thomas Bernhard: Frost, Gerhard Fritsch: Fasching) fündig werden könnte, aber diese Bücher habe ich selbst noch nicht gelesen.

        Ich habe noch einige andere Romane aus den Niederlanden, Schweden und Ungarn dazu gefunden und besprochen. Schau bei Interesse gern vorbei: https://www.wissenstagebuch.com/tag/country-noir/

        Hab schöne Feiertage!
        Jana

      • papercuts1 24. Dezember 2020 / 14:47

        Da hast du völlig recht: Bei uns besteht das „country noir“ aus anderen Konflikten, aus anderer „Abgeschriebenheit“ als in den USA. Das hat natürlich auch mit dem Opium-Krieg und mit der weitläufigen Geographie der Vereinigten Staaten zu tun.
        Ich lese gerne mal auf deinem Blog weiter dazu; ich habe heute schonmal „gelinst“ und freue mich, das im Weihnachtsurlaub noch eingehender zu tun (heute ist Familie angesagt).

        Schöne Weihnachten!

        Ute

  2. Kathrin 28. Dezember 2020 / 12:21

    Liebe Ute,
    danke für die wieder einmal wunderbare Zusammenstellung! Darunter sind einige spannende Titel. Nightmare Alley habe ich mir nach deinem Artikel auch prompt heruntergeladen und freu mich schon aufs Hören!
    Liebe Grüße
    Kathrin

    • papercuts1 28. Dezember 2020 / 22:20

      Danke dir, liebe Kathrin! Nightmare Alley ist ein sehr spezieller Titel, und man muss das wirklich mögen. Mein Favorit unter den Country Noir Schreibern ist und bleibt David Joy. Erschütternd und von dreckiger Schönheit zugleich. Ist auch typisch für das Genre, während Nightmare Alley zwar Noir aber wenig Country ist. Kannst ja mal berichten!

      • Kathrin 5. Januar 2021 / 13:33

        Ich glaube, genau dieses Spezielle könnte mir gut gefallen. Hin und wieder greife ich mal zu Country Noir und obwohl ich die dichte Atmosphäre darin immer liebe, hatte ich bisher keinen Roman, der mich so richtig vom Hocker riss. Vielleicht ist das Country Setting für mich dann doch zu weit weg?!

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