Rezension: ‚I’ll give you the sun‘ von Jandy Nelson

I'll give you the sunTitel: I’ll give you the sun
Autor: Jandy Nelson
Sprache: Amerikanisch
Format: Hörbuch
Sprecher: Julia Whelan, Jesse Bernstein
Anbieter: Brilliance Audio
erschienen: 16.09.2014
Länge: 12 Std. 57 Min.

Das Hörbuch ist im Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 (regulärer Preis € 18,95). Eine Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audible.

Inhaltsangabe:

Jude and her brother, Noah, are incredibly close twins. At thirteen, isolated Noah draws constantly and is falling in love with the charismatic boy next door, while daredevil Jude surfs and cliff-dives and wears red-red lipstick and does the talking for both of them. But three years later, Jude and Noah are barely speaking. Something has happened to wreck the twins in different and divisive ways…until Jude meets a cocky, broken, beautiful boy, as well as an unpredictable new mentor. The early years are Noah’s story to tell. The later years are Jude’s. What the twins don’t realize is that they each have only half the story, and if they could just find their way back to one another, they’d have a chance to remake their world

Zum Hörbuch:

Wenn ich ein YA-Buch höre, dann tue ich das auch immer mehr mit meinen eigenen heranwachsenden Teenagern im Kopf. Das innere und äußere Drama dieser Jahre, das auch ohne besondere Ereignisse öfter mal epische Ausmaße annimmt, spiegelt sich in Jugendromanen in ausschweifender Introspektion und komplexer, verwirrender (und verwirrter) Emotionalität. Der Plot tritt in Jugendromanen – bis auf wenige, umso dramatischere Höhepunkte – vielfach hinter das tiefe Ausloten der Gedanken- und Gefühlswelt der Figuren zurück. Der Sturm der Selbstfindung tobt vor allem im Inneren, ausgiebig, heftig und lässt kaum einen Stein auf dem Anderen. Am Ende, wenn der junge Held auf der anderen Seite wieder herauskommt, ist nicht mehr viel wie vorher. Wie im echten Leben eben.

Diesem grundsätzlichen Muster folgt auch ‚I’ll give you the sun‘ der Amerikanerin Jandy Nelson, allerdings mit ein paar reizvollen Variationen. Angenehm: Es ist keine Liebesgeschichte – jedenfalls nicht im üblichen Sinne. Die beiden wechselnden Erzähler sind Bruder und Schwester – Zwillinge mit einer engen Verbindung. Und da haben wir auch die zweite Variation: Die Ich-Erzählungen der zwei wechseln sich ab, fügen sich, zeitlich versetzt, ineinander wie ein Puzzle, das erst am Schluss das Bild erkennen lässt.

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